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17.08.2020

Masken tragen im Büro?

Unangenehm aber notwendig

Unter der Leitung der Professoren Dr. Henning Schneider und Dr. Keywan Sohrabi vom Gießener Fachbereich Gesundheit hat eine Forschergruppe untersucht, welche Atemmasken die Verbreitung des Coronavirus zum Beispiel im Büro am ehesten verhindern.

Verteilung der Aerosolwolke ohne Maske (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Verteilung der Aerosolwolke ohne Maske (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Hauptübertragungsweg des Virus ist das Einatmen virushaltiger Flüssigpartikel, die beim Atmen, Sprechen, Singen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden. Atmen andere Menschen sie ein, können sie sich infizieren. Besonders kleinere Partikel mit einer Größe von weniger als fünf Mikrometern (Aerosolteilchen) breiten sich unter ungünstigen Umständen im ganzen Raum aus und bleiben länger als eine halbe Stunde in der Luft.

Die Gießener Wissenschaftler haben die Ausbreitung von Aerosolen mithilfe der Methode der numerischen Strömungsmechanik untersucht. Diese Simulation haben sie mit einem Laserbeuger überprüft, der die Verteilung von Partikeln in einem flüssigen oder gasförmigen Medium misst. Simuliert wurde ein einmaliges Niesen an einem Standard-Büroarbeitsplatz mit einem Monitor, der das Strömungsverhalten beeinflusst.

Verteilung der Aerosolwolke mit Maske (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Verteilung der Aerosolwolke mit Maske (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Die Simulation ohne Maske zeigt, dass die Aerosolwolke sich innerhalb einer Sekunde mehr als zweieinhalb Meter in Niesrichtung verteilt. Sie kann sich maximal bis zu acht Meter ausdehnen.

Welche Maske schützt am besten?

Eine Baumwollmaske verhindert die Ausbreitung über eineinhalb Meter hinaus, reduziert die Ausbreitungsgeschwindigkeit und führt dazu, dass die Partikel schnell absinken. Sie ist ein effektiver Schutz, wenn man die üblichen Abstandsregeln einhält. FFP-Masken, die auch den Träger schützen und eine höhere Dichte besitzen, haben ebenfalls eine gute Wirkung. Durch den hohen Druck auf die Maske während des Niesens entweicht allerdings ein Teil der Aerosole nach oben.

Gesichtsvisiere (Face Shields) sind eine Alternative zu Masken. Sie lenken, so die Untersuchung, das Aerosol vor allem nach unten und seitlich nach hinten ab. Bei einem Abstand von mehr als eineinhalb Metern bieten sie einen guten Schutz.

Verteilung der Aerosolwolke ohne Maske mit Tischventilatorbetrieb (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Verteilung der Aerosolwolke ohne Maske mit Tischventilatorbetrieb (©Technische Hochschule Mittelhessen)

Am besten schneidet die Kombination aus Gesichtsvisier und Baumwollmaske ab. Allerdings, so schränken die beiden Projektleiter ein, sei das die für den Träger anstrengendste Variante und über einen längeren Zeitraum niemandem zuzumuten.

Als ungünstigstes Szenario erwies sich die in der warmen Jahreszeit beliebte Nutzung eines Tischventilators. Ohne den Schutz durch eine Maske und bei geschlossenem Fenster verbreitet sich die Aerosolwolke in wenigen Sekunden im ganzen Raum.

Kein Entkommen

„Unbedingt empfehlenswert“ ist das Fazit der Studie von Sohrabi und Schneider zum Tragen von Masken in geschlossenen Räumen. „Bereits einfachste Mund-Nasen-Bedeckungen und Face Shields bieten einen guten Basisschutz, wenn sich mehrere Personen in einem Raum aufhalten.“

In einem Video ist die Simulation anschaulich visualisiert.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Deutsches Gesundheits Portal

Weiterführende Information
  • 09.07.2020

    Alltagsmasken standadisiert

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2 Kommentare
  • 11.09.2020 von Wissenschaft?!?

    Am technischen Teil der Untersuchung mittels strömungsmechanischer Simulation ist sicher nichts auszusetzen. Wie lässt sich daraus aber ableiten, dass das Tragen einer Maske "unbedingt empfehlenswert" sei?
    Als wissenschaftliche Arbeit im Bereich Gesundheit hätte auch erwähnt werden müssen, dass es schon etwas eklig ist, in eine Maske rein zu niesen und diese wiederverwenden zu müssen, weil man nur eine oder zwei dabei hat; dass das längere Tragen von Masken (auch ohne Niesen) nachweislich die Gesundheit beeinträchtigen kann, weil sich im feuchten Milieu Bakterien und Pilze bilden; dass schon nach wenigen Minuten die CO2-Werte unter der Maske kritische Werte erreichen; hierdurch die Konzentration nachlässt, Schwindel und Kopfschmerzen entstehen können, was sicherlich auch für den Arbeitgeber nicht wünschenswert ist; dass die Masken unnötigerweise eingeführt wurden, da die Erkrankungszahlen bereits vorher rückläufig waren; und dass die von den Regierungen getroffenen Maßnahmen auf zumindest streitbaren Interpretationen einiger weniger Wissenschaftler beruhen.

  • 21.08.2020 von Masken tragen im Büro?

    Das Fazit "Unbedingt empfehlenswert" der Studie von Sohrabi und Schneider zum Tragen von Masken in geschlossenen Räumen ist unprofessionell.
    Masken sind im Übrigen ein Teil einer Faschingsveranstaltung oder eines Jahrmarktes. Mund-Nasen-Schutz ist ein hochwertiges Medizinprodukt, dass auch endlich so behandelt werden soll. Einfacher Mund-Nasen-Schutz (MNS) und Face-Shields sind keine qualifizierten Medizinprodukte. Die Norm für MNS gibt hier deutliche Ansagen. MNS sind ein Produkt, das nur für eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Zweck verwendet werden soll. Hier gibt es zahlreichen Informationen, Ausführungen und Begleitinstrumente.
    Die Maske ist das Symbol für die Krise und wird mit aller Macht aufrechterhalten. Wenn man Zahlen, Daten, Fakten analysiert und die Grundschulmathematik beherrscht ergibt sich keine Krise durch Covid-19, sondern durch ein desolates Krisenmanagement. Die Folgen des Krisenmanagement werden wir lange spüren.
    Zahlreiche Studien, Empfehlungen, Handlungen sind vorhanden um ein Krisenmanagement nachhaltig zu führen. Es fehlt ein Qualitätsmanagement und eine Qualitätssicherung in den entscheidenden Bereichen.
    Das Fazit "Unbedingt empfehlenswert" hält den Hype der Masken weiter aufrecht und widerspricht Arbeitschutzmaßnahmen, Gesundheitliche Aspekte und letztendlich den verantwortungsvollen Umgang mit Viren und Bakterien.
    Es muss endlich ein spezifisches, messbares, attraktives, realistisches, terminiertes Zielführendes Denken und Vorgehen implementiert werden.

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