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13.08.2018

Studie: Wie zufrieden sind Ärzte und Pflegekräfte mit ihrer Arbeit?

Die WHO geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 EU-weit bis zu zwei Millionen Arbeitskräfte in den Gesundheitsberufen fehlen werden. Um künftig eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung aufrechtzuhalten, gilt es für die Träger und Betreiber von Krankenhäusern, ihren Fokus auf die Arbeitsbedingungen der Ärzte und Pflegekräfte zu richten.

Laut der Time to Care Studie sind insgesamt 70 Prozent der deutschen Krankenhaus-Ärzte hierzulande zufrieden mit ihrer Arbeit; etwas über ein Fünftel der Befragten gibt an, dass sie unzufrieden sind. Eine ähnliche Verteilung, wenn auch auf etwas niedrigerem Level, zeigt sich bei den Pflegekräften mit 62 Prozent an zufriedenen und 18 Prozent an nicht zufriedenen Mitarbeitern.

Pflegekräfte in Deutschland besonders unzufrieden

Damit entsprechen die Werte der deutschen Ärzte ungefähr dem europäischen Niveau, doch bei den Pflegkräften ist der Anteil der generell oder sehr zufriedenen Studienteilnehmer im internationalen Vergleich der niedrigste – nur in Spanien ist der Anteil der unzufriedenen Pflegekräfte ähnlich hoch.

Gutes Team, Anerkennung und Gehalt sind Motivatoren

Als zentrales Element konsolidiert die Studie, welche Faktoren den größten Einfluss auf die Job-Zufriedenheit bei Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern haben. Die deutschen Studienteilnehmer nannten als wesentliche Motivatoren die gute Zusammenarbeit innerhalb der Teams, hohe Anerkennung, gute Bezahlung sowie die Möglichkeit, Verantwortung zu tragen und die eigenen Fähigkeiten sinnvoll einsetzen zu können.

Als Hauptgründe für ihre Unzufriedenheit nannten Ärzte und Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern an erster Stelle die mangelnde Work-Life-Balance, gefolgt von fehlender Flexibilität bei der Schichtverteilung, schlechter Bezahlung, geringer Anerkennung und zu wenig Zeit, sich um die Patienten zu kümmern.

Außerordentlich hohe Arbeitsbelastung

Die Studie untersucht auch, wie die Befragten selbst ihre Arbeitsbelastung einschätzen. Die Antworten der Ärzte und Pflegekräfte belegen, dass die Belastung in deutschen Krankenhäusern im internationalen Vergleich als besonders hoch empfunden wird.

So geben 20 Prozent der Ärzte an, dass ihr Arbeitspensum sehr schwierig zu bewältigen sei – das ist der höchste Wert im europäischen Vergleich. Weitere 43 Prozent schätzen es als relativ schwierig zu bewältigen ein.

Für die Pflegekräfte stellt das Arbeitspensum offenkundig eine noch erheblichere Belastung dar: 66 Prozent beurteilen es als relativ schwierig zu bewältigen und liegen damit europaweit an der Spitze. 12 Prozent empfinden die Arbeitslast sogar als sehr schwierig zu bewältigen. Einen höheren Wert weist in Europa nur noch Belgien auf.

Auffällig ist, dass die Belastung gegenüber der zuletzt im Jahr 2012 durchführten Studie erheblich gestiegen ist. Das trifft besonders auf die Pflegekräfte zu. Als Hauptgründe für diese insgesamt negative Wahrnehmung der eigenen Arbeitsbelastung nennen die Befragten die im Vergleich zu 2012 gestiegene Patientenzahl und den Mangel an Mitarbeitern.

Hohe Arbeitsbelastung hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit

Eine anhaltend hohe Arbeitsbelastung kann sich in der Folge negativ auf das körperliche und geistige Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirken.

Tatsächlich weist die Studie für Ärzte und Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern alarmierende Ergebnisse auf: 63 Prozent geben an, unter Auswirkungen der Arbeit auf die körperliche Gesundheit zu leiden und 68 Prozent nennen negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Dies sind die jeweils zweithöchsten und höchsten Werte europaweit.

Innovative Technologien zur Entlastung von Ärzten und Pflegekräften

Geht es um den Einsatz moderner digitaler Technologien in der Krankenpflege, ist Deutschland im direkten Vergleich in vielen Punkten Schlusslicht. So etwa bei der Nutzung von Wearables und Apps zur Patientenversorgung / -überwachung oder bei der Point-of-Care-Diagnostik – und zwar mit klarem Abstand.

Während die Technologie zur Umsetzung dieser Vision der zukünftigen Krankenhausarbeit bereits heute verfügbar ist, sind viele Krankenhäuser dem Druck des "Hier und Jetzt" ausgesetzt und investieren noch zu wenig Zeit, Energie oder Geld in deren Einführung.

Nur knapp 60 Prozent der Befragten geben an, dass an ihrem Arbeitsplatz in der Klinik eine elektronische Patientenakte zum Einsatz kommt: Das ist der zweitniedrigste Wert im europaweiten Vergleich.

Im Bereich der Arbeitsorganisation erweisen sich die Krankenhäuser hierzulande aber als fortschrittlicher: So nutzen laut Studie 57,4 Prozent elektronische Dienstplanungssysteme mit intelligenten Algorithmen zur besseren Organisation der Schichtarbeit – damit belegt Deutschland Platz 2 im internationalen Ranking.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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