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03.08.2017

Können Maschinen bald moralisches Verhalten von Menschen imitieren?

Das Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück hat eine Studie in Frontiers in Behavioral Neuroscience veröffentlicht. Sie zeigt, dass menschlich-ethische Entscheidungen in Maschinen implementiert werden können und autonome Fahrzeuge bald moralische Dilemmata im Straßenverkehr bewältigen.

Probanden saßen am Steuer eines virtuellen PKWs, der in einem Vorstadt-Setting auf Hindernisse zufuhr (© Universität Osnabrück)

Autonome selbstfahrende Autos sind die erste Generation von Robotern, die den alltäglichen Lebensraum mit uns teilen. Deshalb ist es notwendig, Regeln und Erwartungen an autonome Systeme zu erarbeiten, die definieren, wie sich solche Systeme in kritischen Situationen verhalten sollen.

Moralische Entscheidungen sind statistisch erfassbar

Politisch wird die Debatte zur Modellierbarkeit von moralischen Entscheidungen durch eine Initiative des Bundesministeriums für Transport und Digitale Infrastruktur (BMVI) begleitet, welche 20 ethische Prinzipien formuliert hat. Die Osnabrücker Studie liefert dazu erste empirische wissenschaftliche Daten.

Dazu wurde in einer virtuellen Realität, das Verhalten von Versuchspersonen in simulierten Verkehrssituationen beobachtet. Die Teilnehmer der Studie fuhren dazu an einem nebeligen Tag durch die Straßen eines typischen Vorortes. Im Verlauf der Experimente kam es dabei zu unvermeidlichen und unerwarteten Dilemma-Situationen, bei denen Menschen, Tiere oder Objekte als Hindernisse auf den Fahrspuren standen. Um den Hindernissen auf einer der beiden Spuren ausweichen zu können, war deshalb eine moralische Abwägung notwendig. Die beobachteten Entscheidungen wurden dann durch eine statistische Analyse ausgewertet und in Regeln übersetzt.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser unvermeidbaren Unfälle moralisches Verhalten durch eine einfache Wertigkeit des Lebens erklärt werden kann, für jeden Menschen, jedes Tier und jedes Objekt.

Ist Wert des Lebens ein Algorithmus?

Diese neuen Osnabrücker Erkenntnisse stehen im Widerspruch zu dem achten Prinzip des BMVI-Berichtes, das auf der Annahme gründet, dass moralische Entscheidungen nicht modellierbar sind. Aber wie kann dieser grundlegende Unterschied erklärt werden?
Algorithmen können entweder durch Regeln beschrieben werden oder durch statistische Modelle, die mehrere Faktoren miteinander in Bezug setzen. Gesetze, zum Beispiel, sind regelbasiert, menschliches Verhalten und moderne künstliche intelligente Systeme nutzen dazu im Gegensatz eher komplexes statistisches Abwägen. Dieses Abwägen erlaubt es beiden - dem Menschen und künstlicher Intelligenz - auch neue Situationen bewerten zu können, denen diese bisher nicht ausgesetzt waren. In der wissenschaftlichen Arbeit von Sütfeld wurde nun eine solche, dem menschlichen Verhalten ähnliche Methodik zur Beschreibung der Daten genutzt.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Universität Osnabrück

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