nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
27.11.2020

Wirecard-Skandal: Hat Qualitätssicherung von Wirtschaftsprüfern versagt?

Der gefallene Börsenstar Wirecard soll jahrelang Scheingewinne ausgewiesen haben - Wirtschaftsprüfer jedoch bescheinigten ihm stets eine weiße Weste. Eine Befragung im Bundestag gibt Hinweise, dass der Skandal früher hätte auffallen können.

Der inzwischen insolvente frühere Dax-Konzern hatte im Sommer Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt. Das einst als deutsche Technologiehoffnung gehandelte Unternehmen machte nach bisherigem Stand der Ermittlungen jahrelang Verluste. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass seit 2015 Scheingewinne auswiesen wurden.

Im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Wirecard-Bilanzskandal haben sich Defizite bei der Abschlussprüfung des Skandalunternehmens angedeutet. Befragt wurde am Donnerstag im Bundestag unter anderem der Sonderuntersucher Alexander Geschonneck von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Er hatte in einer Sonderprüfung aufgedeckt, dass es keine Nachweise zur Existenz von angeblichen Kundenbeziehungen und daraus erzielten Umsätzen des aufstrebenden Tech-Konzerns gab.

Qualitätssicherung bei Wirtschaftsprüfungen offenbar wirkungslos

Ein Wirtschaftsprüfer von EY berief sich bei seiner Befragung am Abend auf seine Schweigepflicht - machte aber generelle Aussagen zum Ablauf von Wirtschaftsprüfungen. Konkret zum Fall Wirecard wolle er sich gern äußern, könne das aber nicht, bevor die Rechtslage nicht eindeutig geklärt sei, sagte Christian Orth.

Der 50-Jährige leitet nach eigener Aussage bei EY die Abteilung für interne Qualitätssicherung. Orth betonte im Ausschuss unter anderem, ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk von Wirtschaftsprüfern sei kein Gütesiegel für ein Unternehmen. Die Arbeitsweise des Wirtschaftsprüfers baue «leider» auch auf Vertrauen, sagte er.

Mögliche Verstrickung der Wirtschaftsprüfer wird geprüft

Die Bilanz-Kontrolleure von EY stehen derzeit in mehrerlei Hinsicht unter Druck. So erhebt nach einem Bericht des «Handelsblatts», der der dpa bestätigt wurde, auch die Wirtschaftsprüferaufsicht Apas Vorwürfe gegen sie. Es soll Hinweise auf Straftaten der beteiligten Akteure geben, die Aufsichtsbehörde habe deshalb die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Der Untersuchungsausschuss im Bundestag will vor allem aufdecken, ob das deutsche Fintech-Unternehmen Wirecard als aufstrebender Börsenstar von den Aufsichtsbehörde trotz Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten mit Samthandschuhen angefasst wurde.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!