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17.10.2018

Multisensor-Koordinatenmessgeräte mit horizontaler oder vertikaler Werkstückspannung von Werth

Wellenmesstechnik die mehr kann

Multisensor-Koordinatenmessgeräte mit horizontaler oder vertikaler Werkstückspannung erfassen unter anderem schnell und automatisch die vollständige Außenkontur einer Welle. Dafür kombiniert das Rasterscanning HD eine geringe Messunsicherheit mit einer hohen Messgeschwindigkeit.

Multisensor-Koordinatenmessgerät mit geschützten mechanischen Führungen für den fertigungsnahen Einsatz. (© Werth)

Gerade im Sektor der Antriebswellen sind immer engere Toleranzen von wenigen Mikrometern an der Tagesordnung. Merkmale wie Steuernocken, Querbohrungen, Lauf- oder Steckverzahnungen erfordern flexible Messtechnik mit geringsten Messunsicherheiten und disqualifizieren konventionelle Wellenmessgeräte.

Für die vollständige Messung einer solchen Welle sind Multisensor-Koordinatenmessgeräte sowohl mit horizontaler als auch mit vertikaler Werkstückspannung einsetzbar. Eine horizontale Werkstückspannung ermöglicht gerade bei kleinen, kurzen Wellen eine optimale Zugänglichkeit des Messvolumens, wohingegen die vertikale Werkstückaufnahme die schwerkraftbedingte Durchbiegung der Welle verhindert.

Baureihe ist für den fertigungsnahen Einsatz ausgestattet

Die ScopeCheck-Baureihe von Werth Messtechnik, Gießen, ist mit geschützten mechanischen Führungen für den fertigungsnahen Einsatz ausgestattet. Ein geschlossenes Messvolumen, auf Wunsch auch mit Überdruck für eine staubfreie Messung, und eine integrierte Temperaturkompensation ermöglichen Spezifikationen im unteren Mikrometerbereich.

Die VideoCheck-Geräte erreichen laut Hersteller geringere Messunsicherheiten als jedes andere am Markt verfügbare Wellenmessgerät. Sie wurden für das Messlabor entworfen und bieten eine stabile Granitbasis mit luftgelagerten Achsen für das Messen selbst kleinster Merkmale in höchster Präzision.

Wellenmessgerät für zylindrische Werkstücke (© Werth)

Typische Messaufgaben an zylindrischen Werkstücken sind die schnelle Messung von Durchmessern und Längen, aber auch von Einstichen, Freiformkonturen und Rundläufen. Für diesen Zweck eignen sich besonders Koordinatenmessgeräte mit Bildverarbeitungssensor, die eine hohe Messgeschwindigkeit gewährleisten. Ein großer Telezentriebereich mit konstanter Bildgröße und ein auf die Apertur der Optik abgestimmtes telezentrisches Durchlicht sorgen für eine Optimierung der optischen Abbildung. Die mathematische Korrektur der verbleibenden Effekte komplettiert das System und sorgt für höchste Präzision, so der Hersteller. Hohe Vergrößerungen machen es möglich, auch kleinste Einstiche prozesssicher zu messen.

Mit der Konturbildverarbeitung können beliebige Freiformkonturen erfasst und für eine maßliche Auswertung oder den Vergleich mit dem CAD-Modell herangezogen werden. Im Gegensatz zum sogenannten Edge Finder erkennt die Konturbildverarbeitung nicht nur einzelne Punkte, sondern die gesamte Kontur und sorgt mit vielfältigen Filtermöglichkeiten für prozesssichere Messabläufe.

Schnelle und einfache Auswertung im Rasterbild

Dank Rasterscanning HD bieten Werth-Koordinatenmessgeräte die Möglichkeit, die komplette Außengeometrie der Welle automatisch und ohne Start-Stopp-Zyklen zu erfassen. Dabei werden während der Messung mehrere Bilder überlagert und gemittelt (Patent). Dies ermöglicht Messungen mit geringen Messunsicherheiten und hohen Messgeschwindigkeiten, die nach Firmenangaben bisher Laserabstandssensoren vorbehalten waren.

Die Messung mit Rasterscanning HD ROT macht es möglich, Zylindermantelflächen im Auflicht zu erfassen und als abgewickeltes Gesamtbild darzustellen. Dies ist besonders für CAD-Vergleiche und maßliche Auswertungen von Steuerkurven interessant. Eine dreidimensionale Taumelkompensation während der Messung gewährleistet eine hohe Präzision.

Eng tolerierte Längenmaße und Planläufe an Wellen sind ein klassisches Einsatzgebiet von taktilen Sensoren. Messende Tastsysteme punkten durch hohe Messgeschwindigkeit bei hoher Punktedichte und einfacher Bedienung. Der patentierte Werth Fasertaster WFP kann mit Tastkugeldurchmessern von 20 µm bis etwa 200 µm fertigungsnah eingesetzt werden und ermöglicht die optimale Anpassung an die jeweilige Messaufgabe. Mit diesem Mikrotaster können auch Rauheitsmessungen durchgeführt werden.

Die Programmierung der Messabläufe erfolgt entweder CAD-gestützt oder durch einfaches Einlernen an der Welle. Zahlreiche Funktionen auch für spezielle Anwendungen gewährleisten einen hohen Bedienkomfort und größte Flexibilität. Eine automatische Verteilung der Messpunkte unterstützt den Anwender sowohl bei Regelgeometrien und Läufen als auch bei komplexen Aufgaben. Durch diese Bedienerführung lassen sich auch Verzahnungsmessungen mit normgerechter Auswertung beispielsweise nach DIN 3968 offline vorbereiten, wodurch sie bereits vor Produktionsbeginn verfügbar sind. W

Werth Messtechnik GmbH
www.werth.de

Unternehmensinformation

Werth Messtechnik GmbH

Siemensstr. 19
DE 35394 Gießen
Tel.: 0641 7938-0
Fax: 0641 7938-719

Internet:www.werth.de
E-Mail: mail <AT> werth.de



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