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Kunden - Lieferantenmanagement

Qualität im Lieferantenmanagement

Supplier Quality Management

Gute Lieferanten mit fehlerfreien Produkten unterstützen die Qualität der eigenen Produkte im Markt und verhindern finanzielle Schäden und Imageverlust. Liefern Lieferanten nachhaltig gute Qualität, so machen sie geringere Sicherheitsbestände möglich. Sie steigern und sichern die eigene Lieferfähigkeit, und sie reduzieren die Fehlleistungskosten. Das gelingt nur, wenn Qualität zum integralen Bestandteil des Lieferantenmanagements wird.

Was ist Lieferantenmanagement?

In der Literatur finden sich dazu Definitionen, wie zum Beispiel:

  • Die Systematische Steuerung der Lieferantenbeziehungen zu Schlüssellieferanten.
  • Die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung von Lieferantenportfolios und Lieferantenbeziehungen eines Unternehmens. (Stephan M. Wagner)

Es gibt keinen allgemein gültigen Lieferantenmanagement-Prozess, allerdings haben sich in der Industrie eine Reihe von Begrifflichkeiten durchgesetzt:

Lieferantenmanagement-Prozess

Höhere Erwartungen an die Produkte erfordern robuste Prozesse und deren Absicherung in der gesamten Herstell- und Lieferkette [VDA 6.3 (2010)]. Damit kommt die Qualität ins Spiel.

Wie kommt die Qualität in den Lieferantenmanagement-Prozess?

Wenn nun „Qualität“ integraler Bestandteil des Lieferantenmanagement-Prozesses sein soll, müssen dem Supplier Quality Manager (SQM) Werkzeuge zur Verfügung stehen, um seinen Beitrag in jeder Phase des Prozesses professionell und effektiv zu gestalten.

Viele der nachstehend gezeigten Werkzeuge werden in der Industrie häufig situativ eingesetzt, ohne als organisches Ganzes zu wirken. Die Durchgängigkeit macht sie jedoch erst zu einem effektiven Management-Instrument mit überschaubarem Aufwand und höchstem Wirkungsgrad. Und sie können in den unterschiedlichsten Phasen des Lieferantenmanagement-Prozesses ihre Wirkung entfalten.

Der SQM-Werkzeugkasten im Lieferanten-Management-Prozess

Was ist im SQM-Werkzeugkasten?

  • Risiko-Management (Lieferanten-FMEA)

    Die „Lieferanten-FMEA“ erkennt Risiken in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und an den zugelieferten Produkten und lässt Sie handeln, bevor Schaden entsteht.

  • Lieferanten-Assessment

    Anhand eines strategischen Kriterien-Sets können Sie bereits bei der Lieferantenauswahl bewerten, ob der Lieferant fähig sein wird, Ihre Zulieferteile nachhaltig und zuverlässig zu liefern. Dieses Kriterien-Set nutzen Sie bei der Lieferantenauswahl und bei der strategischen Lieferantenbewertung.

  • Lieferanten-Erstaudits

    Sie führen ein Prozessaudit möglichst vor Vertragsabschluss direkt beim Hersteller durch.
    Sie lernen dabei Ihren Hersteller systematisch kennen und vereinbaren mit ihm Maßnahmen, die die Herstellung Ihrer Zulieferteile absichern.

  • Qualitätssicherungs-Vereinbarungen

    Professionelle Qualitätssicherungs-Vereinbarungen werden Bestandteil Ihrer Lieferanten-Verträge. Sie beschreiben Ihre Erwartungen an die Zusammenarbeit bis hin zur Vorgehensweisen bei Qualitätsabweichungen.

  • Qualitätsziele

    Sie vereinbaren in den Qualitätszielen die Prozessqualität und die Anlieferqualität des Lieferanten.

  • „Ramp Up–Audit“ beim Lieferanten zum Produktionshochlauf

    Sie stellen fest, ob die für Ihr Produkt wichtigen Prozesse vom Lieferanten beherrscht werden und regeln ggf. nach

    .
  • Erstmuster-Prüfungen

    Systematische Abnahmen der wichtigsten Stufen der Produktentstehung vom Entwicklungs- bis zum Fertigungsmuster stellen sicher, dass Sie die Produkte bekommen, die Sie brauchen.

  • Reklamationen / 8D-Reports

    Sie stellen sicher, dass Ihr Lieferant aus Fehlern lernt. Sie verfolgen systematisch Reklamationen und Abhilfe-Maßnahmen, von der kurzfristigen Fehlerbeseitigung bis hin zur nachhaltigen Fehlervermeidung.

  • Report Lieferantenqualität

    Sie erstellen ein Reporting der wichtigsten Kennzahlen (Qualitäts-Ziele), um ggf. sofort eingreifen und die Qualitätsleistung Ihrer Schlüssellieferanten bewerten zu können.

  • Leistungsbewertung

    Ihre Mitarbeiter bewerten rückblickend die Leistung Ihrer Lieferanten in den Funktionen Technologie, Einkauf, Qualität und Logistik.

  • Strategische Lieferantenbewertung

    Sie bewerten die Eignung des Lieferanten für zukünftige Geschäftsbeziehungen anhand Ihres strategischen Kriterien-Sets.

  • Lieferantenentwicklung

    Auf Basis der Lieferantenbewertung identifizieren Sie konkrete Lieferantenentwicklungsmaßnahmen und stellen die Umsetzung beim Lieferanten sicher, zum Beispiel anhand von Audits und Verbesserungs-Workshops

    .

Welches sind die Erfolgsfaktoren für den Supplier Quality Manager?

  • Auf das Geschäft angepasste Checklisten erarbeiten.
  • Geschulte Mitarbeiter, die am gesamten Prozess arbeiten: von der Lieferantenauswahl bis zum "Phase-out".
  • SQM- Methodenkompetenz sicherstellen (Schulungen und eventuell Matrixfunktionen).
  • Die eingesetzten Mitarbeiter sind Spezialisten mit Fachkompetenz im Materialfeld.
  • Auf die „Chemie“ in den Teams achten.
  • Eskalationsziel schaffen: zum Beispiel Steering-Board.

Dipl. Ing. (FH) Günter Agel ist Gründer und Inhaber der Firma SQM Consulting. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Qualität im Lieferantenmanagement und bietet ein umfassendes Portfolio an SQM-Modulen zur Anwendung Vorort beim Lieferanten, zur Mitarbeiterschulung und zur Verbesserung der SQM-Prozess-Strukturen in der Organisation.

Literaturhinweis

Wagner, Stephan M. (2002): Lieferantenmanagement. Hanser Verlag, München.
Dust, Robert, Schneider Karen. Im Netzwerk schlummert die Rendite. In: QZ 7/2010 , S. 27-30.

DIN EN ISO 9001:2015

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Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

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