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Führung - Strategische Unternehmensführung

Entwicklung qualitätsorientierter Geschäftsmodelle

Der Zusammenhang zwischen Qualität und Geschäftsmodelltheorie

Wettbewerb wird durch Globalisierung, technologischen Fortschritt und steigende Kundenansprüche verstärkt. Früher waren Produktinnovationen ausreichend, um wettbewerbsfähig zu bleiben, doch heute werden Geschäftsmodellinnovationen benötigt. Damit diese neuen Geschäftsmodelle erfolgreich sind, darf eine Qualitätsorientierung wie bei vergangenen Produktinnovationen nicht fehlen.

Die Dimensionen qualitätsorientierter Geschäftsmodelle

Beide Modelle liefern in ihrem Kontext unterschiedliche Vorteile: Mittels des „Magischen Dreiecks“ wird eine Geschäftsmodellinnovation dadurch definiert, dass in mindestens zwei Dimensionen eine Veränderung herbeigeführt werden muss. Allerdings gibt es keine explizite Herausstellung der Unternehmensleistung (Überschneidung der Unternehmensausrichtung und -fähigkeiten) wie es bei der unternehmerischen Qualität der Fall ist. Die Dimension der Unternehmensausrichtung (im Sinne einer zusätzlichen „Why-Perspektive“) fehlt beim „Magischen Dreieck“ vollkommen.

Außerdem sind die Dimensionen im „Magischen Dreieck“ nur nebeneinander aufgeführt, wobei im unternehmerischen Qualitätsverständnis das Zusammenspiel der Dimensionen mittels Überschneidungen eindeutig aufgezeigt wird. Während im „Magischen Dreieck“ die beiden Dimensionen „Wertversprechen“ und „Ertragsmodell“ separat aufgeführt werden, stellt der Überdeckungsbereich der unternehmerischen Qualität (als Überschneidung von „Sollen“, „Wollen“ und „Können“) lediglich eine Dimension dar, die sowohl den Wert beim Kunden als auch den Wert für das Unternehmen vereint.

Die identifizierten Wechselwirkungen der beiden Modelle ermöglichen die Gestaltung von qualitätsorientierten Dimensionen der Geschäftsmodellentwicklung. Durch die vier Dimensionen aus beiden Modellen kann eine explizite Qualitätssichtweise innerhalb der Geschäftsmodelltheorie eingenommen werden.

Die „Sollen“-Dimension definiert den für das jeweilige Geschäftsmodell in Betracht gezogenen Kundenmarkt. Gegenstand der Marktdefinition ist die Festlegung, wer Kunde sein kann und welche Anforderungen dementsprechend zu erfüllen sind, um eine führende Marktposition einzunehmen. Die Festlegung der Sollperspektive dient als Grundlage für die Entwicklung bedürfnisorientierter Produkte und Dienstleistungen.

Die „Wollen“-Dimension beschreibt die Ausrichtung des Geschäftsmodells. Spezifisch werden Inhalt, Zielsetzung und Strategie des Werteversprechens festgelegt. Damit sollen die abgeleiteten Marktanforderungen im Sinne einer Maximierung des Deckungsbereiches befriedigt werden.

Die „Können“-Dimension umfasst die Kompetenzen eines Unternehmens, die zur Realisierung des jeweiligen Geschäftsmodells zu aktivieren oder zu implementieren sind. Dies beinhaltet Fähigkeiten, Ressourcen und Betriebsmittel sowie Prozesse und Strukturen, welche für den Wertschöpfungsprozess zur Generierung des Werteversprechens in Form des Leistungsangebots notwendig sind.

Die „Wert“-Dimension resultiert aus dem Deckungsbereich der Marktanforderungen und dem generierten Werteversprechen des Geschäftsmodells. Die Zielsetzung im Sinne der Geschäftsmodelltheorie ist eine Maximierung dieses Deckungsbereichs für den betreffenden Markt.

Sowohl der Kern des Qualitätsverständnisses („Wert“) als auch der Gewinn-/Kostenstrukturansatz der Geschäftsmodelldefinition verfolgen die Zielsetzung einer Maximierung des Deckungsbereichs zwischen der Unternehmensleistung und den Kundenbedürfnissen. Eine Zusammenführung der Geschäftsmodelltheorie in den Rahmen des Verständnisses unternehmerischer Qualität ist somit realisiert. Bei der Entwicklung qualitätsorientierter Geschäftsmodelle werden die Unternehmensausrichtung und das Werteversprechen (aus Überscheidung von „Wollen“ und „Können“) explizit hervorgehoben. Zur Verdeutlichung der Wirkzusammenhänge sind die Dimensionen der qualitätsorientierten Geschäftsmodellgestaltung als Kombination beider Konzepte in der Abbildung dargestellt.

Dimensionen der qualitätsorientierten Geschäftmodellentwicklung (©WZL)

Dimensionen der qualitätsorientierten Geschäftmodellentwicklung (©WZL)


Inhaltsverzeichnis

Sait Başkaya, Dr. rer. pol., arbeitet als Postdoktorand am Lehrstuhl für Fertigungsmesstech-nik und Qualitätsmanagement des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Robin Günther, M.Sc., arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ferti-gungsmesstechnik und Qualitätsmanagement des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Robert H. Schmitt, Prof. Dr.-Ing., ist Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement und Direktor des WZL der RWTH Aachen sowie Mitglied des Direktoriums des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) und dort Leiter der Abteilung Produktionsmesstechnik und Qualität.

Anschrift: Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Fer-tigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Campus-Boulevard 30, 52074 Aachen, Tel.: +49 151 729 219 63 Fax: +49 241 80 626 948, E-Mail: s.baskaya@wzl.rwth-aachen.de

Literaturhinweis

Bieger, T.; et al. (2011): Einleitung – Die Dynamik von Geschäftsmodellen, in: Bieger, T.; zu Knyphausen-Aufseß, D.; Krys, C. (Hrsg.): Innovative Geschäftsmodelle, Berlin, Heidelberg, S. 1-10.
Gassmann, O.; et al. (2017): Geschäftsmodelle entwickeln. 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator, 2. Aufl., München.
Osterwalder, A.; et al. (2013): Business model generation. A handbook for visionaries, game changers, and challengers, New York.
Schmitt, R.; Pfeifer, T. (2015): Qualitätsmanagement. Strategien - Methoden – Techniken, 5. Aufl., München.

DIN EN ISO 9001:2015

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