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03.06.2003

ihd-fixeface

Möbelfronten staubfrei vergüten

Vergleich: Oberfläche links herkömmlich bearbeitet, rechts mittels Thermoglätten

Vergleich: Oberfläche links herkömmlich bearbeitet, rechts mittels Thermoglätten

Der Werkstoff MDF (Mitteldichte Faserplatte) hat das Herstellen profilierter Fronten maßgeblich beeinflusst. Seine Homogenität erlaubt das Bearbeiten von dekorativen Möbelfronten mit CNC-Bearbeitungszentren sowie das Fertigen von Kranz- und Profilleisten mittels Durchlaufmaschinen.

Das Bearbeiten von MDF hat jedoch einen wesentlichen Nachteil. Nach dem Fräsen und Schleifen ist die Oberfläche der Innen- und Außenprofile vergleichsweise rau und saugfähig. Um die Profile lackierfähig zu gestalten, wird die Oberfläche qualitätsabhängig mehrmals geschliffen und gefüllert. Der Zeit- und Materialaufwand dafür ist sehr hoch.

Einen Lösungsansatz für dieses Problem fanden Forscher des Instituts für Holztechnologie Dresden (ihd) schon vor zehn Jahren. Bei dem „Thermoglätten“ wird die Profiloberfläche durch schneidenlose beheizte Werkzeuge verdichtet und geglättet. Die Temperatur bewirkt, dass der Werkstoff an der Oberfläche plastifiziert und die Fasern mit holzeigenen Inhaltsstoffen verklebt werden. Die Verdichtung erhöht die Oberflächenqualität der geglätteten Profile, so dass diese der Qualität der MDF-Plattenoberfläche entspricht. Für industrielle Anwendungen stehen zwei Verfahren zur Auswahl:

  • DurchlaufbearbeitungDie gefräste Kante wird an mehreren elektrisch beheizten Rollen vorbeigeführt (Rollglätten). Daher auch der Name „ihd-rollface“. Mit einer Gegendruckeinrichtung werden die erforderlichen Kräfte aufgebracht. Bisher wurden Geschwindigkeiten bis zu 20m/min erfolgreich realisiert. Durch die Kooperation des ihd mit der Wendt Maschinenbau GmbH & Co. KG werden relativ kleine „ihd-rollface“-Aggregate angeboten, die sich nahezu an jeder Kantenbearbeitungsmaschine installieren lassen.
  • StationärtechnikEin elektrisch beheiztes Glättwerkzeug wird unter gerichteter Krafteinwirkung dem Verlauf des gefrästen Profils nachgeführt. Es ist auf dem separaten Geräteträger eines CNC-Bearbeitungszentrums fest montiert (ihd-fixface) und nicht drehbar gelagert (Fixglätten) und wird durch den Support der CNC-Maschine bewegt. Das Bearbeiten von Innen- und Außenprofilen ist möglich.

Das Verfahren ihd-fixeface wurde zusammen mit dem CNC-Maschinenhersteller MAKA – Max Mayer Maschinenbau GmbH, Nersingen, und dem MDF- Verarbeitungsspezialisten Türenwerke Warnke GmbH & Co. KG, Pinnau, zur Praxisreife geführt.

Beide Verfahren können eingesetzt werden:

  • zum Bearbeiten von Softkanten an Bauteilen aus MDF im Durchlauf,
  • zum rationellen Herstellen lackierfähiger Fronten auf Bearbeitungszentren in einer Aufspannung,
  • zur Verbesserung der mechanischen Oberflächeneigenschaften von Laubhölzern geringer Dichte,
  • zum Beschichten mit dünnen Folien (Transferfinish).

Dabei entfällt der Holzschliff, die Anzahl der Lackschichten und Auftragsmengen reduziert sich, und die Trocknungs- und Durchlaufzeiten verkürzen sich.

Die Dresdner Forscher sehen das Thermoglätten als Schlüsseltechnologie für das Pulverbeschichten. So werde ein Einschicht-Auftrag beim Pulverbeschichten profilierter Bauteile realistisch.

Unternehmensinformation

Institut für Holztechnologie Dresden GmbH

Zellescher Weg 24
DE 01217 Dresden
Tel.: 0351 4662253
Fax: 0351 4662211

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