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24.02.2014

3D-Oberflächeninspektionsanlage von Nextsense

Fehlererkennung auf heißen Oberflächen

3D-Oberflächeninspektionsanlage (Bild: Nextsense)

Surfiles Diris 3D Hot heißt eine von Nextsense, Graz/Österreich, entwickelte stationäre Oberflächeninspektionsanlage zur Inspektion heißer Oberflächen. Diese wird erstmals von einem türkischen Stahlproduzenten eingesetzt, der damit die Produktion von hochgeschwindigkeitstauglichen Eisenbahnschienen optimiert. Die Anlage basiert auf der Laserlichtschnitt-Technologie, die in Echtzeit das berührungslose Prüfen der noch heißen Oberflächen erlaubt. Fehler der Oberflächenstruktur werden somit frühzeitig im Produktionsprozess erkannt. Diese sind besonders ärgerlich: Geschultes Personal kann sie zwar leicht identifizieren – aber erst nach Abkühlung der gewalzten Schiene. Ist die Schiene einer visuellen Inspektion zugänglich, sind zwischenzeitlich schon viele weitere Schienen mit eventuell gleichem Fehler hergestellt worden.

Die Laserlichtschnitt-Technologie erlaubt die Berechnung eines präzisen Höhenprofils. Dazu wird eine Laserlinie auf ein bewegtes Objekt projiziert. Verschiebungen der Laserlinie durch Änderungen der Oberflächenstruktur werden von mehreren Kameras registriert und mittels photometrischer Berechnungen in 3D-Koordinaten umgerechnet. Wurde die Schiene vollständig unter der Laserlinie entlanggeführt, erhält man ein komplettes Höhenprofil des Objekts. Dazu Christoph Böhm, Marketing Manager von NextSense: "Unser Verfahren arbeitet völlig kontaktlos und automatisch. Der Kunde erhält 3D-Informationen in Echtzeit inklusive der räumlichen Tiefe von Produktionsfehlern und einer kompletten Dokumentation."

Das Verfahren kann somit auch für noch heiße Oberflächen eingesetzt werden, wie sie bei der Stahlproduktion unmittelbar nach dem Walzen anzutreffen sind. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile für den Anwender. Die Fehler werden sehr frühzeitig im Produktionsprozess entdeckt, und die Ursachenbeseitigung kann umfangreichere Fehlproduktionen vermeiden. Des Weiteren erlaubt die automatisierte Feh–lererkennung auch die Klassifizierung von Fehlern bzw. anderen Oberflächenstrukturen: Ausbrüche, Aufwalzungen, Riefen oder Schuppen werden genauso erkannt wie Stempelungen und Walzzeichen. Zudem werden Einbuchtungen mit einer Tiefe von wenigen 1/10mm erkannt – und klassifiziert.

Die Automatisierung der Oberflächeninspektion verbessert zusätzlich auch die Arbeitssicherheit beim Umgang mit über 1000 °C heißen Halbzeugen, denn statt Mitarbeitern halten Kameras der Hitze stand. Ein weiterer Vorteil ist die vollständige Dokumentation der Messergebnisse: Objektive 3D-Daten in farbigen Grafiken ersetzen die subjektiven Einschätzungen von Mitarbeitern.

Unternehmensinformation

Nextsense GmbH

Straßganger Straße 295
AT 8053 GRAZ
Tel.: +43 316 232400-0
Fax: +43 316 232400-599

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