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30.07.2018

DSGVO: KMU fürchten Abmahnungen

Für 76 Prozent der befragten Personalleiter überwiegen die negativen Aspekte der DSGVO. Unter den kleineren Unternehmen (bis 249 Beschäftigte) liegt dieser Anteil noch einmal knapp 10 Prozentpunkte höher. Die Unternehmen bewegt vor allem die Angst vor der bereits anlaufenden Abmahn-Maschinerie wegen (angeblicher) Verstöße gegen die DSGVO – und dies über alle Wirtschaftssektoren.

Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, gilt seit dem 25. Mai 2018 für alle EU-Mitglieder. Sie regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen und stellt eine Vereinheitlichung der bislang unterschiedlichen nationalen Gesetze und Richtlinien dar.

Der Aufwand, den die Umsetzung der DSGVO-Richtlinien mit sich bringt, wird von rund 1000 deutschen Personalleitern negativ bewertet. Zum einen werden die hohen Kosten der Umsetzung bemängelt. Zum anderen wird der enorme Arbeitsaufwand, den die Umstellung und die neuen Dokumentationsvorschriften erzeugen,kritisiert. Darüber hinaus bemängeln viele Personalleiter die Sinnhaftigkeit sowie die zu hohe Komplexität der DSGVO-Vorschriften

Positiv allein der bessere Datenschutz

Wenngleich auch für den Großteil der Unternehmen die negativen Aspekte die positiven überwiegen, so können die Personalleiter der neuen DSGVO auch Gutes abgewinnen. Für knapp ein Viertel der Unternehmen – hierunter vor allem die größeren – überwiegen sogar die positiven Aspekte, insbesondere der verbesserte Schutz von Daten wird hier genannt (30%).

Jeder Fünfte empfindet es zudem als vorteilhaft, dass die neue DSGVO zu einer Sensibilisierung im Umgang mit personenbezogenen Daten und für das Thema Datenschutz insgesamt führen dürfte. Außerdem wird häufig die Vereinheitlichung der Regeln innerhalb der EU genannt (5%).

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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