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Maßnahmen - Risikomanagement

Das Zusammenspiel zwischen Qualitäts- und Risikomanagement

Synergien nutzen - Redundanzen vermeiden

Qualitätsmanagement und Risikomanagement sind zentrale Instrumente der Unternehmensführung. Das Qualitätsmanagement bildet eine wichtige, prozessbasierte Grundlage für den Einsatz der Werkzeuge des Risikomanagements.

Qualitätsmanagement

Qualität

In der DIN EN ISO 9000:2005 ist die Qualität als der Grad definiert, in dem ein Satz inhärenter Merkmale Anforderungen erfüllt.

Grundsätze Qualitätsmanagement

Die DIN EN ISO 9000:2005 definiert die Grundsätze: Das erfolgreiche Führen und Betreiben einer Organisation erfordert, dass sie in systematischer und klarer Weise geleitet und gelenkt wird. Ein Weg zum Erfolg kann die Einführung und Aufrechterhaltung eines Managementsystems sein, das auf ständige Leistungsverbesserung ausgerichtet ist. Dazu berücksichtigt es die Erfordernisse aller interessierten Parteien. Eine Organisation zu leiten und zu lenken umfasst neben anderen Managementdisziplinen auch das Qualitätsmanagement. Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements können von der obersten Leitung benutzt werden, um die Leistungsfähigkeit der Organisation zu verbessern:

  • Kundenorientierung
  • Führung
  • Einbeziehung der Personen
  • Prozessorientierter Ansatz
  • Systemorientierter Ansatz
  • Ständige Verbesserung
  • Sachbezogener Ansatz zur Entscheidungsfindung
  • Lieferantenbeziehungen zum gegenseitigen Nutzen

Qualitätsmanagement

Die DIN EN ISO 9000:2005 definiert Qualitätsmanagement als „aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation bezüglich Qualität“.
Qualitätsmanagement umfasst insbesondere folgende Disziplinen:

  • Qualitätspolitik
  • Qualitätsziele
  • Qualitätslenkung
  • Qualitätssicherung
  • Qualitätsverbesserung

PDCA-Zyklus

Das Grundprinzip vom Management nach Edward Deming erfolgt nach dem PDCA-Zyklus.

  1. Plan: Festlegung von Zielen und Maßnahmen zur Zielerreichung auf Basis der Ausgangslage.
  2. Do: Umsetzung der Maßnahmen.
  3. Check: Überprüfung der Wirksamkeit von umgesetzten Maßnahmen z.B. mittels Kennzahlen und Indikatoren um festzustellen, inwieweit die Ziele erreicht werden konnten.
  4. Act: Handlungsbedarf bezüglich der Abweichungen identifizieren, damit im nächsten Planungsschritt die Maßnahmen zur Zielerreichung angepasst werden.
Quelle: Deming Kreis, Deming, W.E. (1982). Productivity and Competitive Position. Cambridge:
UP. (eigene Darstellung)

Bild 1: PDCA-Zyklus nach Deming

Ziel Qualitätsmanagement

Das eigentliche Ziel von Qualitätsmanagement ist sicherzustellen, dass die Prozesse eingehalten werden und ein Produkt oder eine Dienstleistung alle Anforderungen des Kunden erfüllt. Der Qualitätsmanager in seiner Funktion ist jedoch nicht der Verantwortliche für die Kernprozesse. Es ist wichtig, für alle Kernprozesse je einen Prozessverantwortlichen zu benennen. Der Prozessverantwortliche muss dafür sorgen, dass die Prozessausgestaltung so effizient und zuverlässig wie möglich erfolgt und alle Kunden- oder behördenspezifischen Anforderungen erfüllt werden.

Dazu sind geeignete Kennzahlen festzulegen, mit denen Prozesseffizienz und Qualität gemessen und der Prozess gesteuert werden kann. Qualitätsmanagementpläne helfen mit, die Übersicht betreffend Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten in komplexeren Projekten zu behalten. Im Wesentlichen deckt aber das Qualitätsmanagement lediglich die „Prozesskonformität“ (Soll/Ist-Vergleich) in der Unternehmung ab.

EFQM

Exzellente Organisationen, die dauerhaft herausragende Leistungen für alle ihrer Interessegruppen erbringen wollen, nutzen die Ansätze des EFQM Modells. Das EFQM-Modell bietet dafür eine offene, praxisorientierte Grundstruktur. Dabei greifen drei Komponenten ineinander:

  • „Grundkonzepte der Excellence“: Die Grundprinzipien, auf denen nachhaltige Excellence basiert.
  • „RADAR-Logik“: Ein Instrument zur Bewertung des Reifegrads von Organisationen.
  • „EFQM-Excellence-Modell“: Die Grundstruktur, mit welchem die Grundkonzepte der Excellence und die RADAR-Logik praktisch umgesetzt werden

Die Grundkonzepte der Excellence sind:

  • Nutzen für den Kunden schaffen
  • Mit Vision, Inspiration und Integrität führen
  • Mit Prozessen managen
  • Durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich sein
  • Innovation und Kreativität fördern
  • Partnerschaften aufbauen
  • Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen
  • Ausgewogene Ergebnisse erzielen

EFQM-Modell, RADAR-Logik und die Grundsätze der Excellence bieten Organisationen die Möglichkeit, Führungsinstrumente sinnvoll aufeinander abzustimmen. Eine „gelebte“ EFQM-Kultur in der Unternehmung hilft, die kurz- und langfristigen Bedürfnisse aller Interessengruppen zu verstehen, zu optimieren und somit Risiken zusätzlich weiter zu reduzieren.


Inhaltsverzeichnis

Autoren:

Urs Richiger, Dipl. Ing HTL (FH), Diplom SAQ Qualitätstechnik III, EFQM Assessor, Qualitätsmanager RUAG Aviation, Master of Advanced Studies, Hochschule Luzern/FHZ in Risk Management,

Martin Müllener, M. Sc. Economics Universität Bern, Master of Advanced Studies, Hochschule Luzern/FHZ in Risk Management

Literaturhinweis

Brühwiler, B. (2011). Risikomanagement als Führungsaufgabe: ISO 31000 mit
ONR 49000 wirksam umsetzen (3., überarb. und aktualisierte Aufl.). Risikomanagement.
Bern [u.a.]: Haupt.

zusätzliche Links

Weitergehende Informationen zu den Grundkonzepten der Excellence sowie des Quality-Managements:

http://www.saq.ch/

http://www.emsc.ch/Deutsch/pdf/EFQM_Grundkonzepte_2003.pdf

http://www.swiss-excellence-forum.ch/

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