nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
09.10.2017

Drehmomentwerkzeuge prüfen und kalibrieren mit Combitest von Schatz

In die Höhe geschraubt

Um die Zuverlässigkeit und Normkonformität seiner vielfältigen Verschraubungen zu gewährleisten, setzt ein Elektronikfertiger auf mobile Prüfsysteme. Diese tragen dazu bei, die Effizienz in der Elektronikfertigung zu erhöhen.

Zur Prüfung von Schraubverbindungen in der Fertigung setze ein Elektronikfertiger auf ein tragbares Prüfsystem. (© Kistler)

Ein unverzichtbarer Bestandteil vieler elektronischer Baugruppen sind Schraubverbindungen. Das betrifft Leiterplatten, Steuergeräte und viele weitere Produkte, die von der Zollner Elektronik AG, Zandt, nach Auftrag gefertigt werden – sie alle werden durch Schrauben zusammengehalten. Zwar liegt mit der VDI-Richtlinie 2230 ein Standardwerk zur Berechnung und Auslegung hochfester Schraubverbindungen vor; bei der Vielzahl von Branchen, für die Zollner tätig ist, kommen jedoch immer wieder neue, spezifische Normen hinzu.

Die damit einhergehende Komplexität ist keinesfalls zu unterschätzen, wie Michael Zeller, seit 2007 bei Zollner und verantwortlich für Prüfmittelüberwachung und Messtechnik, erläutert: "Insgesamt sind im Unternehmen über 2000 Drehmomentwerkzeuge im Einsatz. Alle mit ihnen montierten Verschraubungen müssen nicht nur normkonform geprüft, auch die Werkzeuge müssen regelmäßig kalibriert werden."

Normgerechte Kalibrierung von Drehmomentwerkzeugen

Die Prüfung und Dokumentation sämtlicher Schraubprozesse wird damit zu einer zentralen Aufgabe für das Unternehmen, um sich für den Fall von Systemausfällen oder Rückrufen abzusichern. "Als ich bei Zollner anfing, wurden die Kalibrierungen noch hauptsächlich extern durchgeführt. Wir waren jedoch mit den Abläufen nicht zufrieden, zumal die eingesetzte Lösung lediglich an die Norm angelehnt war. Deshalb entschieden wir uns, das gesamte Know-how bezüglich Schraubprüfung hier in Zandt zu konsolidieren", so Zeller weiter.

Bei der Recherche nach Lösungsanbietern stieß Zeller auf das Remscheider Unternehmen Schatz, das zur Schweizer Kistler Gruppe gehört und nach eigenen Angaben Technologieführer im Bereich Schraubprüfung ist. Auf einer Fachmesse stellte er den Kontakt her und war schnell überzeugt: "Schatz hat uns sehr gut zugehört. Es hat große Flexibilität bei der Umsetzung bewiesen und nicht nur Lösungen von der Stange geboten. Genau so stellt man sich Beratung vor", sagt Michael Zeller.

Und die Sache rechnet sich: Bei über 2000 Drehmomentwerkzeugen, die mindestens einmal im Jahr kalibriert werden müssen, ergibt sich eine Kostenersparnis von mindestens 60 000 Euro im Jahr – die gewonnene Zeit, die die Werkzeuge sonst außer Haus waren, noch gar nicht eingerechnet.

Welche Produkte sind aktuell bei dem Elektronikfertiger im Einsatz? Zur Prüfung von Schraubverbindungen in der Fertigung setzt dieser auf Inspect Pro: Das tragbare Prüfsystem misst Drehmoment, Vorspannkraft und Drehwinkel und stellt die Prozessfähigkeit bei der Schraubenmontage sicher (Bilder 1 und 2).

Das tragbare Prüfsystem misst Drehmoment, Vorspannkraft und Drehwinkel und stellt die Prozessfähigkeit bei der Schraubenmontage sicher. (© Kistler)

Zudem ist seit 2016 Combitest für die normgerechte und herstellerunabhängige Prüfung und Kalibrierung aller Drehmomentwerkzeuge im Einsatz. Um die Werkzeuge für die Kalibrierung nicht demontieren zu müssen, ergänzte der Hersteller des Prüfsystems dieses um externe Simulatoren. Außerdem wurde speziell für den Elektronikfertiger ein Handling-System integriert, das die Kalibrierung zusätzlich erleichtert.

Umstellung auf interne Lösung in weniger als vier Monaten

Mit den mobilen Prüfsystemen ist es dem Elektronikfertiger gelungen, die interne Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und ein immenses Know-how über unterschiedlichen Schraubprozesse über verschiedene Abteilungen hinweg aufzubauen. Neben der Kostenfrage spielt auch die Prozesssicherheit eine entscheidende Rolle: "Was den Kunden gemein ist, ist der stetige Anstieg der technischen Anforderungen. Je unterschiedlicher die Branchen und Kundengruppen also sind, die wir bedienen, desto mehr Normen und Richtlinien gilt es zu erfüllen", erklärt Michael Zeller.

Die herstellerunabhängige Prüfung aller Drehmomentwerkzeuge unter Einhaltung der jeweils geltenden Normen und Richtlinien ist für den Elektronikfertiger ein großer Erfolg: Mehr als 95 Prozent der Kalibrierungen werden inzwischen kosten- und zeiteffizient intern durchgeführt. Zur außerordentlichen Zufriedenheit mit dem Prüfsystem-Hersteller trug nicht zuletzt die schnelle Umsetzung bei. Nachdem Michael Zeller den Vorstand mit einer Wirtschaftlichkeitsrechnung überzeugt hatte, vergingen vom Start bis zur abschließenden Schulung durch Schatz weniger als vier Monate.

Global einheitliche, rückverfolgbare Prüfkette

Daher ist es kaum überraschend, wenn Zollner die Zusammenarbeit mit Schatz weiter ausbauen will: Zwei zusätzliche InspectPro-Lösungen sind geplant, außerdem ein weiteres Combitest-System für den Standort in Ungarn. "Es wird immer wichtiger werden, alle Normen und Richtlinien, die gemäß Produkthaftung gefordert sind, zu erfüllen. Auch Rückverfolgbarkeit ist entscheidend", ist Zeller überzeugt.

Für die Zukunft hat er deshalb bereits eine Vision, die er "professionelle Prüfkette" nennt: "Wenn das neue Schatz-Combitest für unsere Standorte in Ungarn kommt, werden wir auch die Serverlösung erstmals einsetzen. Das langfristige Ziel ist es, Transparenz über sämtliche Werkzeugstatus an den 18 Standorten weltweit herzustellen und außerdem neue Normvorgaben automatisch einzuspeisen." Damit wäre sichergestellt, dass auf globaler Ebene bei allen Kundenanforderungen nur noch normgerecht verschraubt wird.

Kistler Gruppe
www.schatz.kistler.com

Unternehmensinformation

Schatz GmbH

Kölner Str. 71
DE 42897 Remscheid
Tel.: 02191 698-0
Fax: 02191 60023

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Beispiel-Newsletter ansehen