nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
14.03.2017

Zunehmende Qualitätsprobleme könnten 215 Mrd. Euro kosten

Komplexe Produkte und Lieferketten haben in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Zunahme von Rückrufen geführt. Geht das so weiter, besteht laut einer Studie von A.T. Kearney ein Qualitätsrisiko von 215 Mrd. US-Dollar.

In der Automobilwirtschaft wie auch der Investitions- und Konsumgüterindustrie ist das Qualitätsniveau in den vergangenen Jahren spürbar gesunken, so eine aktuelle Studie mit dem Thema Qualität 4.0 von A. T. Kearney.

Die Befragungsergebnisse sind alarmierend: Die Hälfte aller Befragten geht davon aus, dass kundenrelevante Qualitätsprobleme in den nächsten zehn Jahren weiter zunehmen werden. Ebenso berichtet nahezu jeder zweite Befragte von abnehmender Wirksamkeit der Standard-Qualitätsverfahren. Das birgt den Experten zufolge ein Risiko in Höhe von 215 Mrd. US-Dollar.

Standardmethoden weniger wirksam, Quelle: A.T.Kearney

Höhere Komplexität bringt mehr Fehler

Haupttreiber für die zunehmende Anzahl von Qualitätsproblemen sind laut A.T. Kearney ein erhöhter Software-Anteil, gestiegene Produktkomplexität, global vernetzte Wertschöpfungsketten und stark verkürzte Produkteinführungszeiten. Erfolgreiche Unternehmen bräuchten einen neuen Qualitätsmanagement-Ansatz, der auf innovative Methoden setzt und den veränderten Anforderungen gerecht wird.

Um etablierte Qualitätssysteme zukunftssicher aufzustellen, sollten diese präventiver ausgerichtet werden und wieder deutlich mehr in den Fokus der Unternehmensführung rücken.

Qualitätsmanagement muss präventiver werden

Zukunftssicheres Qualitätsmanagement beschränkt sich beispielsweise nicht nur auf den Fertigungsprozess, sondern fängt bereits beim Design des Produktes an: Integrierte Hardware- und Softwareentwicklung, frühe digitale Absicherung und „real life“-Testmethoden sind erfolgreiche Ansätze.

Die Realität sieht heute aber oftmals noch anders aus: Nur 48 Prozent der Befragten sehen die Qualität in der Produktkonzeption bisher ausreichend berücksichtigt.


Zur Studie: Qualität 4.0 als Antwort auf die 215 Milliarden Dollar Herausforderung

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

A.T. Kearney

Weiterführende Information
3 Kommentare
  • 21.03.2017 von erst einmal die Hausaufgaben machen, dann Neues entwickeln

    Ein Großteil der in der Studie beschriebenen Probleme und Defizite hat aus meiner Sicht noch gar nichts mit gewachsener Komplexität und neuen Anforderungen der Industrie 4.0 zu tun. Hier wird schlichtweg vorhandenes QM- und QS-Wissen nicht angemessen umgesetzt. Warum auch immer. Vielleicht weil die Anreize für Entscheider falsch gesetzt sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn man einen Bruchteil der heutigen und prognostizierten Rückruf-, Fehler- und Verschwendungskosten in eine bessere Qualitätssicherung investierte, nicht ein signifikanter Return on Investment zu holen wäre. Da haben Unternehmen wohl an der falschen Stelle gespart – und vermeintlich Qualitätskosten reduziert, dabei in Wirklichkeit lohnende Investitionen gekappt. Letztlich hätten die Schlussfolgerungen der Studie gleichlautend in den 60er, 70er, 80er Jahren formuliert sein können.
    Also, erst wenn die Hausaufgaben gemacht sind, lohnt es sich, darüber hinaus Neues zu entwickeln, nämlich (wirklich) neue QM- und QS-Ansätze für sich deutlich veränderte Rahmenbedingungen. In der DGQ nennen wir die neuen Ansätze agiles QM und QS 4.0 und arbeiten intensiv daran (die QZ berichtet laufend).
    Derweil sollten wir uns eher fragen, wie und warum es dazu kommen konnte, dass die Entscheider QM und QS für so irrelevant halten konnten, dass sie es kaputtgespart und in die Wirkungslosigkeit hineinignoriert haben.

