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05.12.2016

Unternehmen bauen ihre Compliance-Aktivitäten deutlich aus

Deutsche Unternehmen sind beim Thema Compliance professioneller organisiert und personell sowie strukturell besser aufgestellt als im Vorjahr; dennoch fühlen sich deutlich weniger Unternehmen mit ihrem Compliance-System gegen Risiken gut gewappnet. Das ist das Ergebnis der repräsentativen, branchenübergreifenden Studie "CMS Compliance-Barometer", die von der Wirtschaftskanzlei CMS Deutschland zum zweiten Mal erhoben wurde.

Datenschutz hat größte Bedeutung für Unternehmen

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der CMS Compliance-Index um 3,8 Punkte signifikant erhöht und verdichtet die gewonnenen Erkenntnisse auf den aktuellen Wert von 67,9 von möglichen 100 Zählern. Der Compliance-Index misst, wie stark Compliance in Großunternehmen implementiert ist.

Angesichts verschiedener Compliance-Skandale, die gerade auch in jüngster Vergangenheit ins Licht der Öffentlichkeit geraten sind, sei der diesjährige Index-Anstieg als deutliches Zeichen dafür zu werten, dass Unternehmen dem Thema Compliance mehr Bedeutung beimessen und konkrete Maßnahmen eingeleitet haben

Immer mehr Compliance-Abteilungen

Immer mehr Unternehmen richten Abteilungen ein, die ausschließlich für Compliance zuständig sind. In 2015 hatten 28 Prozent der befragten Unternehmen eine eigenständige Compliance-Abteilung, in 2016 ist dieser Wert auf 36 Prozent gestiegen. Dennoch ist für viele Mitarbeiter Compliance nach wie vor nicht die Hauptaufgabe. In drei von vier Unternehmen üben Mitarbeiter aus anderen Unternehmensbereichen, allen voran der Rechtsabteilung oder dem Controlling, Compliance-Funktionen aus.

Im Vergleich zum Vorjahr ist nicht nur der Anteil der Unternehmen gestiegen, die über einen sogenannten Code of Conduct oder Compliance-Richtlinien verfügen – bei zwei Drittel der Unternehmen (69 Prozent) existiert mittlerweile auch ein Schulungsprogramm zur Vermittlung von Verhaltensanforderungen. Im Vorjahr arbeiteten nur 46 Prozent der befragten Unternehmen mit einem Schulungsprogramm.

Unternehmen beugen für Krisenfälle vor

Insbesondere auf Krisenfälle sind Unternehmen besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. 88 Prozent der befragten Unternehmen haben mittlerweile klare Zuständigkeitsregelungen für die Koordination und Aufklärung von Verdachtsfällen und festgestellten Verstößen (2015: 79 Prozent). Ablaufpläne und Checklisten für Krisenfälle sind in 78 Prozent der Unternehmen vorhanden, außerdem existieren in jedem zweiten befragten Unternehmen Leitfäden für den Umgang mit Ermittlungsbehörden.

Auch der Anteil der Unternehmen, die interne Untersuchungen durchführen, ist deutlich gestiegen – von 51 Prozent in 2015 auf 62 Prozent in 2016. Im Vergleich zum Vorjahr haben Unternehmen bei ihren Untersuchungen häufiger externe Unterstützung in Anspruch genommen – fast jedes zweite Unternehmen führt interne Durchsuchungen mit externen Beratern durch.

Mittelstand unterschätzt Compliance-Risiken

Gleichzeitig hat das Risikobewusstsein der Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr erheblich zugenommen: Nur noch 49 Prozent der befragten Unternehmen (2015: 63 Prozent) fühlen sich mit ihrem vorhandenen Compliance-System gegen Risiken gut gewappnet. Als größtes Compliance-Risiko gilt bei den Studienteilnehmern nach wie vor der Datenschutz.

28 Prozent der Befragten geben an, der Datenschutz sei das größte Risiko für ihr Unternehmen (2015: 22 Prozent). Während kartellrechtliche Fragen und Korruption als Compliance-Themen bei den mittelständischen Unternehmen eher eine untergeordnete Rolle spielen, nehmen Großkonzerne Korruptions- und Kartellverstöße und die potentiell existenzbedrohenden Bußgelder sehr ernst.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

CMS

Weiterführende Information
3 Kommentare
  • 12.12.2016 von Für Compliance ist jeder verantwortlich

    Korrektes bzw. ehrliches Verhalten fängt bei jedem vor der eigenen Haustür an. Gesetze, Normen, Regeln, usw. nutzen leider nur wenig, solange nicht jeder Mensch diese Tugenden zu seiner Einstellungssache macht und sie vorlebt.


  • 09.12.2016 von Quis custodiet ipsos custodes? (Wer überwacht die Wächter?)

    Sollen Behörden sich dem Thema Compliance öffnen?
    Wer überwacht die Wächter, fragt Plato in "Der Staat" und schlägt uns eine Antwort vor, die Wächter müssten aus Redlichkeit und Verantwortung das Richtige tun, weil es über ihnen keine Kontrollinstanz gibt. Heute wissen wir, dass der vierten Macht im Staate, der (durch Schmähung geschwächten) Presse, eine solche Rolle zukommen kann, die Wächter zu überwachen.
    Bundesbehörden haben eine herausragende Verantwortung dafür, Gesetzte und Regeln einzuhalten, weil sie Exekutive sind und an der Legislative maßgeblich mitwirken.
    Bundesbehörden besitzen die Kernkompetenz Compliance, das haben Beamte von der Pike auf gelernt. Gerade in diesen Organisationen ist allerdings auch das politische Lavieren Kernkompetenz, so dass politische Führungskräfte in Bundesbehörden - besonders in den Ministerien - es zur Kunst erhoben haben, Regeln zu brechen und gleichzeitig zu erklären, dass man sich an die Regeln hält.
    Mein Fazit ist, Bundesbehörden sollten sich nicht neu mit Compliance befassen. Im Ergebnis würde nichts entstehen, was besser ist, als das, was heute an Compliance in Behörden vohanden ist. Wir sollten als Bürger aber hier auf die Audits der vierten Macht bauen (genannt investigativer Journalismus) und dort, wo die Wächter (die Bundesbehörden) versagen, entsprechend reagieren.

  • 09.12.2016 von Compliance in Behörden

    Ich frage mich, ob nicht gerade die Behörden im Bereich des Compliance Managements eine Vorbildfunktion einnehmen sollten. Letztendlich geben sie Gesetze und Verordnungen vor, an die sich Unternehmen halten sollen.

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