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12.03.2020

Nachhaltigkeit wird für Autoindustrie zum strategischen Muss

Bei der Erfüllung globaler Nachhaltigkeitsstandards sind Automobilunternehmen anderen Branchen voraus. Eine Capgemini-Studie zeigt allerdings, dass die Umsetzung häufig noch keinem ganzheitlichen Ansatz folgt.

Von den 74 Prozent der Automobilhersteller, die eine Elektrofahrzeugstrategie verfolgen, haben nur 56 Prozent eine solche als Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie verankert.

Darüber hinaus reichen die Investitions- und Umsetzungsniveaus sowie die Steuerung der Nachhaltigkeit noch nicht aus, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Deutschland und USA liegen vorn

62 Prozent der befragten Autounternehmen gaben an, über eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie mit klar definierten Zielen und Zeitplänen zu verfügen. Lediglich 8 Prozent entwickeln momentan eine solche Strategie.

Nachhaltigkeitsexperten schreiben der Branche im Allgemeinen zu, dass sie bei der Sicherstellung der globalen Nachhaltigkeit entweder anderen Industrien voraus (46 Prozent) oder mit ihnen gleichauf (19 Prozent) ist. Was die deutsche Autobranche angeht, denken sogar 64 Prozent der Experten, dass sie weiter ist als andere Branchen, 18 Prozent sehen sie mit anderen gleichauf.

Deutschland und die USA sind bei den meisten als prioritär eingestuften Inititativen führend, wie etwa bei der Unterstützung und Förderung der Kreislaufwirtschaft und der nachhaltigen Fertigung.

Im Gegensatz dazu hinken die anderen Länder gleich bei mehreren der Initiativen hinterher, wie bei Mobilität und digitale Dienstleistungen, umweltverträgliche Beschaffung von Metallen, Materialien und Produkten oder beim Thema Nachhaltigkeit in der IT.

Ganzheitlicher Ansatz für Nachhaltigkeit fehlt

So wurden die Fortschritte der Unternehmen bei 14 Initiativen analysiert, die alle Bereiche der Wertschöpfungskette abdecken. Diese reichen von der nachhaltigen Forschung und Produktentwicklung bis hin zur Unterstützung und Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Die Gewichtung der verschiedenen Initiativen ist dabei sehr unterschiedlich: 52 Prozent der Unternehmen arbeiten zwar an Programmen zur Kreislaufwirtschaft, aber nur 8 Prozent an der Nachhaltigkeit im IT-Bereich.

Nachholbedarf gibt es auch beim Thema Unternehmensführung, denn nur 44 Prozent der Unternehmen verfügen über ein zentrales Gremium, das sich der Überwachung von Nachhaltigkeitszielen widmet, und 45 Prozent geben ihren wichtigsten Führungskräften spezielle Ziele vor.

Insgesamt haben nur 19 Prozent mindestens vier quantifizierbare Ziele, die auf Bereiche ausgerichtet sind, die sich am stärksten auf die Nachhaltigkeitsleistung auswirken (wie Abfallrecycling, Frischwasserverbrauch und ethische Arbeitsrichtlinien)

Elektromobilität schöpft nachhaltiges Potenzial noch nicht aus

Ein wesentlicher Teil der Nachhaltigkeitsprogramme in der Automobilindustrie ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG). Elektrofahrzeuge haben hierauf einen nicht unerheblichen positiven Einfluss.

Um diesen Einfluss über die gesamte Lebensdauer von Elektrofahrzeugen zu erhalten, ist es wichtig, dass sie von erneuerbaren Energien gespeist werden. Der Studie zufolge planen jedoch nur 15 Prozent der Autohersteller die Bereitstellung einer Ladeinfrastruktur für die Stromversorgung von Elektrofahrzeugen mit erneuerbaren Energien.

Weitere Faktoren machen es erforderlich, dass sich Unternehmen beim Bau von Elektrofahrzeugen stärker auf Nachhaltigkeit fokussieren:
- Die höhere CO2-Bilanz der Batterieproduktion im Vergleich zur Produktion fossiler Kraftstoffe und
- ein begrenztes Angebot an Lithium und seltenen Edelmetallen.

Letztlich werden die Kreislaufwirtschaft, die eine längere Lebensdauer von Fahrzeugen und Teilen ermöglicht, sowie neue Geschäftsmodelle entscheidend dazu beitragen, dass Elektrofahrzeuge ihr Nachhaltigkeitspotenzial ausschöpfen können.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Capgemini

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