nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
12.12.2019

Lebensmittelskandale wegen mangelhafter Kontrollen?

In Sachsen-Anhalt sind 2018 laut der Verbraucherorganisation Foodwatch ein Drittel der vorgeschriebenen Lebensmittelkontrollen ausgefallen. Als Begründung wurde Personalmangel angeführt.

«Besonders dramatisch war die personelle Situation den eigenen Angaben zufolge im Burgenlandkreis, den Landkreisen Stendal und Wittenberg sowie in der Stadt Halle an der Saale», heißt es in der Umfrage. Dort hätten weniger als die Hälfte der vorgeschriebenen Betriebskontrollen stattgefunden.

Ein Lichtblick sei hingegen der Landkreis Harz, der rund 95 Prozent der geplanten Kontrollen durchgeführt habe. Foodwatch hatte nach eigenen Angaben rund 400 Behörden, die auf kommunaler Ebene für Hygienekontrollen zuständig sind, zu ihrer personellen Ausstattung und zur Zahl ihrer Kontrollbesuche befragt.

Lebensmittelkontrollen am Limit

Aus dem für Lebensmittelkontrollen zuständigen Sozialministerium heißt es, dass aus den Zahlen kein Rückschluss auf die Leistungsfähigkeit der Kontrollen abgeleitet werden könne.

«Lebensmittel waren noch nie so sicher wie heute», sagte eine Ministeriumssprecherin. Sie betonte, dass die Qualität der Kontrollen wichtiger sei als Quantität. Und: «Selbstverständlich» bestehe das Ziel, die Soll-Kontrollzahlen «möglichst zu realisieren». Doch das zuständige Personal sei auch durch andere Aufgaben, etwa die Überwachung von Rückrufen, gebunden.

Staatsanwaltschaft durchsucht Firmen

Im Zusammenhang mit dem Fund von Listerien in Produkten einer Fleischfirma aus Niedersachsen hat die Staatsanwaltschaft Betriebsstätten durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt. Zusammen mit dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) und den örtlichen Veterinärbehörden seien am Mittwoch zwei Betriebe in Essen bei Cloppenburg und Goldenstedt bei Vechta durchsucht worden.

Unter Druck der Behörden hatte das Unternehmen Anfang November Fertigfrikadellen aus dem Standort Goldenstedt zurückgerufen, nachdem darin Listerien gefunden worden waren. Die Betriebserlaubnis wurde deswegen vorübergehend ausgesetzt. Wenige Tage später legten die Behörden auch die Betriebsstätte in Essen bei Vechta still.

Nachdem die Behörden dort aber deutliche Verbesserungen bei Hygiene und Sauberkeit feststellten, wurde die Produktion in Essen Ende November frei gegeben. Der Betrieb in Goldenstedt ruht nach wie vor. Aufgrund von Strafanzeigen des Laves und des Landkreises Vechta hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

Abonnement + Bestellung