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19.09.2019

Mathworks: Matlab und Simulink mit neuen Funktionen

Mathworks hat sein Release 2019b mit einer Reihe neuer Funktionen in Matlab und Simulink vorgestellt. Dazu gehören Funktionen für die künstliche Intelligenz, das Deep Learning und die Automobilindustrie.

Außerdem umfasst R2019b neue Produkte für die Robotik, neues Schulungsmaterial für die Modellierung ereignisbasierter Systeme sowie Updates und Fehlerbehebungen in den MATLAB- und Simulink-Produktfamilien. Das Release umfasst die folgenden neue Funktionen:

Matlab

Zu den neuen Funktionen gehört die Einführung von Tasks im Live Editor. Damit können Benutzer interaktiv Parameter untersuchen, Daten vorverarbeiten und Code generieren, der Teil des Live-Skripts wird. Benutzer können sich nun auf ihre Aufgabe, statt auf die Syntax oder komplexen Code konzentrieren. Sie können generierten Code automatisch ausführen, um mithilfe einer Visualisierung schnell Iterationen für Parameter durchzuführen.

Simulink

Zu den Highlights gehört der neue Toolstrip, über den Anwender auf Funktionen zugreifen und diese auffinden können, sobald diese benötigt werden. Im Toolstrip sind die Registerkarten nach Workflow angeordnet und nach Nutzungshäufigkeit sortiert. Dies spart Zeit beim Navigieren und Suchen.

Künstliche Intelligenz und Deep Learning

Neue Funktionen der Deep Learning Toolbox ermöglichen es Anwendern, erweiterte Netzarchitekturen mit benutzerdefinierten Trainings-Schleifen, automatischer Differenzierung, gemeinsamen Gewichtungen und benutzerdefinierten Verlustfunktionen zu trainieren.

Außerdem können Anwender jetzt Generative Adversarial Networks (GANs), Siamesische Netze, Auto-Encoder mit Variationen und Attention-Netze erstellen. Des Weiteren ermöglicht die Deep Learning Toolbox nun den Export von Netzen, in denen CNN- und LSTM-Ebenen kombiniert sind, sowie von Netzen, die 3D-CNN-Ebenen enthalten, in das ONNX-Format.

Automobilindustrie

R2019b führt mit mehreren Produkten zudem wichtige Funktionen zur Unterstützung der Automobilindustrie ein, darunter die folgenden:

1. Automated Driving Toolbox: Unterstützung von 3D-Simulationen, einschließlich der Möglichkeit, Fahralgorithmen in einer 3D-Umgebung zu entwickeln, zu testen und zu verifizieren, sowie eines Blocks, mit dem Anwender das Geschwindigkeitsprofil eines Fahrwegs unter Beachtung kinematischer Bedingungen erzeugen können.
2. Powertrain Blockset: Die Möglichkeit, ein Deep-Learning-Modell für einen SI-Motor zu generieren, mit dem Anwender Algorithmen entwerfen sowie Fahrzeugleistung, Kraftstoffverbrauch und Emissionen analysieren können. Ebenfalls neu sind Referenzanwendungen für die HEV-Architekturen P0, P1, P3 und P4. Dabei handelt es sich um speziell zusammengestellte Modelle für HIL-Tests, Trade-Off-Analysen und die Optimierung von Regelungsparametern für Hybridfahrzeuge.
3. Sensor Fusion and Tracking Toolbox: Die Möglichkeit, Fusionen zwischen Tracks durchzuführen und dezentrale Trackingsysteme zu entwerfen.
4. Polyspace Bug Finder: Erweiterte Unterstützung von AUTOSAR C++14-Programmierrichtlinien zur Überprüfung auf fehlerhafte Verwendung von Lambda-Ausdrücken, mögliche Probleme mit Aufzählungen und weitere Probleme.

Robotik

Neben neuen Funktionen in der Robotics System Toolbox umfasst R2019b zwei neue Produkte:

1. Die Navigation Toolbox (neu) enthält Algorithmen und Tools für den Entwurf und die Simulation von Systemen, die physikalische oder virtuelle Umgebungen abbilden, lokalisieren, planen und Bewegungen in ihnen berücksichtigen.
2. Die ROS Toolbox (neu) bietet eine Schnittstelle zwischen MATLAB und Simulink und dem Robot Operating System (ROS und ROS2), die es Anwendern ermöglicht, ein Netzwerk aus Knoten zu erstellen, das ROS-Netzwerk zu modellieren und zu simulieren sowie Software für Embedded-Systeme für ROS-Knoten zu generieren.

Mathworks GmbH
www.mathworks.de

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