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07.08.2013

Innsbrucker Verkehrsbetriebe setzen Romer Absolute Arm ein

Sicher auf der Schiene

Romer Absolute Arm

Nach einem Unfall konnten die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) und die Stubaitalbahn GmbH nicht feststellen, ob das Drehgestell der Straßenbahn beschädigt wurde. Daher schafften sie einen mobilen Messarm von Hexagon Metrology an. Mit den Messergebnissen lässt sich beurteilen, ob das Drehgestell verformt ist.

"Wir verfolgen mit dem vor gut einem Jahr angeschafften Romer Absolute Arm das Ziel, Veränderungen am Drehgestell erkennbar zu machen", erläutert Helmut Egger, stellvertretender Werkstattleiter der IVB. "So wie das Drehgestell gebaut ist und wie es gemessen werden kann, stellt der Messarm für uns nicht nur die beste, sondern wohl auch die einzige Alternative für die Vermessung dar."

Ausgangspunkt für die Investition in das Messsystem war ein schwerer Unfall der in den Jahren 2008 bis 2011 in Betrieb genommenen neuen Straßenbahnen. Dabei konnten die Tiroler im Anschluss nicht mit hundertprozentiger Sicherheit klären, ob das Drehgestell beschädigt wurde. Die Einheit, die den Wagenkasten trägt und den Antrieb – Fahrmotor und Getriebe – beinhaltet, wurde zu Bombardier zur Untersuchung geschickt. Auch dort konnte diese Frage nicht abschließend beantwortet werden. Die Ergebnisse der Messungen mit dem Messarm bieten der IVB nun eine Entscheidungsgrundlage zur Beurteilung von Verformungen des Drehgestells.

Gesammelte Ergebnisdaten rechtfertigen den Aufwand

Um die nötigen Daten zu erhalten, erfolgt zunächst die Erstvermessung aller 99 Drehgestelle. Jede Straßenbahn hat drei Drehgestelle, hinzukommen drei Reserve-Einheiten. Die Vermessung wird beim Wechsel der Radreifen durchgeführt, der nach einer Laufzeit von zwei bis drei Jahren anfällt. "Während die Vermessung des Drehgestells mit dem Messarm inklusive Aufbau und Protokollierung drei Stunden dauert, brauchten wir zuvor für die gesamte Aufarbeitung der Einheit mehrere Tage. Denn das Drehgestell muss gereinigt und die Radreifen müssen gewechselt werden", berichtet Helmut Egger. "Nach der Messung bauen wir das Drehgestell schnell wieder in ein Fahrzeug ein, denn wir haben nur wenige in Reserve. Deshalb ist hier höchste Effektivität gefragt."

Aktuell führen die IVB noch die Erstvermessungen durch. Diese sind nicht nur mit großem Aufwand verbunden, sondern stellen auch einen langwierigen Prozess dar. Dieser lohnt sich jedoch, denn die im Turnus von zwei bis drei Jahren beim Wechsel der Radreifen geplanten Vermessungen des Drehgestells geben den Innsbruckern eine gesicherte Datengrundlage. So zum Beispiel mit Blick auf die alle acht Jahre stattfindende gesetzliche Hauptuntersuchung für Straßenbahnen. Mit den gesammelten Daten lassen sich diverse Fragen beantworten: Wie verändert sich das Drehgestell? Wo gibt es Verformungen? Wie wirkt sich der Betrieb in diesem Zeitraum aus? Schließlich legt jede Straßenbahn jährlich ca. 50000 km zurück.

Die mit dem Messarm gewonnenen Daten spielen für die IVB auch bezüglich der längerfristigen Garantieansprüche eine wichtige Rolle. Denn damit haben sie einen Nachweis für Veränderungen. Somit garantiert der Messarm für die Tiroler Sicherheit. Ein weiterer Aspekt ist nach Unfällen von großer Bedeutung: Dank des Arms kann aufgrund der Vergleichsmessungen ermittelt werden, ob das Drehgestell Beschädigungen bzw. Verformungen aufweist. Das Überprüfungsdokument wird nach Unfällen auch Sachverständigen vorgelegt.

Alles unter Kontrolle dank einem langen Arm

Zum Einsatz kommt in Innsbruck der Romer Absolute Arm 7345 mit 4,5m Messlänge – eine Größe, die nach eigenen Angaben nur Hexagon Metrology anbietet. Diese Messlänge brauchen die IVB für das 2,5 m große Drehgestell. Um alle Bereiche davon zu erreichen, benötigen die Tiroler den ‚langen Arm’. Bereits bei der Präsentation des Messsystems überzeugte seine Handlichkeit die IVB. Der Arm wiegt trotz seiner Größe weniger als 9 kg und ist dadurch gleichermaßen mobil wie leicht versetzbar. Durch den ‚Zero G’-Gewichtsausgleich und die Unendlich-Rotation in alle Achsen sind auch die "großen" Messarme perfekt ausbalanciert und damit leicht zu bedienen.

Ein weiteres wichtiges Feature des mobilen Messsystems sind für die IVB im Praxiseinsatz die Absolutdrehgeber. Denn damit muss der Messarm nicht referenziert werden, sondern ist nach dem Einschalten sofort zur Messung bereit. "Auch die automatische Tastererkennung des Systems ist für uns von Vorteil. Denn wir brauchen uns um nichts zu kümmern", betont Helmut Egger. "Wir setzen den jeweiligen Taster ein, und der Messarm erkennt den Tastkopf automatisch. Für uns ein sehr kundenfreundlicher Standard."

Doch nicht nur deswegen hat sich der Messarm 7345 bei den IVB schnell bewährt. Auch seine Messgenauigkeit im 1/100-Bereich ist sehr geschätzt, nicht zuletzt weil er für Vergleichsmessungen genutzt wird. Der Messablauf ist so einfach, dass keine ausgebildeten Messtechniker erforderlich sind: In der Messsoftware sind etwa 100 Messpunkte – inklusive Foto und ggf. Zusatzinfos, z.B. worauf zu achten ist – pro Drehgestell festgelegt worden. Der messende Mitarbeiter kann damit Punkt für Punkt abarbeiten. Im Zuge der Messungen haben die Tiroler bereits herausgefunden, dass es unter den handgefertigten Drehgestellen Abweichungen von vier bis fünf Millimetern gibt.

Theo Drechsel

Hexagon Metrology
www.hexagonmetrology.de

Unternehmensinformation

Hexagon Metrology Marketing & Communications Europe

Mönchmattweg 5
CH 5035 UNTERENTFELDEN
Tel.: +41 62 737-6767
Fax: +41 62 7230734

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