nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
31.08.2020

Lieferketten im Stresstest

Unternehmen haben nichts dazugelernt

Die weltweiten Lieferketten sind infolge der Corona-Krise stark unter Druck geraten. Bis zu vier von fünf Unternehmen melden massive Probleme aufgrund von Lieferverzögerungen. Ein wesentlicher Grund dafür ist eine mangelnde Vorbereitung auf das Szenario einer Pandemie in den Risikoplänen der meisten Unternehmen. Weniger als 30 Prozent berücksichtigten eine Pandemie als eigenständiges Risikoszenario – und von diesen wiederum hatte nur jedes vierte Unternehmen entsprechende Maßnahmenpläne für die eigenen Supply Chains entwickelt. Dies ist eines der ersten Ergebnisse der aktuellen BME-Logistikumfrage 2020 „Risikomanagement in Supply Chains“.

Nur 30 Prozent der Unternehmen haben einen "Fahrplan" in Bezug auf ihr Supply Chain Management im Falle einer Pandemie. Die aktuelle Situation zeigt, dass das gefährlich ist (© 123RF.com/Mathias Rosenthal)

Nur 30 Prozent der Unternehmen haben einen "Fahrplan" in Bezug auf ihr Supply Chain Management im Falle einer Pandemie. Die aktuelle Situation zeigt, dass das gefährlich ist (© 123RF.com/Mathias Rosenthal)

Doch war diese Pandemie unvorhersehbar, sodass sich die Unternehmen auf ein solches Ausmaß nicht vorbereiten konnten? „Nein, denn allein im 21. Jahrhundert gab es bereits eine Vielzahl von Epidemien und auch Pandemien“, so BME-Logistikexperte Carsten Knauer. Dazu zählten beispielsweise die weltweite Grippewelle 2017/2018, die Vogelgrippe 2004 oder SARS 2002/2003. Darüber hinaus hat bereits im Jahr 2012 das Bundesinnenministerium unter fachlicher Federführung des Robert-Koch-Instituts das Szenario „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ untersucht. „Die Übereinstimmung des Szenarios mit der aktuellen Situation ist frappierend“, sagt Prof. Michael Huth von der Hochschule Fulda.

Was können Unternehmen künftig tun, um nicht nochmals von derartigen Ereignissen überrascht zu werden? Thomas Möllers, Leiter Logistik, Zoll und Außenwirtschaft in einem deutschen Industrieunternehmen, erklärt in einem der zur BME-Logistikumfrage begleitend durchgeführten Experteninterviews, Risiken würden wegen der Flexibilität von Einkauf und Logistik durch das Top-Management nicht als bedeutsam wahrgenommen werden. „Dort herrscht die Meinung vor: Einkauf und Logistik bekommen das schon hin.“ Stellenwert und Bedeutung dieser Abteilungen sollten daher deutlich steigen, aber auch das Risikomanagement sollte zukünftig eine höhere Transparenz bis in die Tier-n-Stufen aufweisen. Lieferanten müssten bis tief in die weit verzweigten Lieferketten hinein bekannt sein, sodass man das Risiko von Lieferausfällen besser abschätzen könne. Gleichzeitig sollten Lieferanten vermehrt aus unterschiedlichen Regionen kommen.

Eckdaten zur Studie

BME-Logistikstudie 2020
Ziel: Erhebung und Dokumentation des Status quo zum Risikomanagement in Supply Chains
Projektpartner: BME e.V., Hochschule Fulda
Methodischer Ansatz: Online-Umfrage, Experteninterviews
Zeitraum: Mai bis Juli 2020
Rücklauf: 116 abgeschlossene Fragebögen, 12 Experteninterviews
Veröffentlichung der kompletten Ergebnisse: Ende Oktober 2020

Der komplette Artikel erscheint am 28. August 2020 in der Ausgabe 4/5 des BME-Verbandsmagazins BIP-Best in Procurement.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

Weiterführende Information
  • 14.08.2020

    Auswirkungen von COVID-19 auf die Lieferketten

    Lage trotz Lockerungen weiterhin sehr angespannt

    Das Übel Corona-Pandemie hat den globalen Lieferketten schon schwer zugesetzt. Jetzt kommen auch noch Frachtdiebstahl und Migrationszwischenfälle und Kinderarbeit hinzu. Ein schier unlösbares Problem im Supply Chain Management.   mehr

  • 12.06.2020

    Steht das Ende der Globalisierung bevor?

    Supply Chain Management Studie zu Corona prognostiziert Verschiebung der Beschaffungsmärkte

    Corona, China, Amerika und Großbritanien – die Pandemie und diese Länder veranlassen Unternehmen wieder verstärkt im innereuropäischen Raum aktiv zu werden.   mehr

  • Digitalisierung - Industrie 4.0

    Industrie 4.0 verändert den Alltag in den Unternehmen

    Industrie 4.0 verändert den Alltag von Mitarbeitern auf allen Ebenen. Bevor die Unternehmen von der Digitalisierung profitieren können, müssen sie jedoch ihre Infrastrukturen ausbauen.   mehr

Unternehmensinformation

BME Bundesverband Material- wirtschaft, Einkauf, Logistik

Bolongarostr. 82
DE 65929 Frankfurt/Main
Tel.: 069 30838-0

  • 07.09.2020 von gstreßte Lieferkette

    Leserkommentar

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Natürlich ist eine Pandemie ein Ereignis, welches neben dem Weltuntergang eines der Risikien darstellt, welches in so gut wieder keiner Risikobewertung auftaucht. Wozu auch!
    Global agierende Unternehmen haben es mit ganz anderen Risiken zu tun: Seefracht fällt aus, Werkzeug oder Standort in Übersee fällt einem Tsunami zum Opfer, Ganze Inseln verschwinden bei einem Vulkanausbruch, ein Regime wird gestürzt, ein namhafter Ingenieur verschwindet in einer Gletschespalte. All das sind Szenarien, die ein global aglierendes Unternehmen permanent aus der Bahn werfen können und da spielt eine Pandemie nun wirklich die geringste Rolle. Abgesehen davon ist es durchaus eine Überpürfung wert, auf Kosten unseres Sozialsystems! die Produktion von jeweiligen Schlüsselprodukten in die Hände Dritter zu geben. Das ist sträflicher Unfug - war es schon immer - und bestätigt sich in der jetzigen Situation geradezu brilliant.
    Fazit: Nicht die Lieferkette ist "gestreßt" - es sind die Verantwortlichen, denen vorgeblich plötzlich das Material fehlt. Wir dürfen bei alledem nicht vergessen, daß wir es global mit einer Überproduktion in sehr vielen Märkten haben, die auf den Preis drückt - somit also quasi Unfug zum Quadrat.

    Mit freundlichen Grüßen
    Achim Brade

Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!