nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
Führung - Strategische Unternehmensführung

Entwicklung qualitätsorientierter Geschäftsmodelle

Der Zusammenhang zwischen Qualität und Geschäftsmodelltheorie

Wettbewerb wird durch Globalisierung, technologischen Fortschritt und steigende Kundenansprüche verstärkt. Früher waren Produktinnovationen ausreichend, um wettbewerbsfähig zu bleiben, doch heute werden Geschäftsmodellinnovationen benötigt. Damit diese neuen Geschäftsmodelle erfolgreich sind, darf eine Qualitätsorientierung wie bei vergangenen Produktinnovationen nicht fehlen.

Die Grundlagen der Geschäftsmodellentwicklung

Ein Geschäftsmodell ist die Kombination aller strategischen, taktischen und operativen Tätigkeiten des Unternehmens, die zu einem am Zielmarkt angebotenen Werteversprechen führen. Im Weiteren dient das „St. Galler Business Model“ nach GASSMANN et. al. als Grundlage zur Beschreibung von Geschäftsmodellen. Das als „Magic Triangle“ bekannte Modell legt vier Dimensionen („Who?“, „What?“, „How?“, „Value“) zugrunde.

Das "Magic Triangle" der Geschäftsmodellentwicklung (©WZL)

„Who-Perspektive“: Im Zentrum steht der Kunde, für welchen die Leistung erbracht wird. Es ist für Unternehmen von großer Relevanz, die angestrebten Kundensegmente zu kennen und sich an den Bedürfnissen des ausgewählten Marktes zu orientieren. Eine unzureichende Bestimmung und Analyse des Zielmarktes ist ein wesentlicher Grund des Scheiterns einer Vielzahl von Geschäftsmodellen.

„What-Perspektive“: Diese Dimension stellt einen Bezug zwischen den identifizierten Kundensegmenten sowie dem angebotenen Werteversprechen her und umfasst somit die Kernleistung des Geschäftsmodells. Es wird nun festgelegt, wie den Anforderungen der Abnehmer begegnet wird. Aufgrund der Tragweite dieser Entscheidung ist dieses Teilelement dem visionären und strategischen Bereich der Geschäftsmodellgestaltung zuzuordnen.

„How-Perspektive“: Ausgehend von dem zu realisierenden Nutzenversprechen müssen Wege gefunden werden, um Produkte und Dienstleistungen entsprechend zu generieren. Es werden Prozesse, Strukturen und Systeme im Unternehmen benötigt, die eine Erbringung der zu offerierenden Leistung ermöglichen. Dies kann den Einsatz neuer Ressourcen und den Aufbau erweiterter Kompetenzen erfordern, um Kundenbeziehungen zu errichten oder zu erhalten.

„Value-Perspektive“: In der vierten Dimension wird geklärt, wie eine überlebensfähige Gestaltung des Geschäftsmodells realisiert und gemessen werden kann. Im Fokus steht die Festlegung des Erlösmodells und die damit einhergehenden Zahlungsströme. Ebenfalls müssen die Kosten in den Überlegungen Berücksichtigung finden. Aus der Gewinn- und Kostenperspektive werden Führungsgrößen abgeleitet, die eine monetäre Erfolgsbewertung ermöglichen.

Eine Gegenüberstellung der unternehmerischen Qualität auf der einen Seite und die Elemente der St. Galler Geschäftsmodelldefinition auf der anderen Seite zeigt, dass zwischen einzelnen Orientierungsdimensionen beider Modelle Wechselwirkungsbeziehungen bestehen. Der im Rahmen der Who-Perspektive festzulegende Markt steht in starkem Zusammenhang mit der Berücksichtigung der Marktanforderungen des Qualitätsmodells („Sollen“). Weiterhin sind die Unternehmensausrichtung („Wollen“) und -fähigkeiten („Können“) als das Gegenstück der Festlegung des Werteversprechens (What-Perspektive) und der Ausgestaltung der Wertschöpfung (How-Perspektive) anzusehen.


Inhaltsverzeichnis

Sait Başkaya, Dr. rer. pol., arbeitet als Postdoktorand am Lehrstuhl für Fertigungsmesstech-nik und Qualitätsmanagement des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Robin Günther, M.Sc., arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ferti-gungsmesstechnik und Qualitätsmanagement des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Robert H. Schmitt, Prof. Dr.-Ing., ist Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement und Direktor des WZL der RWTH Aachen sowie Mitglied des Direktoriums des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie (IPT) und dort Leiter der Abteilung Produktionsmesstechnik und Qualität.

Anschrift: Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Fer-tigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, Campus-Boulevard 30, 52074 Aachen, Tel.: +49 151 729 219 63 Fax: +49 241 80 626 948, E-Mail: s.baskaya@wzl.rwth-aachen.de

Literaturhinweis

Bieger, T.; et al. (2011): Einleitung – Die Dynamik von Geschäftsmodellen, in: Bieger, T.; zu Knyphausen-Aufseß, D.; Krys, C. (Hrsg.): Innovative Geschäftsmodelle, Berlin, Heidelberg, S. 1-10.
Gassmann, O.; et al. (2017): Geschäftsmodelle entwickeln. 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator, 2. Aufl., München.
Osterwalder, A.; et al. (2013): Business model generation. A handbook for visionaries, game changers, and challengers, New York.
Schmitt, R.; Pfeifer, T. (2015): Qualitätsmanagement. Strategien - Methoden – Techniken, 5. Aufl., München.

DIN EN ISO 9001:2015

Zum ISO 9001:2015 Special

Prozesswelt

Serie zum Thema Prozesse, veröffentlicht von QM-Experten deutscher Unternehmen gemeinsam mit der N5 GmbH und der Fachzeitschrift QZ

Zur Prozesswelt