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Maßnahmen - Poka Yoke

Fehler aus Fehlhandlungen eliminieren

Poka Yoke als zukunftsorientiertes Werkzeug

Alle Fehler durch menschliche Fehlhandlungen lassen sich durch Poka Yoke verhindern. Abweichungen von der geplanten Vorgehensweise, sogenannte Fehlhandlungen („mistakes“), wird es immer geben. Aus diesen Fehlhandlungen entstehen häufig Fehler am Produkt oder im Prozess, sogenannte „defects“. Poka Yoke unterbricht die Fehlerentstehung zwischen Fehlhandlung und Fehler.

Die Poka Yoke-Lösung orientiert sich immer an einer konkreten bekannten menschlichen Fehlhandlung und nicht am daraus entstehenden Fehler. Gute Poka Yoke-Lösungen entstehen, wenn für eine konkrete Fehlhandlung eine konkrete Poka Yoke-Lösung entwickelt wird. Für die Entwicklung von Poka Yoke-Lösungen gibt es Vorgehensweisen, die sich in verschiedenen Branchen, Unternehmen und Prozessen bewährt haben.

Kein Mensch ist in der Lage unbeabsichtigte Fehlhandlungen zu vermeiden

Poka Yoke wurde auf Basis der Erkenntnis entwickelt, dass kein Mensch in der Lage ist, unbeabsichtigte Fehlhandlungen vollständig zu vermeiden. Japanische Unternehmen nutzen schon seit über vier Jahrzehnten die Methode mit der Intention, menschliche Fehlhandlungen unmöglich zu machen oder zumindest die Entwicklung einer Fehlhandlung zum Fehler zu verhindern.

Das Ziel von Poka Yoke: Fehlhandlungen führen nicht zu Fehlern

Poka Yoke-Lösungen setzten sich immer aus den gleichen drei Elementen zusammen

  1. Auslösemechanismus: Der Auslösemechanismus beschreibt das Merkmal, welches im Prozess geprüft wird.
  2. Prüfmethode: Die Prüfmethode beschreibt den Ort und die Zeit der Prüfung des Merkmals.
  3. Reguliermechanismus: Der Reguliermechanismus beschreibt die Reaktion im Prozess aufgrund der Prüfung.

Jede Poka Yoke-Lösung enthält diese drei Mechanismen. Oft verschwimmen die Grenzen zwischen diesen drei Elementen. Aber diese Struktur hilft neue Ideen für Poka Yoke-Lösungen zu entwickeln.

Poka Yoke kann in „hartes“ und „weiches“ Poka Yoke unterteilt werden

Hartes Poka Yoke kann eine Fehlhandlung oder einen Fehler völlig verhindern. Der Prozess oder die Anwendung wird unterbrochen oder kann nicht mehr weiter ausgeführt werden. Beispiele für mögliche harte Poka Yoke-Lösungen sind Formschluss, Geometrie, physikalische Größen.

Weiches Poka Yoke identifiziert eine Fehlhandlung oder einen Fehler und weist den Mitarbeiter oder Nutzer auf die Fehlhandlung hin. Beispiele für mögliche weiche Lösungen: Hinweise, Akustische Signale, Optische Signale, Haptische Signale.

Nicht jede Poka Yoke-Lösung bietet vollständige Sicherheit gegen Fehlhandlungen oder daraus resultierende Fehler – keine 100 Prozent Sicherheit. Dies gilt ebenso für mutwillige Manipulation von Poka Yoke-Einrichtungen.


Inhaltsverzeichnis

Autor:
Johannes Stern ist Geschäftsführer der TQU International GmbH.

zusätzliche Links

Jochen-Peter Sondermann, Poka Yoke , Herausgegeben von Gerd F. Kamiske, Hanser Verlag, 06/2013, 128 Seiten. Flexibler Einband, ISBN: 978-3-446-43569-8

Steffen Bauer, Produktionssysteme wettbewerbsfähig gestalten , Hanser Verlag, 08/2016, 247 Seiten. Fester Einband, ISBN 978-3-446-44958-9

Shigeo Shingō: Zero Quality Control: Source Inspection and the Poka-yoke System. Productivity Press, Cambridge 1986. ISBN 0-915299-07-0

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