nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
04.10.2018

Roboter und KI benötigen ethische Software

Der Einsatz autonomer, intelligenter Software in den Betrieben soll dazu beitragen, Wirtschaftlichkeit und Effizienz zu erhöhen. Wo bleibt bei der Konzentration auf Technologisierung und Effizienz die Menschlichkeit?

Autonome Software kann nach eigenen Regeln (z.B. Algorithmen, künstliche Intelligenz) an der Kommunikation zwischen Führungskräften und Beschäftigten teilnehmen. Deutlich wird dies am Beispiel der digitalen Personaleinsatzplanung. Einige Entscheidungen beispielsweise zum Personaleinsatz, die vorher die Führungskraft getroffen hat, trifft jetzt die Software autonom.

Vorteil ist, dass auch die Wünsche der Beschäftigten (z.B. bzgl. der Einsatzzeiten) berücksichtigt werden können und die Führungskraft von Planungsaufgaben entlastet wird.

Würde die Software jedoch ausschließlich nach wirtschaftlichen Kriterien entscheiden, so würde der leistungsfähigste Mitarbeiter möglichst oft eingeplant. Ergonomische Aspekte und Gesundheit (Belastungs-Beanspruchungssituation, Erhalt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit) oder auch die Zufriedenheit der Beschäftigten (V

Ethische Fragen sind wichtig

Die Werte nach denen die autonome Software Prozesse und Gegenstände steuert, entwickeln sich in der Phase der Konzeption und der Programmierung der Software. Hier können Unternehmer im Idealfall darauf achten, dass in den Zielen auch ethische Aspekte wie Sicherheit, Gesundheit oder auch die Art der menschlichen Kommunikation berücksichtigt werden. Gelingt dies, kann es die Akzeptanz der Beschäftigten erhöhen, Mitarbeiter binden, deren Leistungsfähigkeit erhalten und im Idealfall sogar steigern und Raum für Kreativität geben. Zudem können Führungskräfte und Beschäftigte von Routinearbeit entlastet werden.

Werden ethische Grundsätzen bei der Anschaffung, Einführung und Nutzung von Software 4.0 nicht berücksichtigt besteht das Risiko, dass der Wert der Menschlichkeit in der zukünftigen Arbeitswelt eine immer geringere Rolle spielt. „Eine reine Betrachtung unter wirtschaftlichen Aspekten wird nicht den erwarteten Erfolg bringen. Sie behindert die Entfaltung der Kompetenzen von Mitarbeitern. Wo bleibt dann die Kreativität oder auch die Menschlichkeit, wenn Kunden und Beschäftigte nicht mehr mit anderen Menschen kommunizieren, sondern ausschließlich mit einem System?“ so Frost.

Regeln für ethische Softwaregestaltung

  • Die Werte für den Umgang mit autonomer Software sollten im Betrieb festgeschrieben werden, hierzu können bereits existierende Unternehmenswerte hilfreich sein.
  • Informieren der Beschäftigten und festlegen, welchen Wert der Mensch für das Unternehmen im Verhältnis zur Software hat (Menschenbild)
  • Überprüfen, wie die Software neben wirtschaftlichen Kriterien ein ergonomisches, gesundheitsgerechtes und sicheres Arbeiten unterstützen kann (z.B. Anpassung von Arbeitstischen, Klima, Beleuchtung an die Bedarfe der Beschäftigten, sicherer Umgang mit personenbezogenen Daten).
  • Gesundheitsgerechte und sichere Gestaltung der Mensch-Software Schnittstelle, z.B. durch Festlegung der Zuständigkeiten und Kontrolle (Wann steuert die Software autonom? Wann und wie kann/soll der Mensch eingreifen? Wer trägt die Verantwortung? Wer übernimmt die Verantwortung und Kontrolle im Notfall?)
  • Festlegen von Entscheidungs- und Interventionsmöglichkeiten von Führungskräften und Beschäftigten.
  • Anpassung der autonomen Software an das Kommunikationsverhalten des Menschen und nicht umgekehrt.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Institut für angewandte Arbeitswissenschaften (ifaa)

Weiterführende Information
  • 12.10.2018 von Probleme bei der Umsetzung mit Standardsoftware

    Es sind nur wenige Unternehmer, die passende Software selbst entwickeln oder eine Individualsoftware (Vergleich Maßanzug) kaufen. Die Meisten werden wohl auf Standardsoftware setzen. Microsoft, SAP und Weitere tun gut daran, die Regeln für KI offen zu legen und das ist ja auch teils schon der Fall. So hat bspw. Microsoft eine Art Grundgesetz für KI vorgestellt. Wer sich für Ethik und KI interessiert, wird dazu bei den Anbietern meist fündig. Wegen der Komplexität des Themas ist ein Kennzeichnung/Zertifizierung vielleicht ein nützliches Instrument.

Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!