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24.09.2018

Roboter erledigen bald mehr Aufgaben als Menschen

Noch erledigen Menschen die die meisten Aufgaben im Wirtschaftskreislauf. 71 Prozent der Arbeitsstunden gehen auf das Konto von Menschen. Glaubt man einer aktuellen Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF), könnte sich das jedoch bald ändern. Danach soll dieser Anteil bis zum Jahr 2025 auf 48 Prozent fallen. Und die übrigen 52 Prozent? Laut des Berichts “The Future of Jobs” sollen diese durch Maschinen und Algorithmen erledigt werden.

Die Experten des WEF haben ausgerechnet, dass auf diese Weise bis 2022 weltweit rund 75 Millionen Arbeitsplätze wegfallen und durch Maschinen ersetzt werden. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: Denn zugleich sollen der Studie zufolge in den kommenden fünf Jahren 133 Millionen neue Stellen entstehen. Allerdings werden für diese teilweise aber ganz neue Fachkenntnisse nötig sein.

Einen großen Bedarf gibt es vor allem bei Datenanalysten, Wissenschaftlern, Softwareentwicklern, E-Commerce- und Social-Media-Spezialisten. Auch Verkaufs- und Marketing-Manager, Innovationsentwickler und Kundenberater werden zunehmend gesucht. Überflüssig werden dürften dagegen klassische Bürojobs mit repetitiven Aufgaben sowie Stellen wie Lohnbuchhalter oder Sachbearbeiter.

Wirtschaft und Gesellschaft werden ordentlich durcheinandergewirbelt

Die neue Studie des WEF zeigt, wie unterschiedlich die Effekte dieses Wandels sind. 50 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass ihre Mitarbeiterzahl bis 2022 durch die Automatisierung insgesamt sinken wird. 38 Prozent wollen die Beschäftigtenzahl dagegen erhöhen – und mehr als ein Viertel (28 Prozent) erwartet, dass gerade die Automatisierung die Mitarbeiterzahl erhöhen wird. Damit habe sich die Sicht auf die neuen Technologien seit der letzten Befragung 2016 verbessert, stellen die Experten fest.

85 Prozent der deutschen Unternehmen wollen automatisieren

In Deutschland wollen knapp 85 Prozent der Unternehmen ihre Arbeit in den nächsten fünf Jahren automatisieren. 83 Prozent planen neues, qualifiziertes Personal einstellen. Die Technologien, auf die sie setzen sind unterschiedlich:

91 Prozent etwa wollen bis 2022 große Datenanalysen nutzen – damit ist die Bundesrepublik einer der Spitzenreiter und liegt damit knapp vor China, Japan, den USA und Indien. Zwei weitere viel genutzte Technologien in Deutschland sollen der App-Markt mit 84 Prozent sowie die Entwicklung von intelligenten Maschinen mit 79 Prozent werden. Besser schneiden hier unter anderem die Philippinen, Russland und Singapur ab. Am wenigsten planen deutsche Unternehmen mit Biotechnik (30 Prozent), menschenähnlichen Robotern (28 Prozent) sowie Unterwasser-Robotern (22 Prozent).

“Etwas mit Software und Roboter”

Doch der schnelle Fortschritt der Technologien benötigt auch Menschen, die die Maschinen bedienen und entwickeln können. Weltweit werden sich in den nächsten fünf Jahren laut Studie im Schnitt 42 Prozent der Anforderungen an die Beschäftigen ändern. Neben den üblichen Jobvoraussetzungen, sollte ein Arbeitnehmer in Zukunft schließlich auch programmieren und mit Robotern umgehen können.

Dafür sind laut WEF drei Strategien entscheidend: Neues Personal mit technischen Fähigkeiten einstellen, komplett automatisierte Arbeitsabläufe entwickeln und alte Mitarbeiter umschulen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

WEF

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