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Digitalisierung - Industrie 4.0

Industrie 4.0 verändert den Alltag in den Unternehmen

Das revolutionäre Potenzial von Industrie 4.0 zeigt sich auch in den tiefgreifenden Veränderungen, die höchstwahrscheinlich auf die Arbeitswelt zukommen und von den Unternehmen auch so wahrgenommen werden (siehe Umfrageergebnisse weiter oben). So wird sich die Transformation der Geschäftsprozesse, nicht nur innerhalb des einzelnen Unternehmens, sondern auch von unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsprozessen (Supply Chain), auf die Unternehmensorganisation und die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter auswirken.

Das betrifft vor allem den Einsatz der Ressource „Mensch“, denn aufgrund des hohen Automatisierungsniveaus durch CPS muss die Mensch-Maschine-Schnittstelle neu definiert werden: „Die Technik ist nicht mehr länger passives Objekt, sondern wird zum handlungsfähigen Akteur (anpassungsintelligente Produktion).“ (Technische Universität Dortmund, Wandel von Produktionsarbeit – „Industrie 4.0“, Soziologisches Arbeitspapier Nr. 38/2014).

Neue Anforderungen an alle Berufsgruppen

Grundsätzlich stellt sich die Frage, inwieweit die Mitarbeiter zukünftig fähig sein werden, autonome Systeme zu kontrollieren, für diese verantwortlich zu sein und bei Störungen kompetent einzugreifen. Dies beinhaltet nicht nur eine IT-nahe Qualifikation und ein tiefes Prozess-Know-how, sondern auch die Einbindung von Erfahrungskompetenz, z. B. im Falle einer Störung, die nicht automatisiert abgebildet werden kann.

Und trotzdem kann es passieren, dass der qualifizierte Facharbeiter möglicherweise nicht mehr gebraucht oder zu einfachen Hilfstätigkeiten, die nicht oder nur ineffizient automatisiert werden können, degradiert wird, weil seine Arbeitsschritte von intelligenten Produktionsmaschinen selbstständig geplant, gerüstet und ausgeführt werden. Hier werden sich bezüglich der Mitarbeiterqualifikation neue Dimensionen auftun.

Um die Unternehmen auf diese anstehenden Entwicklungen vorzubereiten, sollten deshalb frühzeitig alle beteiligten Mitarbeiter eingebunden und Projekte zur Automatisierung und Digitalisierung der direkten und indirekten Geschäftsprozesse aufgesetzt werden. Eine Untersuchung der Bank Ing-DiBa lässt dabei vermuten, dass viele Berufsgruppen dem Risiko unterliegen, durch Industrie 4.0 in den nächsten 20 Jahren überflüssig zu werden; nicht nur Facharbeiter, sondern auch Ingenieure.

Mitarbeiter in Umstellung einbinden

Wie in den gängigen Managementsystemen (ISO 9001 und ISO/IEC 27001) bereits gefordert, müssen die Unternehmen die notwendigen Kompetenzen der Mitarbeiter ermitteln und entsprechende Qualifizierungsprogramme aufsetzen. Das gilt insbesondere in Hinblick auf das Bewusstsein der Mitarbeiter, welche Auswirkung die eigene Tätigkeit auf die erbrachten Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Prozesskette hat.

Weitere Themen zur Einbindung der Mitarbeiter in den Umstellungsprozess auf Industrie 4.0 sind die betriebliche Mitbestimmung, flexiblere Arbeitszeitsysteme und individuellere Formen der Vergütung. Selbstorga-nisation und dezentrale Entscheidungsfindung gewinnen dabei an Bedeutung.

Digitalisierung als Chance für Unternehmen

Die Automatisierung der Fertigungsprozesse (computer integrated manufacturing = CIM) macht bereits seit den 1990er-Jahren vielerorts Fortschritte, dagegen sind digitale Geschäftsmodelle nur in Ansätzen erkennbar. Dabei schätzt der Branchenverband HDE, dass der Anteil des Online-Handels am Einzelhandelsumsatz, derzeit bei rund 9 Prozent, bis 2020 auf 20 Prozent in Deutschland steigen wird. Auch der Branchenverband BITKOM rechnet bei cloud-basierten Dienstleistungen mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 35 Prozent.

Ähnliches gilt für die Vermarktung von Big Data, der Auswertung von Datenströmen intelligenter Objekte, auf deren Basis sich innovative Services und Angebote entwickeln lassen. Digitalisierung und Automatisierung eröffnen also neue Wege der unternehmerischen Ausrichtung, die das Potenzial für große Wachstumssprünge besitzen, weil sie den Vergleich, die Vermittlung und die Koordinierung von Diensten und Dienstleistern revolutionieren – über Social-Media-Analysen, Open-Innovation-Plattformen und Big-Data-Anwendungen. Weitere Stichworte in diesem Zusammenhang sind Shared Economy (Dienste, Produkte oder Inhalte werden gemeinsam genutzt) und „hybride“ Geschäftsmodelle (Smart Services).

Start-ups und etablierte Unternehmen verbinden

Das volle Potenzial von Industrie 4.0 wird sich hier am besten ausschöpfen lassen, wenn alle Akteure – kreative Start-ups und etablierte Unternehmen – auf der Basis eines Erfahrungsaustausches zusammenarbeiten. Ein Schritt in diese Richtung war die Gründung der Plattform „Industrie 4.0“ durch die Branchenverbände VDMA, ZVEI und BITKOM im April 2013, die mittlerweile auch von der Bundesregierung, den Gewerkschaften und der Wissenschaft getragen wird und den anstehenden digitalen Strukturwandel in der Industrie koordinieren und geordnet gestalten soll.


Inhaltsverzeichnis

Andreas Altena, ist Geschäftsführer der Sollence GmbH in Krefeld. Seine Kernkompetenzen sind Qualitäts-, Informationssicherheit-, Datenschutz- und (IT-) Service-Managementsysteme, Service-Excellence sowie integrierte Systeme.
Seit 2007 begutachtet er als DQS-Excellence-Auditor national und international Managementsysteme in den genannten Bereichen.
Seit 2012 ist er Trainer und Experte für die DGQ-Weiterbildung in den Bereichen Qualitätsmanagement, Informationssicherheit und in der Auditorenausbildung.

Sabine Roeb-Vollmer, ist selbstständig seit 1991 als Beraterin und DQS-Senior-Auditleiterin spezialisiert auf die Implementierung und Weiterentwicklung von integrierten Qualitäts-, Informationssicherheits- und Service- Managementsystemen.

Sollence GmbH
T 02151 3617913
mail <AT> sollence.de

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