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Führung - Benchmarking

Qualitätssicherung: Benchmarking von Geschäfts- und Produktionsprozessen

Benchmarkingprojekt eines Automobilzulieferers

Mit dem Ziel, ein globales Qualitätssicherungskonzept zu erstellen, analysierte die W.E.T. Automotive Systems alle qualitätsrelevanten Tätigkeiten der Produktion von weltweit sechs Standorten. Das interne Verbesserungspotenzial erwies sich als wesentlich höher als ursprünglich erwartet.

Fazit: Möglichkeiten zur Verbesserung

Trotz des Methodenwissens der Projektleitung und des Engagements des Kernteams stellten sich einige Möglichkeiten zur Verbesserung heraus:

  • In die Erstellung und regelmäßige Aktualisierung des Projektplans wurde viel Zeit investiert. Ein gröberer Projektplan wäre effizienter gewesen.
  • Nachdem die internen Potenziale beim ersten Meeting des Kernteams aufgedeckt waren, wurden die Teilnehmer wieder vom Alltagsgeschäft eingeholt. Folglich dauerte es wesentlich länger als geplant, die restlichen Dokumente und Konzepte bis Projektende zu sammeln und auf der Ergebnis-CD aufzubereiten.
  • Trotz der Unterstützung durch den Vorstand wurden die Werksleiter nicht von Anfang an intensiv genug eingebunden. Dies führte teilweise dazu, dass es Meinungsverschiedenheiten wegen der Übernahme der entstandenen Kosten gab.
  • Die Projektleitung hat ihren Sitz in der Firmenzentrale. Durch die Holdingstruktur war es schwierig, die Werke zur vollständigen Implementierung der Ergebnisse zu bewegen, da empfohlene Maßnahmen im Grunde auf Freiwilligkeit beschränkt waren. Eine frühere Einbindung des Produktionsengineerings bereits in die Analyse wäre hilfreich gewesen.
  • Das Verbesserungsziel je Prozess war nicht immer klar genug formuliert. Es ist beispielsweise ein großer Unterschied, ob das Ziel die Reduzierung der Durchlaufzeit oder die Verringerung von Fehlern ist. Die genaue Angabe ist entscheidend sowohl für die richtige Bewertung des Prozesses beim Benchmarking als auch für die späteren Maßnahmen.

Der ursprüngliche Zeitrahmen von sechs Monaten wurde zwar überschritten, dennoch hat sich das Benchmarking-Projekt für den mittelständischen Konzern W.E.T. rentiert. Es konnte nachgewiesen werden, dass schon allein durch den internen Austausch erhebliche Potenziale genutzt werden können. Obwohl diese bisher nur teilweise ausgeschöpft werden, haben sie bereits zu schnellen Verbesserungen geführt.


Inhaltsverzeichnis

Dipl.-Ing. Marcel Hofer, geb. 1973, studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität Stuttgart und dem Royal Institute of Technology, Stockholm. Seit 1999 ist er bei der W.E.T. Automotive Systems AG, Odelzhausen, beschäftigt. Zunächst war er Assisstent des Vorstands, seit 2001 ist er im Organisationsmanagement tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Prozess-Benchmarking, Zielfindung, Prozessmanagement und Organisation.
Dipl.-Ing. Stefan Fritsch, geb. 1968, studierte bis 1993 Produktions- und Automatisierungstechnik an der FH München. Anschließend war er zunächst als Berater für das Einführen von QM-Systemen bei der Dekra AG, München, tätig. Von 1995 bis 1999 leitete er die Abteilung Qualitätsmanagement bei der Schreiner Etiketten GmbH & Co KG, München. Seit 1999 ist er Bereichsleiter Qualitäts- und Organisationsmanagement bei der W.E.T. Automotive Systems AG, Odelzhausen. Er ist zertifizierter Auditor VDA 6.1 und TS 16949.

Marcel Hofer, Stefan Fritsch. Für besseren Sitz. In: QZ Qualität und Zuverlässigkeit 04/2002, S. 341-344 .

DIN EN ISO 9001:2015

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