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24.08.2020

Mehr Geld für Pflegekräfte

Mit der Corona-Prämie für die stark belasteten Pflegekräfte in Altenheimen ist nach Einschätzung der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz die Diskussion über eine bessere Bezahlung des Berufsstands verpufft.

Bei der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz heißt es, die Finanzierung des in Aussicht gestellten Bonus für die Pflegekräfte in den Kliniken sei noch völlig offen. Die Krankenhäuser selbst könnten das Geld nicht aufbringen, weil einige seit Jahren Verluste machten und viele in einer wirtschaftlich unsicheren Lage seien. Dies gelte erst recht, wenn auch andere Berufsgruppen bedacht werden sollten, wie Ärzte, Labormitarbeiter bei den Testungen und Reinigungskräfte.

In der Praxis führe dies auch dazu, dass in einigen Einrichtungen, die einen Beschäftigten den Bonus bekommen und die anderen nicht, berichtet Helga Lerch, Referentin für Altenheime bei der Caritas. Als Beispiel nennt sie Wohngemeinschaften für Senioren: Die Pflegemitarbeiter bekommen die Corona-Prämie, die Alltagsbegleiter nicht.

Geringer Krankenstand, hohe Belastung

«Momentan erleben wir, dass Pflegekräfte sehr hart arbeiten, viel Verantwortung tragen, aber schlecht bezahlt werden», sagte DGB-Landeschef Dietmar Muscheid. «Wer mehr Wertschätzung für die Beschäftigten in der Pflege fordert, muss dieses Ungleichgewicht beseitigen.» Eine deutlich bessere Bezahlung der Pflegekräfte sei dringend notwendig, aber auch bessere Arbeitsbedingungen. Die Krankenhausgesellschaft fordert auch, Bedingungen zu schaffen, in denen Pflegekräfte gut und gerne arbeiten können - auch mit Blick auf den Fachkräftemangel. Die Personaluntergrenzen müssten dafür dringend abgeschafft werden.

Der Krankenstand beim Pflegepersonal sei trotz der hohen Belastung noch nie so niedrig gewesen wie zu Beginn der Corona-Pandemie, berichten Lerch und der Bereichsleiter Soziale Arbeit beim Deutschen Roten Kreuz in Rheinland-Pfalz, Gerhard Lenzen. Dies zeige, wie sehr auf das Personal Verlass sei, und wie solidarisch sich Pflegekräfte verhielten. Anstelle von Wertschätzung werde jetzt jedoch darüber debattiert, dass die Qualitätsprüfung der Heime während der Pandemie ausgesetzt worden sei, stellen Lerch und Lenzen fest. «Das führt zu einer Misstrauenskultur», kritisiert Lenzen. «Es gibt keinen Mitarbeiter, der so überprüft wird wie eine Pflegekraft.» Der Pflegekräftemangel lasse sich nur beheben, wenn sowohl die Bezahlung als auch die Wertschätzung besser würden.

Mindestgehalt von 4000 Euro gefordert

«Wir müssen zu einem Mindestgehalt für alle Pflegefachpersonen von 4000 Euro kommen. Die ganzen Unterschiede darf es nicht mehr geben», forderte der Präsident der Landespflegekammer, Markus Mai. In der Altenpflege würden teilweise noch weniger als 2500 Euro brutto bezahlt. Das Geld spiele für die Pflegekräfte verständlicherweise inzwischen aber eine große Rolle. «Die Leute haben ja recht. Sie reißen sich den Hintern auf in drei Schichten 24 Stunden jeden Tag, sieben Tage die Woche und werden dafür nicht angemessen von der Gesellschaft entlohnt.»

In der Anwerbung von Pflegekräften aus dem Ausland liege eine Möglichkeit, den Notstand etwas abzumildern. «Die Anwerbung aus dem Ausland liegt aber derzeit brach.» Gerettet werden könne die Pflege in Deutschland damit aber auch nicht.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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