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21.11.2016

Drehgeber-Baureihe ECI 4000/EBI 4000 von Heidenhain

Induktive Rundumabtastung in Hohlwellen-Ausführung

Modular aufgebaute Drehgeber sind mit weniger Komponenten ausgestattet. Dafür erreichen sie einen Zugewinn an Leistung und einen verschleißfreien Betrieb.

Drehgeber-Baureihe ECI 4000/EBI 4000 (© Heidenhain)

Mit der Drehgeber-Baureihe ECI 4000/EBI 4000 ergänzt Heidenhain, Traunreut, sein bestehendes Programm induktiver Positionsmessgeräte. Die Varianten sind modulare Geräte ohne Eigenlagerung mit einer Hohlwellenabmessung von 90 mm. Sie können die bisher üblichen Zahnriemenantriebe zur Ankopplung eines Motor-Feedbacksystems an Torque-Motoren ersetzen. Außerdem setzen sie neue Maßstäbe in der erreichbaren Regeldynamik, der Zuverlässigkeit sowie der Funktionalität, erklärt der Hersteller. Damit eröffnen sie auch weitere Einsatzmöglichkeiten für induktive Drehgeber, z. B. an hochdynamischen Motoren, Antriebsmodulen und Maschinenkomponenten.

Die Singleturn-Ausführung ECI 4000 weist eine Auflösung von 20 bit auf. Alternativ bietet das Unternehmen mit dem EBI 4000 auch eine Multiturn-Variante an, die über eine Umdrehungszähleroption mit einer Auflösung von 16 bit verfügt und durch eine externe Batterie gepuffert wird. Die induktiven Geräte mit 20 mm Bauhöhe bestehen aus Abtasteinheit und Teilungstrommel.

Prinzip der Rundumabtastung

Die Abtastung ist als sogenannte Rundumabtastung ausgeführt. Dabei ist die komplette Teilungsstruktur der Teilungstrommel (Rotor) mit dem zugehörigen Abtastband der Abtasteinheit (Stator) an der Gewinnung des Positionssignals beteiligt. So wertet der Drehgeber zwei inkrementelle Abtastspuren unterschiedlicher Periodizität aus. Dieses Abtastprinzip soll sich positiv auf die Anbautoleranzen und die Positionsgenauigkeit auswirken. Außerdem soll es weitestgehend über den gesamten Geschwindigkeitsbereich bis 6000 min-1 Positionsabweichungen, wie sie bei einem Versatz des Drehpunkts der Antriebswelle entstehen, kompensieren.

Die Drehgeber sind mit der digitalen Endat-2.2-Schnittstelle ausgestattet. Zusätzlich zur störsicheren Übertragung unterstützt die Schnittstelle auch noch weitere gerätespezifische Funktionalitäten, z. B. die Übertragung der Daten eines geräteinternen und eines externen Temperatursensors oder die Bereitstellung der normierten Bewertungszahlen für die Signaldiagnose. Die Ausgabe dieser Betriebsparameter im geschlossenen Regelkreis erlaubt eine permanente Zustandsüberwachung des Messgeräts.

Für die Geräte ist eine Zertifizierung für SIL 2-Applikationen entsprechend EN 61508 in Planung. Mit entsprechenden Zusatzmaßnahmen in der Folge-Elektronik kann der Sicherheitslevel für die Endat-2.2-Geräte dann auch auf SIL 3 gehoben werden. Die relevanten Fehlerausschlusskriterien für eine sichere mechanische Ankopplung sind Bestandteil der Zertifizierung.

Applikationsgerechte Auslegung der Geräte

Zur Grundkonzeption der montagefreundlichen Geräte gehört die applikationsgerechte Auslegung zur Integration in Motoren und Maschinen, erklärt die Firma. Unter anderem erfüllen sie dafür die Schutzart IP40. Durch einen äußeren und einen inneren Zentrierdurchmesser an der Abtasteinheit bzw. Teilungstrommel lassen sie sich schnell und ohne zusätzliche Justage- oder Prüftools montieren und in Betrieb nehmen. Ein applikationsbedingter axialer Versatz der Teilungstrommel zur Abtasteinheit wird im Bereich von ±1,5 mm toleriert. Ähnlich großzügig ist die maximale Rundlauftoleranz der Antriebswelle mit 0,2 mm bemessen.

Der Arbeitstemperaturbereich reicht bei den Geräten mit Endat-2.2-Schnittstelle bis zu +115 °C. Die Vibrationsbeständigkeit liegt bei 400 m/s² für den Stator und 600 m/s² für den Rotor nach EN 60068-2-6.

Dr. Johannes Heidenhain GmbH
www.heidenhain.de

Unternehmensinformation

Dr. Johannes Heidenhain GmbH

Dr. Johannes-Heidenhain-Str. 5
DE 83301 Traunreut
Tel.: 08669 31-0
Fax: 08669 38609

Internet:www.heidenhain.de
E-Mail: info <AT> heidenhain.de


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