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04.10.2018

Schokolade besser fair genießen

Viele Schokoladenhersteller machen sich Gedanken über die nachhaltige Produktion von Kakao. Der Expertin Etelle Higonnet von der US-Nichtregierungsorganisation Mighty Earth genügt das nicht. Sie ruft die Verbraucher auf, bei den Schokoladenherstellern nach deren Lieferanten zu fragen. Und die deutsche Regierung sollte sich für verbindliche EU-Regeln einsetzen, um faire Arbeitsbedingungen zu garantieren.

Der Hinweis auf Bio-Kakao bedeute immerhin, dass keine starken Chemikalien enthalten sind. Auch würden die Menschen, die auf den Plantagen arbeiten, viele davon Kinder, nicht in Kontakt mit all den Pestiziden und Umweltgiften kommen, so Higonnet.

Zudem könne man auch auf Fairtrade-Label achten. Dies garantiere zwar nicht den Erhalt von Wald, bedeute aber, dass Arbeiter besser behandelt werden. "Das Beste, was man tun kann, ist nach einer Zertifizierung zu schauen", sagt Higonnet.

Verbraucher haben mehr Macht als sie denken

Wer Schokolade kauft, wählt mit seinem Geld. Verbraucher fühlen sich oft hilflos und weit entfernt von der Herkunft ihres Schokoriegels. Sie wissen in der Regel nichts über die Zusammenhänge in der Lieferkette. Aber Verbraucher können den Schokoladenherstellern schreiben. Sie können soziale Medien wie Twitter und Facebook nutzen.

"Das Thema ist auch bei der deutschen Regierung präsent, und es wurde schon viel darüber geredet", erklärt Higonnet. Passiert sei aber so gut wie nichts. Und das, obwohl Deutschland der drittgrößte Kakaoverarbeiter der Welt ist. Die Deutschen konsumieren nach den Schweizern in Europa die meiste Schokolade pro Kopf, man könnte sie als schokoladensüchtig bezeichnen.

Deutschland sollte Vorreiter sein

Dass Deutschland keine verbindlichen Vorgaben bezüglich Nachhaltigkeit und fairer Arbeitsbedingungen hat, sei unverständlich. Im Zusammenschluss mit anderen EU-Ländern wie Frankreich, Belgien und den Niederlanden könnte auf europäischer Ebene einiges bewirkt werden.

Der Schokoladenmarkt in Ländern wie Indien und China sei winzig, der europäische Markt dagegen der größte. Deutschland könnte auf EU-Ebene Veränderungen in die Wege leiten, so die Expertin von Mighty Earth.

Zertifikate können für Nachhaltigkeit stehen. Aber es gebe auch Firmen, die kein Nachhaltigkeitssiegel haben und dennoch nachhaltig produzieren. Sehr kleine Schokohandwerksbetriebe produzieren nach der Prämisse «Bean-to-Bar», also von der Bohne zum Riegel.

Diese Manufakturen kaufen ihren Kakao von kleinen Kooperativen oder nur aus bestimmten Regionen. Sie garantieren, dass an dem Ort, aus dem sie ihre Bohnen beziehen, kein massiver Chemikalieneinsatz stattfindet, Bäume nicht abgeholzt und Tiere getötet werden.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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