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13.09.2017

Nachholbedarf beim Qualitätsbewusstsein

Laut einer Studie gibt es in rund der Hälfte der befragten Unternehmen kein einheitliches Qualitätsverständnis. Schlechte Qualität wird sogar oft erst beim Kunden erkannt, sogar bei sicherheitsrelevanten Produkten.

Fast zwei Drittel der Manager in deutschen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen haben weder das notwendige Know-how noch den Willen, um sich um die Verbesserung der Produkt- und Prozessqualität ihres Unternehmens zu kümmern. Das ist das Ergebnis einer Studie der Hochschule Esslingen mit dem Institut für Change Management und Innovation (CMI) unter mehr als 200 Industrie- und Dienstleistungsunternehmen unterschiedlicher Größe aus Deutschland.

Rund die Hälfte der befragten Führungskräfte gibt an, dass es in ihren Unternehmen kein einheitliches Verständnis von Qualität gibt. Dabei wünscht sich mehr als die Hälfte aller Befragten, dass ein Bewusstsein für das Thema „Qualität“ fest in der Unternehmensstrategie und -kultur verankert ist und von den Führungskräften vorgelebt wird.

Teure Qualitätsmängel

Die Befragten zahlen für schlechte Qualität teils erheblich drauf: 26 Prozent von ihnen zwischen drei und knapp sechs Prozent des durchschnittlichen Gesamtumsatzes der letzten drei Jahre, knapp acht Prozent hatten Kosten von bis zu zehn Prozent des Umsatzes. Bei knapp drei Prozent fielen sogar mehr als ein Zehntel ihres Umsatzes der schlechten Qualität zum Opfer.

Fehlendes Qualitäts-Know-how bei Führungskräften

Fast zwei Drittel der Befragten gibt an, bei den Führungskräften fehle das fachlich-methodische Know-how, um eine Qualitätskultur im Unternehmen zu verankern und die Unternehmensstrategie entsprechend auszurichten; bei ebenso vielen fehlt es aber auch am Willen, sich für die Qualitätsverbesserung einzusetzen. Dazu passt es, dass nur 21 Prozent der Studienteilnehmer angeben, das Top-Management gehöre zu den wichtigsten Qualitäts-Promotoren.

Qualitäts-Know-how der Mitarbeiter liegt brach

Dabei ist bei den Mitarbeitern durchaus entsprechendes Know-how vorhanden. In gut 40 Prozent der Unternehmen liegt dieses Wissen jedoch brach, da das Ideen- und Innovationsmanagement bei der Verbesserung der Produkt- und Prozessqualität keine (14 Prozent) oder nur eine geringe Rolle spielt (knapp 27 Prozent) und die vorhandenen Anreizsysteme in mehr als zwei Drittel der Unternehmen nicht zur Entwicklung von neuen Ideen zur Qualitätsverbesserung motivieren.

Qualität – Der „Faktor Mensch“ wird immer noch unterschätzt

Befragt zu ihren Qualitätsprogrammen geben 53 Prozent der Befragten an, verhaltensbezogene Aspekte nicht zu berücksichtigen. So werden Mitarbeiter nur teilweise ermutigt, aktiv Ideen zur Qualitätsverbesserung einzubringen. Auch die Fehlerkultur wirkt sich bei den Befragten eher als Hemmschuh aus: sie trauen sich nur teilweise, Vorschläge zur Verbesserung der Qualität zu unterbreiten.

Die Studie wird am 24. Oktober 2017 vorgestellt.
Ort: Aula der Hochschule Esslingen im Gebäude 1C
Flandernstraße 101, 73732 Esslingen
Zeit: 16.30 bis ca. 19 Uhr

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Institut für Change Management und Innovation (CMI)

Weiterführende Information
  • 20.09.2017 von "Made in Germany" contra Nachholbedarf beim Qualitätsbewusstsein

    Guten Tag!

    Der Artikel zum „Nachholbedarf beim Qualitätsbewusstsein“ unterstellt, dass es in der deutschen Wirtschaft, um die es hier offenbar geht, erhebliche Qualitätsmängel gibt.

    Meiner Ansicht nach erweisen Sie mit solchen Statements der weiteren Qualitätsentwicklung in unserem Lande einen Bärendienst. Ich habe die ISO 9001 von der 1994-Version bis jetzt miterlebt und kann aus eigener Praxis sagen, dass die nachhaltige Implementierung von QM-Prozessen in Unternehmen ein sensibler und aufreibender Prozess ist und mit vielen Kompromissen einhergeht. Insbesondere wenn Sie sich mit Unternehmern auseinandersetzen müssen, die maßgeblich zum Erhalt vom „Made in Germany“-Ruf international beitragen. Dieser Ruf wird als Qualitätssiegel wahrgenommen. Die internationale Nachfrage nach deutschen Produkte ist für Unternehmer das wesentliche und ausschlaggebende Argument, nicht die höchstmögliche Übereinstimmung mit den sogenannten Qualitätsmerkmalen.

    In diesem Zusammenhang wäre es spannend und ich denke auch für die Leser interessant zu erfahren, woher diese seit Jahrzehnten hochwertigen deutschen Produkte kommen und wie sicherlich unter Beachtung von Normen aber ohne normierte QM-Systeme geschaffen wurden. Was steht im Kern hinter dem System deutscher Gründlichkeit? Offenbar gibt es wirtschaftlich erfolgreiche Arbeitsabläufe und Systeme außerhalb der ISO 9001-Welt und diese lohnt es so offen wie möglich zu betrachten, um vielleicht auch in der Umsetzung von normativen QM-Anforderungen einen anderen bzw. neuen Weg zu gehen, der bei Unternehmern auf mehr Akzeptanz trifft.

    Zumindest trifft der Ruf nach mehr bzw. weniger, d.h. bezogen auf Ihren Artikel nach weniger Qualitätsmängeln, mehr Qualitäts-Know-how bei Führungskräften und mehr Nutzung von Qualitäts-Know-how der Mitarbeiter, erfahrungsgemäß auf wenig offene Ohren, sofern sich hieraus nicht ein höherer wirtschaftlicher Erfolg konkret ableiten lässt. Wenn diese Aufwendungen keinen vom Kunden akzeptierten und bezahlten Mehrwert erzielen, erzielen wir hierdurch nur höhere interne Kosten und Reibungsverluste und erzeugen noch mehr Abwehr gegen QM-Systeme bei Unternehmern.

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