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05.06.2001

Rotierende Membranfilter zur Abwasser-Filtrierung

Damit Abwässer schneller filtriert werden können, müssen verschiedene technische Hilfsmittel eingesetzt werden.Läßt man das Abwasser in der Kläranlage im Kreislauf fließen und es längs über den Filter strömt, kann der Filterkuchen nur eine bestimmte Dicke erreichen. Überstehende Feststoffe werden von der Strömung fortgerissen. Von Zeit zu Zeit muss der Filter jedoch gereinigt werden. Der Nachteil: Der Druck und die Strömungsgeschwindigkeit wird von Pumpen erzeugt, die teuren Strom benötigen. Diese Kosten reduzieren sich um 80 bis 90 Prozent, wenn rotierende Membranfilter eingesetzt werden - wie sie das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart entwickelt hat.Der neue Filter besteht aus einem Stapel von Membranscheiben, die auf einer Welle angebracht sind. Rotiert der Filter im Abwasser, entspricht dies einer Strömung und je nach Drehzahl kann die Deckschicht so wirkungsvoll kontrolliert werden. Das geklärte Filtrat fließt in den Scheiben und wird im Zentrum des Filters durch die hohle Welle abgezogen. Die Feststoffe lagern sich auf den Scheiben ab, werden jedoch im Überschuss durch die Fliehkraft der Rotation abgeschleudert und gesammelt. Selbst wenn das Abwasser viel Feststoff enthält, liegt der Energiebedarf weit unter dem für die klassische Cross-Flow-Filtration.Interessant ist das Verfahren aber nicht nur für kommunale Abwässer, sondern ebenso für Filtrationen in der chemischen und biotechnologischen Industrie oder wenn verbrauchte Kühlschmierstoffe in der Metallverarbeitung aufbereitet werden müssen.Weitere Informationen: und beim .


Petra Weber, QM-InfoCenter-Redaktion
newsredaktion <AT> qm-infocenter.de

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