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Maßnahmen - Poka Yoke

Fehler aus Fehlhandlungen eliminieren

Poka Yoke als zukunftsorientiertes Werkzeug

Um bisher nicht bekannte, aber theoretisch mögliche Fehlhandlungen zu identifizieren und zu verhindern, müssen geplante und bestehende Prozesse auf mögliche Ursachen untersucht werden. Bei diesem prozessorientierten Poka Yoke-Ansatz hat es sich bewährt, die Prozesse rückwärts, also vom Ergebnis ausgehend, auf Fehlhandlungsmöglichkeiten zu untersuchen. Bei geplanten Prozessen sollte man sich an den Grundsätzen einer fehlhandlungssicheren Produktionsplanung orientieren. In beiden Fällen sollten für jeden Prozessschritt folgende Fragen beantwortet werden:

  • Kann etwas verwechselt werden?
  • Kann etwas vergessen werden?
  • Kann etwas verdreht werden?
  • Kann etwas lose angebracht werden?
  • Kann etwas locker angebracht werden?

Sobald eine oder mehrere dieser Fragen bejaht werden muss und die Ursache einem menschlichen Einfluss unterliegt, sollte eine prozessorientierte Poka Yoke-Lösung erarbeitet werden.

Folgende Vorgehensweise sollte bei diesem sich auf die Gegenwart beziehenden Ansatz eingehalten werden:

  • Grundsätze einer fehlhandlungssicheren Prozessgestaltung anwenden (solange der Prozess noch geplant wird).
  • Vorselektion von möglichen Fehlhandlungen durch Prozessbetrachtung vor Ort („go and see“) in Abstimmung mit den prozessbeteiligten Mitarbeitern.
  • Auswerten von bekannten und möglichen Fehlern und deren ursächlichen Fehlhandlungen.
  • Lösungssuche mit Hilfe des TQU Poka Yoke Ideenbaukastens und Auswerten bereits erarbeiteter Poka Yoke-Lösungen bei verwandten Problemstellungen.

Vorbeugender Einsatz von Poka Yoke

Ein vorbeugender Einsatz von Poka Yoke ist durchaus praktikabel, da die Methode in vielen Unternehmen bereits fehler- und prozessorientiert eingesetzt wird. Erfahrungen beim Erarbeiten praktikabler Lösungen sind so durchaus schon vorhanden. Sie können die Grundlage zum Vermeiden theoretisch vorstellbarer zukünftiger Fehlhandlungen sein. So lassen sich mögliche Fehlhandlungen während der Produktionsplanung, der Herstellung und auch bei der Anwendung des Produktes identifizieren und durch konstruktive Maßnahmen direkt am Produkt verhindern.

Gerade die Möglichkeit, auch mögliche Fehlhandlungen durch den Kunden bei der Produktanwendung zu berücksichtigen und zu vermeiden, macht einen wesentlichen Reiz des produktorientierten Einsatzes von Poka Yoke aus.

Die Zufriedenheit des Kunden wird nicht mehr ausschließlich durch eine Fehlervermeidung am Produkt, sondern zusätzlich durch die Gewährleistung einer durchdachten und intuitiven Bedienbarkeit positiv beeinflusst. So wie der fehler- oder prozessorientierte Einsatz von Poka Yoke in der Produktion Fehlhandlungen unmöglich machen kann, so können auch Fehlhandlungen der Kunden beim Gebrauch des Produkts ausgeschlossen werden.

Aus der „rule of ten“ leitet sich ein weiterer Vorteil ab: Ein Fehler nimmt mit jeder späteren Phase, in der er bezogen auf den Zeitpunkt der Fehlerentstehung später erkannt und bearbeitet wird in seinen kostenverursachenden Auswirkungen um den Faktor 10 zu. Sind Fehler also schon durch Zeichnungsänderungen in der Entwicklung zu vermeiden, erschließt sich ein hohes Einsparpotenzial gegenüber Prozessänderungen oder Reklamationsbearbeitung oder Rückrufaktionen.


Inhaltsverzeichnis

Autor:
Johannes Stern ist Geschäftsführer der TQU International GmbH.

zusätzliche Links

Jochen-Peter Sondermann, Poka Yoke , Herausgegeben von Gerd F. Kamiske, Hanser Verlag, 06/2013, 128 Seiten. Flexibler Einband, ISBN: 978-3-446-43569-8

Steffen Bauer, Produktionssysteme wettbewerbsfähig gestalten , Hanser Verlag, 08/2016, 247 Seiten. Fester Einband, ISBN 978-3-446-44958-9

Shigeo Shingō: Zero Quality Control: Source Inspection and the Poka-yoke System. Productivity Press, Cambridge 1986. ISBN 0-915299-07-0

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