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23.05.2019

Von Taylorismus bis Tofu

Das 12. Praxisforum Prozess-, Projekt- und IT-Management.in Höhr-Grenzhausen bei Kolbenz stand unter dem Motto "Im Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Agilität." Im Praxisplenum am 21. Mai 2019 gaben Referenten aus unterschiedlichen Branchen Impulse, wie sich technischer Wandel und Organisationsentwicklung harmonisch umsetzen lassen. Veranstaltet wurde das Praxisforum vom Unternehmen Heupel Consultants GmbH & Co. KG unter der fachlichen Leitung der Professoren Gadatsch (HS Bonn-Rhein-Sieg), Hüsselmann (THM), Komus (HS Koblenz) und Mendling (WU Wien)

Im Zeitalter der Digitalisierung scheint die klassische, tayloristische Form der Arbeitsorganisation vor dem Aus zu stehen. Aber warum ist das eigentlich so, und ist Agilität wirklich die einzig richtige Art für Organisationen, auf den digitalen Wandel zu reagieren? Eine allgemeingültige Antwort darauf kann es in der VUKA-Welt nicht geben, doch in Höhr-Grenzhausen bei Koblenz erhielten die rund 100 Teilnehmer interessante Impulse. Hier einige Highlights der QZ-Redaktion:

Sprung in die dritte Dimension

Die Zukunft braucht 3D - damit meint der Referent Dietrich Voigtländer, der letzte Vorstandsvorsitzende der WestLB AG, allerdings nicht 3D-Druck. Die drei D in seinem Keynote-Vortrag stehen für: Digitalisierung, Disruption und Darwinismus. In diesem Zusammenhang beschreibt "Darwinismus" die Tatsache, dass alle Marktteilnehmer gezwungen sind, sich dem digitalen Wandel zu stellen - sofern sie wettbewerbs- und zukunftsfähig bleiben wollen.

In kaum einer Branche ist dieser Druck so deutlich spürbar wie im Bereich Financial Services: Hier zwingt die abnehmende Kundenloyalität, die Komplexität und der regulatorische Druck Finanzdienstleister zum Umdenken. Um Kunden zu halten und zu gewinnen, kann es gerade in diesem Sektor helfen, sich immer mehr als Plattform-Anbieter statt als reine Produktanbieter zu verstehen - erfolgreiche Fintech-Unternehmen machen es vor.

Alles dem Zufall überlassen?

Die akribische Planung von Arbeitsprozessen ist ein Markenzeichen des tayloristischen Managements. In Zeiten des Ungewissen stößt eine solche Planung jedoch sehr schnell an Grenzen. Dr. Eric Heinen-Konschak, Leiter IT-Entwicklung und IT-Betrieb bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, stellt einen alternativen Ansatz vor, der vorhandene Mittel statt gesetzte Ziele in den Fokus rückt: Das Effectuation-Prinzip hat die Prämisse, aus den vorhandenen Ressourcen und Gegegenheiten das Beste herauszuholen. Umstände und Zufälle werden dabei nicht vermieden, nein, Effectuation heißt sie willkommen als Treiber und Hebel, die zum Erfolg beitragen können.

Mit digitalen Tools der Bürokratie zu Leibe rücken

550 Betriebe mit insgesamt 35.000 Mitarbeitern müssen am Flughafen München gemanagt werden - mit einem entsprechenden Verwaltungsaufwand. Nicht umsonst spricht Karen Hartwig, Referentinf ür das interne Kontrollsystem der Flughafen München GmbH, in ihrem Vortrag von "bürokratischen Monstern." Diese will man beim Flughafen München mithilfe von Prozessmanagement, IKS/Tax CMS und Integrierten Managementsystemen bekämpfen. Das Ziel ist, mittels Process Mining die Prozesse zu digitalisieren und durch moderne Tools transparente Informationsflüsse schaffen.

Holocracy - Demokratie 2.0?

Die Bürokratie bekämpfen will auch der Holocracy-Ansatz mit seiner nahezu radikalen Ausrichtung auf die Mitarbeiter und die pragmatische Demokratisierung der Entscheidungsfindung. Wie die Überführung des Holocracy-Ansatzes in ein bestehendes Management in der Praxis funktioniert, zeigt Valentin Jäger, Director of Quality & IT bei der Taifun Tofu GmbH. Als Lebensmittelhersteller steht das Unternehmen im Spannungsfeld zwischen strikten Normen und Regularien und dem Wunsch, in der Organisation neue Wege zu gehen. Im Kern steht der Gedanke: Die Aufgabe wird durch die Menschen definiert, die sie ausführen - nicht durch die Manager.

Regina Levenshtein, Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

zusätzliche Links

Auch wenn Sie die Veranstaltung verpasst haben, können Sie trotzdem hautnah dabei sein: Auf Twitter können Sie unter dem Hashtag #praxisforum2019 Live-Impressionen nachlesen. Für weitere Events, News und vieles mehr folgen Sie der QZ-Redaktion auf Twitter unter @QZonline

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