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29.08.2019

eCl@ss: Standards helfen sparen

Datenstandards wie eCl@ss vereinfachen den Handel und die Kommunikation zwischen Unternehmen. Dadurch sparen sie im Schnitt 5,85 Millionen Euro im Jahr. Vor allem im Einkauf und im Vertrieb spart eCl@ss viel Geld, zeigt eine Studie der IW Consult.

Zu welcher Warengruppe gehört ein Produkt? Zu welcher Untergruppe? Welche Eigenheiten hat es? Um Produkte und Dienstleistungen einheitlich beschreiben zu können, gibt es seit rund 19 Jahren den sogenannten eCl@ss Standard. Er bündelt alle relevanten Informationen in einer Klassifizierungsnummer, die andere Nutzer auslesen können. Mit dieser gemeinsamen Sprache können Unternehmen weltweit Daten austauschen und so Prozesse beschleunigen.

Eine Unternehmensbefragung hat ergeben, dass vier von fünf Unternehmen das Tool nutzen, weil es bei Kunden und Lieferanten bereits Standard ist. Für interne Prozesse nutzen bereits rund 40 Prozent der Unternehmen eCl@ss. Sie können mit diesen einheitlichen Standards Kosten senken:

Gibt es keine einheitlichen Standards, müssen Mitarbeiter mit viel Aufwand Produktstammdaten anlegen und pflegen, und das kostet viel Zeit und Geld. Ein Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern kann so fast sechs Millionen Euro pro Jahr einsparen, zeigt die Unternehmensbefragung. Rund jeder vierte Befragte konnte im Einkauf bereits Geld sparen – bei großen Unternehmen war es sogar jeder zweite.

Auch kleine Unternehmen profitieren

Im Vergleich zum Einkauf schneidet der Vertrieb etwas schwächer ab. Hier reduzierten rund 15 Prozent der befragten Unternehmen ihre Kosten mithilfe von eCl@ss. Bei kleineren Betrieben mit weniger als 50 Mitarbeitern lohnt sich das Tool schon eher: Fast jeder Fünfte profitiert überdurchschnittlich stark. Und noch ist Luft nach oben: Ein Viertel der Unternehmen schätzt, dass weitere eCl@ss-Anwendungen noch mehr Geld sparen könnten.

Ein Schritt in Richtung digitales Unternehmen

Noch wird das Potenzial von eCl@ss aber nicht von allen Unternehmen vollständig ausgeschöpft. Denn das Tool erleichtert nicht nur den Handel und die Kommunikation mit anderen Unternehmen, etwa mit den eigenen Kunden. Auch Maschinen können mit den Daten gefüttert werden und dadurch untereinander kommunizieren.

Doch dieser Vorteil wird nicht wahrgenommen. Das wird vor allem deutlich, wenn man sich die Ziele der Nutzer ansieht: Nur 16 Prozent möchten damit eine einheitliche Sprache für das Internet der Dinge schaffen.

IW Consult

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