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04.09.2018

Innovationsausgaben: US-Konzerne hängen deutsche Unternehmen ab

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (kurz F&E) der 500 größten F&E-Investoren der Welt stiegen im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 532 Milliarden Euro. Die große Mehrheit der Unternehmen – 65 Prozent – investierte mehr als im Vorjahr. Nur ein klassische Industrieunternehmen kommt in die Top 10.

Die US-amerikanischen Top-Konzerne steigerten ihre Investitionen besonders stark: Um elf Prozent stiegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bei den 127 US-amerikanischen Unternehmen, die sich im Ranking platzieren können. Hauptgrund für diesen starken Anstieg ist die hohe Investitionsbereitschaft der US-Digitalkonzerne: So erhöhte Amazon seine Innovationsausgaben um 41 Prozent von umgerechnet 14,3 auf 20,1 Milliarden Euro und belegt damit wie schon im Vorjahr Platz eins im Ranking der Unternehmen mit den weltweit höchsten Innovationsbudgets.

Auf Platz zwei liegt unverändert die Google-Muttergesellschaft Alphabet mit 14,8 Milliarden Euro vor Samsung (13,1 Milliarden Euro) und Intel (11,6 Milliarden Euro). Neben IT-Riesen können sich vor allem Pharmakonzerne im Top-10-Ranking platzieren: Roche, Johnson & Johnson und Merck & Co auf den Rängen acht bis zehn. Als einziges klassisches Industrieunternehmen belegt Volkswagen im Ranking den fünften Platz – der Wolfsburger Autokonzern ist mit F&E-Ausgaben von 11,6 Milliarden Euro zugleich Europas größter F&E-Investor.

Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, in der die 500 börsennotierten Unternehmen weltweit mit den größten F&E-Budgets untersucht wurden.

US-Unternehmen geben deutlich mehr für Innovationen aus als europäische

Nach wie vor sind US-Unternehmen in Sachen Innovationsausgaben das Maß aller Dinge: Nicht nur haben sieben der zehn Top-F&E-Investoren ihren Sitz in den USA, auch investieren US-Konzerne im Durchschnitt deutlich mehr als ihre Wettbewerber in Asien und Europa.

Während die analysierten asiatischen Unternehmen eine durchschnittliche F&E-Quote – das ist der Anteil der F&E-Ausgaben am Gesamtumsatz – von nur 2,6 Prozent aufweisen, liegt der Wert in Nordamerika mit zuletzt 5,6 Prozent mehr als doppelt so hoch. Europäische Unternehmen weisen eine durchschnittliche F&E-Quote von 3,4 Prozent auf.

F&E-Budget steigt stärker als der Umsatz

Und während bei den nordamerikanischen Konzernen die F&E-Budgets im vergangenen Jahr mit plus elf Prozent stärker stiegen als der Umsatz, der um acht Prozent zulegte, war es in Europa genau umgekehrt: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung wuchsen nur um drei Prozent, der Gesamtumsatz hingegen um knapp zehn Prozent – also mehr als drei Mal so stark.

Vor allem die großen Digitalkonzerne erhöhen ihre Innovationsausgaben massiv: Die fünf größten US-Digitalkonzerne – die zugleich die fünf größten US-Investoren sind – setzten im vergangenen Jahr zusammen umgerechnet 68 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ein und steigerten ihre Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um knapp elf Milliarden Euro bzw. 19 Prozent. Auf der anderen Seite des Atlantiks stockten die Top-5-Investoren Europas ihre Budgets nur um 800 Millionen Euro bzw. zwei Prozent auf gut 41 Milliarden Euro auf.

Zwar führen hohe Innovationsausgaben nicht zwangsläufig zu einer tatsächlichen Steigerung der Innovationskraft und zu wegweisenden neuen Produkten, allerdings fördern hohe Forschungsbudgets und eine Unternehmenskultur, die Innovationen wertschätzt und Risikobereitschaft fördert, auch tatsächliche Innovationssprünge. Wer wenig investiert, darf auch keine großen Durchbrüche erwarten. Hier könnte Europa von den großen amerikanischen Unternehmen und zunehmend auch einigen asiatischen Konzernen lernen.

Zahl der Unternehmen in den Top 500 und Gesamtausgaben für F&E (2017

Deutsche Unternehmen erhöhen F&E-Ausgaben um 4 Prozent – chinesische um 18 Prozent

Die höchstplatzierten deutschen Unternehmen im weltweiten F&E-Ranking sind neben Volkswagen (5. Platz) noch Daimler (Rang 18), Siemens (Rang 23), BMW (Rang 30) und Bayer (Rang 34).

Insgesamt stieg das Innovationsbudget der 32 deutschen Unternehmen, die sich in der Liste der Top-500-Unternehmen platzieren, im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 54 Milliarden Euro. Weltweit am stärksten stiegen allerdings die Ausgaben der Unternehmen aus China (plus 18 Prozent), Taiwan (plus 16 Prozent) und Schweden (plus 14 Prozent) – wenngleich jeweils von einem deutlich niedrigeren Ausgansniveau als etwa die deutschen oder US-amerikanischen.

Pharmakonzerne investieren am meisten

Nach wie vor die mit Abstand höchsten F&E-Quoten weisen die Pharmakonzerne auf: Insgesamt 110 Milliarden Euro investierten die 29 im Ranking vertretenen Pharmakonzerne im vergangenen Jahr in die Entwicklung neuer Produkte bzw. Wirkstoffe, das entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 16,3 Prozent.

Die IT-Branche liegt mit durchschnittlich 8,0 Prozent auf dem zweiten Platz. Klassische Industriebranchen weisen eher niedrigere F&E-Quoten auf: In der Autoindustrie lag die Quote im vergangenen Jahr bei 4,0 Prozent, bei sonstigen Industrieunternehmen bei 2,5 Prozent.

Die eher niedrigen F&E-Quoten in einigen Industriebranchen könnten sich für diese Unternehmen noch zum Problem entwickeln: „Die Digitalisierung und die damit einhergehende Branchenkonvergenz verschieben die Gewichte in der Weltwirtschaft massiv und erfordern ein rasches Umdenken gerade bei Unternehmen aus klassischen Industriebranchen. Denn die sehen sich zunehmend einer sehr finanzstarken und angriffslustigen Konkurrenz aus anderen Branchen gegenüber.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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