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07.12.2018

Spielzeug genügt nicht immer Sicherheitsstandards

Nicht nur Spielzeug, Kinderprodukte insgesamt sind nach Tests besonders unsicher - egal ob Laufrad, Buntstift oder Kindersitz. In den zurückliegenden beiden Jahren fiel gut jedes vierte Produkt bei Warentests durch, vier Mal so viel wie üblich.

Vom Laufrad bis zum sprechenden Teddy: Für Kinderausstattung und Spielzeug geben die Deutschen immer mehr Geld aus, es ist ein Milliardenmarkt. Doch er birgt Gefahren - ausgerechnet für Kinder.

Digitale Spielzeuge zählen zu den Problemfällen im Labor der Warentester. Zwei Roboter und ein Teddy mit Sprachnachrichtenempfang fielen durch - wegen ungesicherter Funkverbindungen zum Handy. «Mit ihnen kann sich jeder Smartphone-Besitzer verbinden und das Kind abhören, ausfragen oder bedrohen», warnt Stiftungsvorstand Hubertus Primus.

Wo lauern die Gefahren?

Zum Beispiel in Spielschleim, der gerade in vieler Kinder Hände ist.
Fünf Packungen bestellte die Stiftung Warentest bei Amazon - keine hätte verkauft werden dürfen, sagt Primus.

Weil sie zwei bis drei Mal mehr Bor enthielten als erlaubt. Das Halbmetall könne Erbrechen und Krämpfe auslösen. Krebs- und allergieauslösende Stoffe fanden sich in Stiften, Buggys, Kindersitzen, selbst in Erstspielzeug wie Kinderwagenketten, die Babys ganz sicher in den Mund nehmen.

Schadstoffe sind das häufigste Problem, aber nicht das einzige. Jeder zweite Kinderhochstuhl fiel durch, weil Kinder unter dem Haltebügel hindurch hinausrutschen können und womöglich mit dem Kopf hängen bleiben. Anschnallgurte an Fahrradsitzen ließen sich kinderleicht öffnen, Baby-Webcams warnten nicht, wenn die Verbindung abbricht.

Nur Billigware aus China betroffen?

Nicht unbedingt. «Man kann nicht eindeutig sagen: Spielzeug aus Europa ist grundsätzlich besser als das aus Fernost», sagt Untersuchungsleiter Holger Brackmann. Und immer wieder ergeben Tests, dass das teuerste Produkt nicht immer das beste ist. Schädliche Flammschutzmittel etwa fanden sich auch im Griff eines Kinderwagens für mehr als 1000 Euro.

Was unternimmt die Politik?

Die Stiftung dringt auf strengere Vorgaben. Für alle Kinderprodukte sollten ähnlich hohe Standards gelten wie sie die EU als Richtlinie für Spielzeug ausgegeben hat. Dem schließt sich Verbraucherministerin Barley an.

Zugleich lässt sie aber erkennen, dass auf nationaler Ebene nicht viel zu machen sei. Kontrollen seien nur in Stichproben möglich, zuständig ohnehin die Länder. «Gerade bei Kinderprodukten haben wir eine so große Zahl an Neuerscheinungen jedes Jahr, das ist flächendeckend überhaupt nicht zu kontrollieren.»

Verbraucher sind gefordert

Im Kaufhaus wie im Netz sollten Kunden deshalb auch auf das GS-Zeichen achten, rät Warentest-Vorstand Primus. Es belegt «Geprüfte Sicherheit», wenn es ein externer Prüfer dem Hersteller bescheinigt - anders als beim CE-Zeichen, mit dem nur der Hersteller selbst erklärt, dass er die Vorschriften einhalte.

Wer im Laden einkauft, sollte auch darauf achten, ob ein Produkt stark riecht und ob es sorgfältig verarbeitet ist. Primus: «Es wäre besser, wenn der Verbraucher ein wenig mitwirkt, indem er nicht jeden billigen Schrott kauft.»

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

3 Kommentare
  • 14.12.2018 von Strengere Vorgaben

    Mir reicht es langsam. Zunehmend wird die Gesetzeslage verschärft, wenn auf Verbraucherseite etwas auffällt oder gar passiert. Das ist doch keine Lösung! Im Artikel wird zitiert, dass die schiere Masse an Spielzeug nur noch stichprobenartig zu kontrollieren sei. Was nützen dann strengere Vorschriften? Deren Einhaltung kann doch dann immer noch nicht besser kontrolliert werden! Das gleiche Szenario erlebe ich in der Medizintechnik, der Aviatik, der Automobilindustrie und und und. Es gilt, die Umsetzung bestehender Anforderungen konsequent zu überprüfen, nicht sie noch höher anzusetzen. Der Fussballer, der das Tor nicht trifft, wird nicht besser, wenn man das Tor verkleinert, oder?

  • 14.12.2018 von Mitwirkung Verbraucher

    Selbstverständlich hat jeder Verbraucher auch eine Eigenverantwortung. Allerdings hat der Konsument in vielen Bereichen nicht das notwendig Detailwissen und wird durch eine Vielzahl an "Gütesiegeln" gerne geblendet. M. M. n. sollten die Regeln für das In-Verkehr-Bringen verschärft werden. Auch aus Gründen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sollte nicht jeder "Schrott" produziert und verkauft werden dürfen.

  • 14.12.2018 von Markttransparenz und höhere Frequenz

    Neue Gesetze braucht es hier nicht. Der Handel hat hier die Chance mit einer seiner wichtigsten Aufgaben im Vergleich zum Direktvertrieb: Transparenz schaffen - die Regale bitte nicht nach Marken, sondern nach Produkten füllen, damit ich zwischen den 5 Kuscheltieren das Beste auswähle. Herr Primus hat bei seinem Antritt bereits erklärt in die Prüfung digitaler Produkte "einzusteigen" - das scheint gelungen. Jetzt braucht es Tempo um mit der schnellen Produktvielfalt mit zu halten. All zu oft sind Tests 2 Jahre oder älter - eine Smartphone App evtl. in 2 Wochen bereits wieder überarbeitet. Hier nach zu testen ist auch ein Angebot an die Hersteller in der schnellen Digitalen Welt.
    PS: noch nie habe ich im Handel ein Regal gesehen "die Stiftung Warentest-Testsieger für Ihr Kind" ...

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