nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
02.03.2011

Rotarex-Katheter

Reproduzierbare Bedingungen

Rotarex-Katheter

Rotarex-Katheter

Hinter dem etwas launigen Begriff Schaufensterkrankheit verbirgt sich eine schmerzhafte Durchblutungsstörung, die durch den Verschluss der Beinarterien verursacht wird. Diese Gefäßveränderungen werden mit Rotablation ("Auffräsen") und Thrombektomie (Entfernung von Gerinnseln) oder anderen interventionellen Therapien behandelt. Da eine fehlende Durchblutung schon nach relativ kurzer Zeit das Muskelgewebe irreversibel schädigen kann, müssen die verschlossenen Arterien so schnell wie möglich wieder durchgängig gemacht werden. In vielen ambulant durchgeführten Behandlungen wurde dabei der Rotarex-Katheter vom Schweizer Unternehmen Straub Medical, Wangs, eingesetzt.

Der Katheter besteht aus einem Katheterschaft mit einem rotierenden Kopfteil. Ein Elektromotor treibt eine im Katheder verlaufende Stahlspirale an, die sich mit 40.000 bis 60.000 U/min dreht. Die Stahlspirale ist die Antriebswelle für den Katheterkopf und zugleich archimedische Pumpe. Der Kopf des Katheters besteht aus zwei übereinanderliegenden Zylindern mit Öffnungen an den Seiten. Der innere Zylinder sitzt fest auf dem Katheterschaft, der äußere wird durch die Stahlspirale angetrieben und löst beim Rotieren die Blutgerinnsel und die anderen Ablagerungen in der Arterie ab.

Die rotierende Spirale erzeugt zusätzlich einen Unterdruck, der das abgelöste Material in den Katheter hineinsaugt. Dort wird das Material mit einer rotierenden Klinge in Mikropartikel zerkleinert und mittels der Spirale aus dem Körper hinausbefördert. Mittlerweile gibt es das Katheter-System für Arterien mit einem Durchmesser von 3 bis 8 mm. Der Katheter muss im vorderen Bereich weich und flexibel sein, damit er den Kurven und Biegungen der Blutgefäße folgen kann. Der längere, hintere Schaft des Katheters muss zunehmend biegesteif werden, um diesen sicher im Blutgefäß manipulieren zu können. Insgesamt darf das System nicht zu starr sein, damit der Katheter nicht die Wände der Blutgefäße verletzt.

Um die Biegesteifigkeit des Katheterschafts zu überprüfen, baute man bei Alluris, Freiburg, ein Blutgefäß aus Kunststoff mit entsprechenden Windungen nach. Mit dem Kraft-Weg-Messsystem FMT-450 Force Tester von Alluris wurden die beim schubweisen Einführen des Katheters auftretenden Kräfte ermittelt und in Relation zum Weg aufgezeichnet.

Jeder einzelne Vorschub des Katheters muss unter absolut reproduzierbaren Bedingungen stattfindet. Dazu wird die Kraftmesseinheit nach jedem Einzelschub vom Katheter getrennt, zurückgefahren und wieder ankoppelt. Dieser Vorgang entspricht dem realen Einsatz, bei dem der Katheter mit dem Fräskopf von Hand Stück für Stück bis an die gewünschte Stelle eingeführt wird. Dazu lässt sich am Kraft-Weg-Messsystem der Testablauf in der zentralen Bedieneinheit so programmieren, dass sowohl die Wegstrecke des einzelnen Vorschubs als auch die Anzahl der Bewegungsabläufe für das jeweils zu prüfende Produkt festgelegt wird.

Entsprechend den hohen Anforderungen an die Messgenauigkeit und Präzision der Führung besitzt der Force Tester einen Kugelspindelantrieb mit einer Wiederholpräzision von 0,01 mm. Ruckartiges ,Anfahren' der einzelnen Schübe wird durch die Steuerung in Kombination mit der Kugelumlaufführung vermieden. Dadurch ist eine genaue Kraft-, Weg- und Zeitmessung möglich.

Der maximale Verfahrweg des horizontalen Systems liegt nach Firmenangaben bei 150 mm und wird intern auf 0,24 µm aufgelöst. Die Ergebnisse der einzelnen Vorschübe werden in der Steuerung als Gesamtstrecke zusammengefasst, sodass sich eine Messreihe mit einer beliebig langen, von dem eigentlichen Messweg der Maschine unabhängigen Wegstrecke ergibt.

Die dynamische Messwerterfassung zeichnet nur dann neue Messwertpaare auf, wenn sich der Kraftwert ändert. So werden Wegstrecken, die ohne Kraftänderung ablaufen, interpoliert. Die auf diese Art ermittelten Messreihen zeigen, dass wegen der Reibung an der Gefäßwand im Bereich der Windung sehr viel größere Kräfte zum Einschieben nötig sind als bei dem geraden Weg.

Die bei der Rotarex-Prüfung eingesetzte Variante des Testsystems arbeitet laut Hersteller mit einer maximalen Druckkraft von bis zu 1.000 N und einer Messgenauigkeit von 0,001 N und 0,01 mm, in Abhängigkeit von der jeweils eingesetzten, austauschbaren Kraftmesszelle. Die Kraftmesszelle wandelt die analogen Messsignale in digitale um, die an die Steuerung übertragen werden. Die interne Verarbeitungsgeschwindigkeit des D/A-Wandlers beträgt 1.000 Hz, die Übertragungsgeschwindigkeit zur Steuerung 100 Hz. Beim Einschalten erfolgt gleichzeitig eine Temperaturkompensation.

Neben der Reibwertprüfung an den Kathetern wird das Testsystem auch für Druck- und Zugkraftprüfungen an den Komponenten eingesetzt. Hierzu können die acht Standardprogramme genutzt werden, die mit allen Kraft-Weg-Messsystemen ausgeliefert werden.

Unternehmensinformation

Alluris GmbH & Co KG

Basler Str. 65
DE 79100 Freiburg
Tel.: 0761 47979-30
Fax: 0761 47979-44

Internet:www.alluris.de
E-Mail: info <AT> alluris.de


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen