nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
Maßnahmen - Audit

Audit

Schwachstellen aufzeigen, Verbesserungen anstoßen

Auszug aus
Gerd F. Kamiske, Jörg-Peter Brauer

Qualitätsmanagement von A - Z

09/2011, 404 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42812-6
S. 5-10

Unter einem Audit versteht man die systematische, unabhängige Untersuchung einer Aktivität und deren Ergebnisse. Auditoren prüfen, ob Unternehmen Richtlinien und spezifizierte Anforderungen einhalten, beurteilen den Stand der Systeme und dokumentieren ihre Ergebnisse.

Es sind grundsätzlich drei Arten von Audits zu unterscheiden, die auch unter der Bezeichnung Qualitätsaudit zusammengefasst werden: Produkt-, Verfahrens- und Systemaudit. Einige gemeinsame Aufgaben und Auswirkungen von Audits lassen sich wie folgt formulieren:

  • Überprüfung der Ausführung im Hinblick auf Übereinstimmung mit den festgelegten Produktmerkmalen (s. Produktaudit)
  • Feststellung der Angemessenheit der Richtlinien bzw. Vorschriften und Maßnahmen im Hinblick auf das angestrebte Ziel
  • Begutachtung von Arbeitsbereichen, Tätigkeiten und Abläufen (s. Verfahrensaudit)
  • Beurteilung der realisierten Fortschritte der Qualitätsaktivitäten
  • Erwecken der Aufmerksamkeit aller Beteiligten bezüglich der Qualitätsanforderungen
  • Förderung der Ständigen Verbesserung
  • Systematische Bewertung des Qualitätsmanagementsystems und der Dokumentation

Unabhängiges, Mitarbeiter- oder Kundenaudit

Audits können von eigenen Mitarbeitern, von Kunden oder von neutralen externen Stellen durchgeführt werden. Entsprechend gibt es interne Audits, die von Angehörigen des eigenen Unternehmens, z.B. werksintern oder auf Konzernebene, zur Beobachtung der Qualitätsentwicklung bzw. zum Vergleich der Leistungsfähigkeit von einzelnen Unternehmensteilen durchgeführt werden. Auch kann damit ein vertrauensvolles Bild an potentielle oder tatsächliche Kunden übergeben und ein negatives Ergebnis im Rahmen eines externen Audits vermieden werden.

Interne Audits sind auch regelmäßig Bestandteil von Qualitätsmanagementsystemen. Die Beurteilung der Qualitätssituation bei einem Zulieferanten und deren Nachweis bzw. Dokumentation aufgrund gesetzlicher Bestimmungen geschieht durch externe Audits, meist im Rahmen von Systemaudits. Diese werden von Auditoren des Kunden oder, heute üblicher, von dafür anerkannten (akkreditierten) Institutionen vorgenommen und schließen in der Regel mit der Vergabe eines Zertifikates ab, welches dem auditierten Unternehmen einen bestimmten Qualitätsstandard sowie das Vorhandensein und die Wirksamkeit eines Qualitätsmanagementsystems bescheinigt.

Planung und Durchführung eines Audits

Eine sorgfältige Planung ist stets Voraussetzung für den Erfolg eines Audits. Dieser hängt jedoch auch in besonderem Maße von der Qualifikation der ausführenden Mitarbeiter (Auditoren) ab. Weiterhin ist die konsequente Durchführung durch ein entsprechendes Audit-Team wichtig. Grundlage ist aber vor allem die wirksame Unterstützung durch das Management, um eine genügende Beachtung der gesamten Maßnahme sicherzustellen.

Vor Beginn der eigentlichen Durchführung sind geeignete Checklisten auszuarbeiten, nach denen dann vorzugehen ist. Zum Abschluß werden die Ergebnisse in einem Auditbericht dokumentiert, der auch dem Management zugeht und dessen Unterschrift bedarf. Aus Gründen der Übersichtlichkeit, Vollständigkeit und Auswertbarkeit empfiehlt sich die Verwendung von Formblättern. Der Auditbericht ist außerdem Grundlage für die Durchführung von angeregten Verbesserungsmaßnahmen, deren Einhaltung und Wirksamkeit dann wieder auditiert wird.


Inhaltsverzeichnis
Auszug aus
Gerd F. Kamiske, Jörg-Peter Brauer

Qualitätsmanagement von A - Z

09/2011, 404 Seiten, € 31,99
ISBN: 978-3-446-42812-6
S. 5-10
Literaturhinweis

DGQ - Deutsche Gesellschaft für Qualität (Hrsg.): DGQ-Schrift 12-31: Audit im Prozeßcontrolling. 1. Aufl., Berlin: Beuth Verlag 1999.

VDA - Verband der Automobilindustrie (Hrsg.): VDA-Schriftenreihe Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie, Band 6 Teil 1: QM-Systemaudit. 4. Aufl., Frankfurt/Main 2003.

VDA - Verband der Automobilindustrie (Hrsg.): VDA-Schriftenreihe Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie, Band 6 Teil 3: Prozeßaudit. 1. Aufl., Frankfurt / Main 1998.

VDA - Verband der Automobilindustrie (Hrsg.): VDA-Schriftenreihe Qualitätsmanagement in der Automobilindustrie, Band 6 Teil 5: Produktaudit. 1. Aufl., Frankfurt /Main 1998.

Gietl, G.; Lobinger, W.: Qualitätsaudit . In: Kamiske, G. F. (Hrsg.): Reihe Pocket Power. München: Carl Hanser Verlag 2003.

DIN EN ISO 9001:2015

Zum ISO 9001:2015 Special

Prozesswelt

Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

Zur Prozesswelt