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19.11.2019

Ökolabel-Dschungel im Tourismus

Wer bei seinen Reisen auf Aspekte wie Umweltschutz und Sozialstandards Wert legt, findet unzählige Label, die einem genau das versprechen. Es ist ein bisschen wie im Supermarkt, wo man angesichts Dutzender Kennzeichnungen zu Bio, Fairtrade und Co. schnell mal den Überblick verliert.

Idealerweise berücksichtigt ein Öko-Siegel alle Dimensionen von Nachhaltigkeit. Neben Umweltschutz sind das soziale Standards wie die Arbeitsbedingungen im Hotel sowie kulturelle und ökonomische Aspekte. Das Urlaubsziel und die Bewohner sollten ebenso vom Tourismus profitieren und ihn aktiv mitgestalten können.

Geht es um solche Anforderungen für touristische Siegel, werden oft vier Buchstaben genannt: GSTC. Die Abkürzung steht für Global Sustainable Tourism Council (Rat für globalen nachhaltigen Tourismus). Die Organisation hat einen Standard entwickelt, der in den Bereichen Management, Umwelt, Soziales, Wirtschaft und Kultur gewisse Anforderungen an Betriebe und Destinationen stellt.

Überblick im Label-Dschungel

Siegel, die die Kriterien bei ihren Zertifizierungen beachten oder gleichwertige Vorgaben machen, können sich vom GSTC anerkennen lassen. Dazu zählen etwa Green Globe oder Biosphere Tourism. Eine Übersicht zu anerkannten Veranstalter-, Destinations- und Hotel-Siegeln findet sich auf der GSTC-Webseite.

Einen Überblick im Siegel-Dschungel bietet die englischsprachige Webseite Tourism2030.eu, die Ecotrans betreibt. Sie bietet neben der Schnellsuche für Nachhaltigkeitslabel auch eine Karte mit zertifizierten Unterkünften und Zielen mit rund 14 000 Einträgen weltweit - von denen 1400 in Deutschland sind, wie Hamele sagt. Bald soll das Portal auch auf Deutsch zur Verfügung stehen.

Einen Überblick bietet auch das Schweizer Portal fairunterwegs.org, das im Internet 20 Nachhaltigkeitslabel mit kurzen Beschreibungen aufzählt. Das Forum Anders Reisen, ein Zusammenschluss von Veranstaltern mit Fokus auf nachhaltigem Reisen, stellt online eine umfassende Broschüre zum Thema bereit.

Zertifizierungstyp Managementsystem

Zu den Management-Systemen zählt das Siegel Tourcert. Hier entwickeln Unternehmen oder Destinationen Programme, um sich immer weiter in Sachen Nachhaltigkeit zu verbessern, wie Monshausen erklärt.

Gemeinsam mit Vertretern etwa aus Umweltverbänden und von Hochschulen sitzt sie im Zertifizierungsrat von Tourcert und bekommt die Berichte der Gutachter vorgelegt. Auf der Basis entscheidet der Zertifizierungsrat, ob die geprüften Betriebe das Siegel bekommen.

Auch das europäische Umweltmanagement-Siegel EMAS zählt zu den Management-Systemen. Hier muss der Betrieb zunächst den Status quo erheben und dann einen Aktionsplan entwickeln, wie er nachhaltiger wird. Über den Fortschritt wird jährlich Bericht erstattet

Zertifizierungstyp Performance Label

Ein Beispiel ist das EU-Ökolabel. Es nennt 100 Kriterien - vom Wasserdurchlauf pro Minute in den Waschbecken bis zu Informationspflichten zu ökologisch günstigen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn in der Nähe der Anlagen.

Anspruch und Wirklichkeit

Entscheidend ist, welchen Stellenwert Nachhaltigkeit für Urlauber tatsächlich hat. Ein Blick in die FUR-Reiseanalyse zeigt: Zwar wollen
57 Prozent der Menschen ab 14 Jahren, die 2018 mindestens einmal fünf Tage am Stück verreist sind, möglichst sozial verträglich, ressourcensparsam und umweltfreundlich Urlaub machen.

Doch nur bei 23 Prozent war Nachhaltigkeit auch ein Aspekt bei der Gestaltung ihrer letzten Reisen. Und nur bei vier Prozent gab sie bei der Entscheidung zwischen sonst gleichwertigen Angeboten den Ausschlag.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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