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07.02.2003

Rissprüfanlage für Rohrenden

Kontaktlose Magnetpulverprüfung von Rohrenden

Rissprüfanlage für Rohrenden

Rissprüfanlage für Rohrenden

Das zerstörungsfreie Prüfen von Rohren unterliegt Richtlinien, die einerseits von Normen und andererseits durch Zusatzanforderungen der Anwender vorgegeben sind. Diesen Anforderungen wollen der Spezialist für zerstörungsfreie Oberflächenprüfung Tiede, Essingen, und der Hersteller von Ölfeldrohren Voestalpine Tubulars, Kindberg/Österrreich, mit einer neuen Prüfanlage gerecht werden.

Beide Unternehmen entwickelten eine Rissprüfanlage für Rohrenden und bauten diese in die Prüflinie des Rohrherstellers ein. Die Anlage gewährleistet eine 100%-Kontrolle in Längs-, Schräg- und Querrichtung von Rohrenden mit einem Durchmesser von 48 bis 180mm sowie unterschiedlichen Wanddicken.

Nach dem Abschluss mehrerer Vorversuche begann im Dezember 2001 die Realisierung dieses Projekts. Um die geforderten Taktzeiten sicher zu erreichen, erfolgt das Magnetisieren und Bespülen der Rohre in Lagen von bis zu vier Stück. Das Zirkularfeld (Längsfehlerprüfung) wird durch ca. 15m lange, isolierte Kupferlanzen aufgebracht, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,8m/s durch das Rohr geschoben werden und am Ende ihres Verfahrwegs über Kontaktstellen den Stromkreis (Wechselstrom) schließen. Die einzelnen Kupferlanzen werden durch Servomotor und Zahnriementrieb angetrieben. Magnetisierungsspulen (Gleichstrom) überfahren das Rohrende ca. 320mm und induzieren ein Längsfeld (Querfehlerprüfung).

Das Bespülen der Rohrenden mit fluoreszierender Magnetpulver-Suspension erfolgt an der Außenoberfläche mit je zwei vor den Spulenöffnungen angebrachten Ringduschen. Die Innenoberfläche wird mittels eines Sprühsystems bespült, das in die Kupferlanze integriert ist. Beide Magnetisierungen erfolgen gleichzeitig. Man spricht von einer kombinierten Prüfung. Für das Begutachten der Rohrenden werden die Rohre in Rotation versetzt und in Inspektionskabinen geprüft, die an beiden Seiten der Anlage nach der jeweiligen Magnetisierungsstation angebracht sind. Jede Kabine verfügt über zwei Betrachtungsplätze, die mit je einer stationären Super-UV-Lampe für die Außenbetrachtung und einer beweglichen UV-Lampe für die Innenbetrachtung ausgestattet sind. Diese werden zur Rissauswertung mit fluoreszierendem Prüfmittel benötigt. In der Kabine befindet sich auch ein Operator-Tableau zum Steuern und Überwachen der Verfah-
rensparameter. Fehlerhafte Rohre werden markiert und am Ende des Prüfdurchlaufs automatisch aus der Linie ausgeschleust. Nach der Begutachtung werden die Rohr-enden abmagnetisiert, um den vorgeschriebenen Wert für den Restmagnetismus zu erreichen. Die Installation und Inbetriebnahme der ca. 50¥20m großen Anlage bei dem Rohrhersteller war eine große Herausforderung. Das vorgegebene, knapp bemessene Zeitfenster konnte nur durch eine ausgeklügelte Transportlogistik (fünf 40-Tonner-LKWs) und Rund-um-die-Uhr-Einsatz der Montage- und Inbetriebnahmemannschaften beider Unternehmen eingehalten werden. Seit Ende September 2002 ist ein nahezu störungsfreier dreischichtiger Prüfbetrieb gewährleistet.

Unternehmensinformation

Tiede GmbH & Co Rissprüfanlagen

Bahnhofstr. 94-98
DE 73457 Essingen
Tel.: 07365 81-0
Fax: 07365 81-449

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