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31.08.2016

Neue Norm DIN EN ISO 1938-1

Neue Norm für Ausführung von Grenzlehren

Die DIN EN ISO 1938-1 löste im März 2016 die DIN 7150-2 ab, die in ihren Grundzügen seit über 50 Jahren die Berechnungsgrundlage von Grenzlehren war. Für einen bestimmten Teil der Grenzlehren hat sich nun die Berechnung geändert.

Neue Norm für Ausführung von Grenzlehren (© Perschmann)

Betroffen von den neuen Vorgaben sind die Grenzlehren, die nicht mit einer ISO-Toleranz nach DIN EN ISO 286 beschriftet sind, sondern mit einer Werkstücktoleranz (Bild 1). Solche Grenzlehren wurden bisher berechnet, indem nach der Größe der Werkstücktoleranz eine entsprechende IT-Toleranzklasse in einer Tabelle der DIN 7150-2 ausgewählt und die Größen der Berechnungsparameter ausgelesen wurden.

Nach der neuen DIN EN ISO 1938-1 hat sich die Vorgehensweise dahingehend geändert, dass man nun die Werte der Berechnungsparameter aus der nächst kleineren IT-Toleranzklasse auswählt. Die Konsequenz sind häufig kleinere Werte, die bei den Parametern H/2 für die Lehrentoleranz und z für das Abnutzungsmaß die größten Auswirkungen auf die Lehrenberechnung haben. Es muss aber nicht zwangsläufig zu veränderten Parametern kommen, weil die Tabellen in den Normen häufig gleiche Parameter für mehrere IT-Toleranzklassen ausweisen.

Das Beispiel in Tabelle 1 zeigt, dass es bei größeren Werkstücktoleranzen zu beträchtlichen Unterschieden in der Ausführung der Gutseite der Grenzlehre kommen kann. Bei den Ausschussseiten wird die Toleranz kleiner, es gibt aber keine Verschiebung im Nennmaß.

Tabelle 1. Beispiel für einen Grenzlehrdorn mit der Werkstücktoleranz 8 mm + 0,2 mm

Leider sind die Grenzlehren in der Regel nicht mit der Norm gekennzeichnet, nach der sie gefertigt werden. Ein Vergleich der Kalibrierscheine kann hier für Klarheit sorgen.

Einheitlich angewandte DIN-Norm

Niemand muss befürchten, dass diese Normenänderung zu erhöhtem Ausschuss in der Fertigung führt. Das verringerte Abnutzungsmaß kommt der Fertigung zugute, die Toleranz kann besser ausgenutzt werden.

Es kann zu widersprüchlichen Ergebnissen bei der Lehrung der Werkstücke kommen. Wenn z. B. in der Fertigung eine neu beschaffte Grenzlehre nach DIN EN ISO 1938-1 zum Einsatz kommt und in der Endprüfung oder im Wareneingang des Kunden mit einer Grenzlehre nach DIN 7150-2 geprüft wird, dann kann es zur unberechtigten Zurückweisung der Lieferung kommen.

Ein genauer Abgleich zwischen den verwendeten Lehren ist notwendig. Die Verwendung von speziellen Abnahmelehren ohne das Abnutzungsmaß z kann falschen Beurteilungen vorbeugen.

Fehlende Kennzeichnung schafft Verwirrung

Alle neu gefertigten Grenzlehren müssen nach den Vorgaben der DIN EN ISO 1938-1 ausgeführt sein und entsprechend kalibriert werden. Diese Norm wirkt aber nicht rückwirkend auf ältere Lehren. Der sich zum Teil seit Jahren im Einsatz befindende Lehrenbestand nach DIN 7150-2 kann bei der nächsten Kalibrierung nicht einfach aussortiert werden, denn diese Lehren haben in der Vergangenheit gut funktioniert.

Es wird in den nächsten Jahren zu einer Vermischung von Grenzlehren mit unterschiedlicher Normengrundlage im Bestand der Anwender kommen. Die fehlende Kennzeichnung an den Lehren lässt den Anwender im Unklaren, mit welcher Ausführung der Lehre er gerade seine Prüfung durchführt. Auf die Kalibrierlaboratorien kommen durch die fehlende Kennzeichnung Probleme bei der Zuordnung der Lehren zu. Bei einer Rekalibrierung kann auf den vorhandenen Datenbestand zurückgegriffen werden. Liegt ein Grenzlehrdorn zur ersten Kalibrierung vor, kann im Zweifelsfall eine Messung der Gutseite notwendig werden, um die Lehre einer der beiden Normen zuzuordnen.

Welche Norm bei der Kalibrierung angewendet wurde, muss auf den Kalibrierscheinen ausgewiesen werden, damit die Anwender sich informieren können. Betroffen sind Grenzlehren wie Lehrdorne, Lehrringe und Rachenlehren, die nicht mit einer ISO-Toleranz nach DIN EN ISO 286 beschriftet sind. Eine Auswertung unseres umfangreichen Datenbestands hat ergeben, dass circa 20 Prozent der Grenzlehren betroffen sind, wobei die Lehrdorne mit fast 90 Prozent aller Lehren den Hauptanteil einnehmen.
Heiner Klimke

Perschmann Calibration GmbH
www.perschmann-calibration.de

Unternehmensinformation

Perschmann Calibration GmbH

Hauptstr. 46 d
DE 38110 Braunschweig
Tel.: 05307 933-200
Fax: 05307 933-191

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