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09.10.2020

Perspektiven einer nachhaltigen Unternehmensführung

25 Jahre EMAS

Vor 25 Jahren wurde EMAS von der EU eingeführt, um Unternehmen ein Werkzeug zu geben, Umweltschutz auf freiwilliger Basis in ihr Geschäftsmodell zu integrieren und ihre Umweltleistung kontinuierlich und transparent zu verbessern. Auf der Jubiläumskonferenz des Bundesumweltministeriums am 29. September diskutierten zahlreiche Expert/innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, welche Rolle EMAS in einer nachhaltig transformativen Wirtschaft spielen kann.

©Fotolia.com/tonefotografia

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„Wir brauchen Unternehmen, die nachhaltige Geschäftsmodelle aufsetzen. Dazu war EMAS die letzten 25 Jahre eine gute Grundlage. Unter den Bewusstseinsveränderungen, die derzeit stattfinden, wird EMAS auch in Zukunft ein guter Baustein sein, Schritt für Schritt Nachhaltigkeitsziele in Unternehmenspolitiken zu integrieren“, resümierte Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesumweltministerium in seiner Eröffnungsrede. Etwa 230 Teilnehmende aus Deutschland und Europa führte Moderatorin Tanja Busse durch den Video-Livestream der Konferenz, die pandemie-bedingt eine physische Teilnahme nur für die ReferentInnen ermöglichte.

Krise macht Mut: Nachhaltiges Wirtschaften als Motor

Auch in der Corona-Pandemie liegt das Bestreben vieler Unternehmen nicht auf Eis, ihr Geschäftsmodell nachhaltig zu transformieren. Teilweise habe sich dieser Trend sogar verstärkt, erklärte Nadine-Lan Hönighaus, Geschäftsführerin des Wirtschaftsforums econsense. Unternehmen ohne ein nachhaltiges Geschäftsmodell werden Nachteile am Kapitalmarkt erfahren. Für die Bewertung bedarf es einer gemeinsamen Sprache, die EMAS auf europäischer Ebene im Umweltbereich bietet.

Klimamanagement zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Die weltweiten Emissionen steigen trotz freiwilligen Engagements zahlreicher Unternehmen. Hilke Patzwall, Nachhaltigkeitsmanagerin bei VAUDE, einem Hersteller für Outdoorbekleidung: „Wir wissen nach zehn Jahren Klimabilanzierung, dass wir zwei Drittel unserer Emissionen in der Lieferkette verursachen“.

Christoph Töpfer vom Umweltbundesamt stellte einen Forschungsbericht vor, der konkrete Wege aufzeigt, wie Maßnahmen und Initiativen im Rahmen eines systematischen Klimamanagements einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Der Bericht kommt zum Ergebnis, dass EMAS sich in besonderem Maße für eine Festschreibung der Anforderungen an ein glaubwürdiges Klimamanagement eignet (Zum Bericht des Umweltbundesamtes).

Stärkung einer nachhaltigen Lieferkette

Ist angesichts des beschleunigten Klimawandels ein stärkeres Eingreifen der Politik notwendig? „Das Lieferkettengesetz wird in irgendeiner Form kommen“, erklärte Annette Schmidt-Räntsch, Referentin im Bundesumweltministerium.

Auch die öffentliche Beschaffung stellt einen Hebel dar, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu stärken. Dr. Marina Beermann, Leiterin der Edeka-Partnerschaft beim WWF plädierte für eine gleichrangige Berücksichtigung wirtschaftlicher Kriterien und Kriterien der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung.

Anforderungen an ein krisenfestes Nachhaltigkeitsmanagement

Das letzte Podium der Konferenz wagte einen Ausblick in die zukünftige Entwicklung und Ausrichtung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagements. Frank Ebinger, Professor an der Technischen Hochschule Nürnberg und Vorstandsmitglied im Umweltgutachterausschuss, sieht EMAS als wichtiges und erweiterbares Modul im Sinne eines Nachhaltigkeitsmanagements an. Dr. Ralf Utermöhlen, Umweltgutachter bei AGIMUS sprach sich für eine qualitative Weiterentwicklung von EMAS aus, z.B. durch die abprüfbare Integration der Science Based Targets. Monika Brom, Umweltbundesamt Österreich wandte ein, dass härtere Kriterien einen Rückgang der EMAS-Anwender begünstigen könnten.

Yvonne Zwick, Leiterin des Büros Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) hob die Expertise der Umweltgutachter/innen hervor, die zukünftig auch beim DNK als Drittprüfer zum Einsatz kommen.

Größerer Anwenderkreis vonnöten

"EMAS spielt für die umweltgerechte Transformation von Unternehmen eine wichtige Rolle, denn es stellt einen wirksamen Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung dar," erklärte Kęstutis Sadauskas, Direktor der Abteilung Kreislaufwirtschaft und Grünes Wachstum bei der Europäischen Kommission, in seinem Abschluss-Statement. Für mehr Breitenwirkung beim Klimaschutz bedürfe es jedoch eines größeren Anwenderkreises.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Umweltgutachterausschuss - UGA

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