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10.04.2019

Gutachten: Autonomes Fahren braucht Regelungen für neue Mobilität

Die Zahl der heute genutzten Autos könnte um bis zu 90 Prozent reduziert werden, meinen Wissenschaftler. Das Zauberwort: vollständig autonom fahrende Flotten. Auch wenn es bis dahin noch dauern werde, müssten die Weichen jetzt gestellt werden

Wissenschaftler sehen im autonomen Fahren «riesige Potenziale» für die Verkehrswende. Intelligent in den öffentlichen Verkehr integriert, könnten sie das Verkehrsaufkommen drastisch reduzieren, das Klima schützen und die Verkehrssicherheit erhöhen, sagte Andreas Knie, Forschungsgruppenleiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) am Mittwoch bei der Vorstellung eines von mehreren Grünen-Fraktionen in Auftrag gegebenen Gutachtens in Hamburg.

Politische Weichenstellungen jetzt vorantreiben

Auch wenn es noch mindestens 20 Jahre dauern werde, bis sich selbst disponierende Fahrzeugflotten vollständig autonom unterwegs seien, müssten bereits jetzt die politischen Entscheidungen dafür getroffen werden.

Ansonsten könne der zunehmende Automatisierungsgrad - der von der Autoindustrie als Antwort auf die Probleme des Verkehrs vermarktet werde - auch zu einer Zunahme der Fahrzeugzahlen und insbesondere in den Städten zu noch mehr «Flächenkonkurrenz» mit ÖPNV und Fahrradverkehr führen, warnte Knie.

Mehr Lebensqualität durch autonomes Fahren

«Das Gutachten zeigt das riesige Potenzial des autonomen Fahrens für unser tagtägliches Mobilitätsverhalten auf», sagte der Hamburger rünen-Fraktionschef Anjes Tjarks. «Wenn wir wenigstens einen Teil des Potenzials heben würden, könnte autonomes Fahren weniger Verkehr, weniger Abgase, mehr Lebensqualität in Hamburg und in ganz Deutschland bedeuten.»

Bei einem Betrieb mit tatsächlich autonomen Flotten «kann die Zahl der Fahrzeuge auf unvorstellbare 40 bis 50 Einheiten pro 1000 Einwohner gesenkt werden», sagte Knie. Das sei aber frühestens 2040 zu erreichen.

Gleichzeitig öffentichen Nahverkehr ausbauen

Laut Gutachten könnte die Zahl in städtischen Gebieten bei einem gemischten Betrieb - also einer Kombination von automatisierten Fahrzeugen mit Bussen, Bahnen und Zweirädern - aber schon früher von derzeit über 500 auf 150 pro 1000 Einwohner reduziert werden.

Dazu müsse das ÖPNV-Angebot verdoppelt werden, «etwa ein Viertel der Angebote sind dann digital «on demand» verkehrende Shuttles, alle Angebote sind gegenseitig buchbar». Der Weg müsse «weg von privatem Besitz» führen. «Alles was sammelt, was Menschen mehrheitlich voranbringt, hat Vorrang», sagte Knie.

Parkfläche drastisch verringern

In der städtischen Verkehrsplanung könne man das autonome Fahren so einsetzen, «dass wir am Ende eine andere Stadt haben», sagte Tjarks. Derzeit gebe es in der Hansestadt 795 000 Fahrzeuge. «Die Autos beparken eine Fläche von Binnen-, Außenalster, Stadtpark, Ottensen und St. Pauli.» Durch vollständig autonome Flotten ließe sich diese Fläche auf ein Zehntel reduzieren. «Dann sind wir vielleicht nur noch bei der Binnenalster.»

Regieeinrichtungen und regulatorischer Experimentierraum

Der Verkehr von morgen müsse «hoch performant, sozial ausgewogen und nachhaltig organisiert» sein, sagte Knie. «Um dieses Ziel zu erreichen, müssen öffentliche Aufgabenträger zu Regieeinrichtungen für alle öffentlichen Verkehre umgebaut werden und es braucht eine ermöglichende Regulierung auf Bundesebene», sagte Knie. Um der Entwicklung gerecht zu werden, brauche man in Deutschland einen «regulatorischen Experimentierraum».

Das WZB hatte das Gutachten auf Initiative der Bürgerschaftsfraktion der Hamburger Grünen unter Beteiligung der Fraktionen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein erstellt. Tjarks betonte das «riesige Potenzial» des autonomen Fahrens. «Wir könnten perspektivisch mit in etwa einem Zehntel der heutigen Fahrzeugflotte die gleiche Anzahl an Menschen transportieren.»

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

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