  • 20.03.2017 von Qualitätsmanagement neu erfinden

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Zunächst einmal eine allgemeine Betrachtung: Qualitätsmanagement gibt es nicht - es gibt nur ein Management, welches sich in seinem gesamten Tun und Treiben der Herausforderung stellt, dem Kunden ein möglicherweise mit Absicht bestelltes Produkt (Diensleistung) zu verkaufen, unter Berücksichtung von Umweltschutz, gesetzlichen Forderungen und Rücksichtnahme sonstiger interessierter Parteien.
    Management ist Qualität. Anders werden Sie kein Produkt los.
    Das mag als Intro genügen.
    Nun zur Neuerfindung eben dieses nicht existenten QM.
    Die Anforderungen ändern sich mit der Zeit und sie haben die Tendenz, komplexer und nicht einfacher zu werden. Gleichzeitig nimmt sich niemand mehr die Zeit, diese Komplexität zu durchdringen, weil das so lange dauert, daß die nächste Version bereits in den Schubladen schimmelt, bevor die aktuelle jemals freigegeben werden kann. Aus der Software und aus dem Automobilbau ist doch längst bekannt, daß die Dauerversuche der Endkunde fährt und nicht mehr das Testzentrum. Wozu also etwas neuerfinden, was gar nicht in der jetzigen und von der Norm geforderten! Form durchgeführt wird? Die in den Raum gestellten Kosten sind reine Spinnerei. Was sind denn 215 Mrd Euro? Die Gewinne liegen doch um ein zigfaches darüber und der Löwenanteil wird an die Vorstände ausgezahlt. Die Kosten sind demnach weder real noch aussagekräftig.
    Es wird beklagt, daß die Qualitätstechniken nicht mehr ausreichen, funktionieren.
    Wie wäre es, diese zu lernen - und einmal den Zahlenfriedhof zu entwirren anstatt sich vor lauter Datenwolken den Blick für das Wesentliche zu vernebeln? Auch hier bietet die Revision ausreichend Möglichkeiten, sich auszutoben - im Wissen der Organisation. Und eins zum Schluß: Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, daß über Jahrzehnte gepflegte, erprobte und funktionierende Qualitätstechniken alle paar Jahre als der Stein der Weisen verkauft werden. Wenn ich darüber hinaus allerdings erlebe, daß in manch einer Firma der QM erst dann hinzugezogen wird, wenn das Kind auf der anderen Seite des Brunnes wieder zum Vorschein kommt, wundert mich nichts mehr, wirklich gar nichts mehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Achim Brade

  • 17.03.2017 von Qualität 4.0

    Ein Problem könnte die immer umfangreichere Sammlung von Daten und die intensivere Sensorik werden. Einen ähnlichen Weg musste die Messtechnik im Umweltbereich und die darauf bauende Analyse gehen: Immer feinere Methoden und immer bessere Auflösungen führen zu immer mehr Wissen. Ist vielleicht schon der Zuckerwürfel im Bodensee messbar? Entscheidend wird sein, mit wie viel Umsicht und Erfahrung diese Ergebnisse beurteilt werden. Algorithmen sind schon und werden in zunehmenden Maße unerlässlich für Steuerung und Regelung, trotzdem darf der gesunde Menschenverstand nicht ausgeschaltet werden. Die immer weiter gehende Regelungsdichte z.B. beim Vergleich alter und neuer Normen muss dringend hinterfragt werden. Es gilt: Wer die Sicherheit zulasten der Freiheit erhöht, wird am Ende beides verlieren. Anders gesagt: Auch krumme Gurken können gut schmecken.

Diesen Artikel kommentieren





Whitepaper Risikomanagement

Jetzt kostenlos herunterladen!

DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!