nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
08.04.2016

Maurer-Degaussing-Verfahren zur Entmagnetisierung von Teilen von Maurer Magnetic

Restmagnetismus – der unsichtbare Feind

In vielen Fällen ist die Wirkung herkömmlicher Entmagnetisierverfahren unzureichend. Mit einem neuen Verfahren lassen sich behandelte Teile restlos entmagnetisieren.

Maurer-Degaussing-Verfahren zur Entmagnetisierung von Teilen (© Maurer)

Restmagnetismus in ferromagnetischen Bauteilen und Strukturen stellt einen erheblichen Qualitätsmangel dar (Bild 1). Häufige Ursache: In vielen Fällen ist die Wirkung herkömmlicher Entmagnetisierverfahren unzureichend. Die Teile weisen damit die gleichen Mängel wie vor dem Entmagnetisieren auf. Die Schweizer Firma Maurer Magnetic, Grüningen, schafft es nach eigenen Angaben hingegen mit ihrem Maurer-Degaussing-Verfahren, die behandelten Teile restlos zu entmagnetisieren (Bild 2). Dadurch entfallen negative Folgen für den Produzenten und dessen Kunden.

Gefährlicher Restmagnetismus

Zulieferer der Automobilindustrie entmagnetisieren ihre Produkte während der Produktion oftmals mehrfach, um die geforderten Grenzwerte, z. B. 2 A/cm bei medienberührenden Komponenten für Kraftstoff-Pumpsysteme, einzuhalten. Dennoch stellen die Abnehmer immer wieder fest, dass die gelieferten Teile eine weitaus höhere Feldstärke aufweisen, als es zulässig wäre.

Entmagnetsiertes Teil (© Maurer)

Entmagnetisierungsspezialist Albert Maurer erläutert: "Die üblicherweise angewendeten Entmagnetisierungsverfahren hinterlassen im Material mehrheitlich versteckten Restmagnetismus. Dieser Restmagnetismus ist gefährlich, da er der Ausgangspunkt für negative Eigenschaften wie die eigene Remagnetisierung des Materials innerhalb kurzer Zeit sein kann. Erschütterungen oder die räumliche Nähe zu anderen magnetisierten Teilen begünstigen dies."

Zu den Folgen gehören Verschleiß und Oberflächendefekte durch Partikelanhaftung, Rückverschmutzung und Beschichtungsfehler der Teile. Auch in nicht ganz offensichtlichen Belangen ist Restmagnetismus störend:

  • Materialabtrag durch Lichtbogenüberschläge in schnell laufenden Turbinen und Pumpen,
  • frühzeitige magnetisch bedingte Lagerausfälle bei Gleit-, Kugel- und Wälzlagern,
  • Störung sensibler Mess- und Navigationseinheiten in Luft- und Raumfahrt (Magnetische Cleanness),
  • Rissbildung und dramatischer Festigkeitsverlust durch magnetische Wasserstoffversprödung.

In der Vergangenheit entpuppten sich vermeintlich gut entmagnetisierte Teile als magnetische Zeitbomben. Um Materialien nachhaltig zu entmagnetisieren, ist die Wahl des Verfahrens bei der Entmagnetisierung also extrem wichtig.

Unwirtschaftliches Glühen

Der Nobelpreisträger Pierre Curie entdeckte, dass Metalle ihre ferromagnetischen Eigenschaften vollständig verlieren, wenn man sie über eine bestimmte Temperatur ("Curie-Temperatur") hinaus erhitzt. Die Curie-Temperatur ist eine Materialkonstante und beträgt bei Eisen 768 °C. Durch das Abkühlen bildet sich eine amorphe und neutrale magnetische Struktur aus Domänen (Weiss‘schen Bezirken) und Bloch-Wänden.

Komplette Baugruppen würden jedoch bei einer solchen Behandlung Schaden nehmen. Aber auch das Glühen einzelner Teile ist aufgrund des Energieverbrauchs und der Bearbeitungszeit unwirtschaftlich.

Gründliche Entmagnetisierung

Das Maurer-Degaussing-Verfahren ist nach Firmenangaben derzeit das gründlichste nichtthermische Entmagnetisierungsverfahren. Das Verfahren neutralisiert das ferromagnetische Material nahezu vollständig. Beobachtungen haben gezeigt, dass es mit demselben vorteilhaften magnetischen Selbstheilungseffekt wie das Glühen ausgestattet ist. Weil das neue Verfahren nahe an den magnetischen Idealzustand herankommt, nennen die Schweizer Spezialisten ihre Vorgehensweise folglich auch "Curiesieren". Beim Maurer Degaussing handelt es sich um ein eigenentwickeltes, patentiertes Pulsentmagnetisierungsverfahren.

Damit können laut Maurer Werkstücke aller Branchen in nahezu allen Dimensionen und Formen nachhaltig entmagnetisiert werden. Beispiele sind Großteile von mehreren Tonnen Gewicht, Hartmetall, Packungen mit Nadeln oder Kanülen, komplett befüllte Waschkörbe, Sinterteile, zusammengebaute Teile (Baugruppen), Behälter voll mit technischen Federn, Teile in Stahlbehältern usw.

Albert Maurer resümiert: "Von uns werden die magnetischen Momente auf Bauteilen tief und nachhaltig in ihrer ferromagnetischen Struktur ,curiesiert‘." Dies spare Zeit, Kosten, Folgeschäden und fördere die Kundenzufriedenheit. W

Control: Halle 1, Stand 1129

Unternehmensinformation

Maurer Magnetic AG

Industriestr. 8
CH 8627 GRÜNINGEN
Tel.: +41 44 936-6040
Fax: +41 44 936-6048

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen