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12.05.2016

Neues Qualitäts- und Analysecenter bei Porsche Leipzig

Auf rund 6.000 Quadratmetern wurde das neue Qualitäts- und Analysecenter von Porsche am Standort Leipzig errichtet. Es beherbergt ein Meisterbock- und Cubingzentrum mit neun stationären Koordinatenmessgeräten und fünf mobilen Messsystemen sowie ein Pilotzentrum für den Aufbau von Vorserienfahrzeugen. Die neuesten Modelle werden dort von 150 Qualitätsmitarbeitern auf Herz und Nieren geprüft.

Vorserienmodelle werden im Cubingzentrum auf den Zehntelmillimeter geprüft (auf dem Meisterbock ein Macan).


Qualität auf Top-Niveau gehört zur Markenidentität von Porsche. Die Fahrzeugentwicklung legt die Basis. In der Produktion erfolgt die Umsetzung. Der Kontakt im Kundencenter sowie die Werkstattqualität sind ebenfalls Teil des Qualitätsprozesses. Doch bevor ein Fahrzeug in Serie geht, wird es bislang in Zuffenhausen und ab Juni auch in Leipzig bis ins kleinste Detail geprüft.

Kundenerwartungen sollen übertroffen werden

Die Kundenerwartungen hinsichtlich Qualität sind mehrdimensional. Deshalb definiert Frank Moser, Leiter Unternehmens-Qualität bei Porsche, den Qualitätsbegriff über vier Säulen:

• Die emotionale Qualität definiert sich aus einer vielschichtigen Kombination von Design, Performance und Sound.
• Die funktionale Qualität muss vor allen anderen die Erwartung erfüllen, dass ein Fahrzeug stets perfekt funktioniert. Sie setzt sich zusammen aus Zuverlässigkeit, Gebrauchsqualität und Alltagstauglichkeit.
• Mit Schlagworten wie Haptik, Wertigkeit, Fugenbild sowie Liebe zum Detail erklärt sich die Anmutungsqualität.
• Eine exzellente Servicequalität gegenüber den Kunden bildet die vierte Q-Säule.

Jede Abweichung wird akribisch erfasst (hier von den Q-Experten Dr. Schmid und Dr. Putze).

Qualität wird zentral gesteuert und dezentral umgesetzt

Typisch für Porsche und eine Besonderheit in der Automobilindustrie ist ein Qualitätsprozess, der zentral gesteuert wird, jedoch dezentral in den einzelnen Ressorts und Bereichen umgesetzt wird. So gibt es neben der Hauptabteilung Unternehmens-Qualität eigene Qualitätsabteilungen innerhalb der Beschaffung, Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb. „Die Qualitäts-Kompetenz ist damit im gesamten Unternehmen angesiedelt und jeder Bereich hat eine hohe Eigenmotivation, die bestmögliche Qualität zu erzielen“, sagt Moser.

Die ständige Herausforderung lautet, mit jedem neuen Fahrzeugmodell die Qualität zu steigern. Moser: „Die Schwierigkeit besteht darin, das hohe Qualitätsniveau trotz neuer Technologien und deutlich zunehmender Komplexität der Produkte nicht nur zu halten, sondern mit jedem neuen Fahrzeug weiter zu steigern." Dazu gibt es verschiedene Kennzahlen, die Qualität messbar und damit transparent machen, beispielsweise die genauen Zahlen zu Schadensfällen und Gewährleistungskosten. Für die Langzeitqualität gibt es ebenfalls Statistiken.

Im Lichttunnel bleibt keine Macke in Blech und Lack verborgen.

Methoden als Basis legendärer Qualität

Die Qualitäts- und Analysecenter sowie das Final Audit in den Werken Zuffenhausen und Leipzig sind ein wesentlicher Bestandteil des gesamten Qualitätsprozesses von Porsche. Sie ermöglichen den Produktionsexperten eine detaillierte Fehler-Ursachen-Analyse bei unterschiedlichen Bauteilen. Insbesondere für den Serienanlauf neuer Fahrzeuge sind die Qualitäts- und Analysecenter wichtige Anlaufpunkte.

Drei Methoden, die beispielhaft für die akribische Qualitätsarbeit stehen, sind das sogenannte Cubing, der Außenmeisterbock und die Schwarzkarosserie.

• Beim Cubing kommt eine aus vollem Aluminium gefräste Karosserie in Realgröße zum Einsatz. Sie dient beim Serienanlauf eines Modells der Optimierung und Qualifizierung von Montageteilen und der Funktionsanalyse von Anbauteilen. So können ein in der eigenen Sattlerei beledertes Cockpit oder Komponenten wie Scheinwerfer auf Passgenauigkeit, Fugenbild, Optik und Anmutung überprüft werden. Abweichungen lassen sich selbst im Zehntelmillimeterbereich feststellen.
• Der Außenmeisterbock wird im Zusammenspiel mit hochpräzisen Messinstrumenten für die Funktionsanalyse von Blech- und Anbauteilen verwendet. Im Fokus steht die Präzision der Gesamtkarosserie. Das heißt, hier wird unter anderem analysiert, wie verschiedene Bauteile insgesamt zusammenpassen, obwohl sich jedes Teil für sich innerhalb der Toleranz befindet. Betrachtet werden etwa Bündigkeitsverläufe und Fugenbild – ebenfalls auf den Zehntelmillimeter genau.
• Die Schwarzkarosserie ermöglicht das exakte Beurteilen der Karosserie-Außenhaut und deren Oberfläche. Sie ist mit den letzten, aktuellen oberflächenrelevanten Innen- und Außenhautteilen aufgebaut und offenbart insbesondere in der Vorserie vor dem Serienanlauf schonungslos jede Abweichung von der vorgegebenen und gewünschten Fertigungsqualität.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

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