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04.09.2019

Gesundheitsportale geben Nutzerdaten weiter

Internet-Portale, auf denen Nutzer Informationen zu psychischen Erkrankungen finden, geben deren Daten offenbar an Drittunternehmen weiter. Davor warnt eine Studie der Nichtregierungsorganisation Privacy International.

Für die Studie haben Forscherinnen und Forscher 136 Webseiten in deutscher, englischer und französischer Sprache analysiert. Auf fast allen Seiten haben sie Hinweise auf Drittanbieter gefunden - zum Beispiel sogenannte Tracker, mit denen Werbe-Netzwerke Profile von Nutzern erstellen können.

Von den 44 in Deutschland untersuchten Seiten hatten fast zwei Drittel solche Werbe-Tracker eingesetzt. Am stärksten sind Nutzerinnen und Nutzer in Frankreich betroffen. Dort wurden 41 Portale untersucht, mehr als 90 Prozent nutzten Tracker für Werbezwecke.

Persönliche Informationen ohne Einwilligung weitergereicht

Durch diese Werbe-Tracker ist es theoretisch möglich, Informationen über mögliche Erkrankungen eines Nutzers zu speichern, ohne dass dieser einwilligt oder davon weiß. Auf keiner der untersuchten Seiten wurde im Test aktiv der Sammlung persönlicher Daten zugestimmt.

Dennoch wurden der Studie zufolge in vielen Fällen Drittanbieter-Cookies angelegt, kleine Datenpakete, mit denen etwa Werbe-Netzwerke personalisierte Nutzerprofile erstellen können.

Gesundheitsportale und Kliniken unter Verdacht

Zu den untersuchten Seiten gehört in Deutschland unter anderem die Webseite der Apotheken-Umschau. Wer sich dort über Depressionen erkundigte, übermittelte - ohne Zustimmung - persönliche Daten an die Server von Drittanbietern, darunter Vermarkter von Nutzerdaten zu Werbezwecken.

Auch das Portal Netdoktor gibt der Studie zufolge Daten an Drittanbieter weiter. Nutzer offenbaren mutmaßlich ungewollt neben technischen Daten wie der IP-Adresse und damit verbunden einem groben Standort auch die Tatsache, dass sie sich über psychische Erkrankungen informieren: Schlagwörter wie "Depression" sind theoretisch aus der Adresse der Webseite auslesbar.

Auch die Internet-Auftritte mehrerer Kliniken hat die Studie untersucht und dort Tracker gefunden. Ein Klinik-Betreiber erklärte auf Anfrage, man wolle Besucher der Webseite in Zukunft explizit um eine Einwilligung der Datenerfassung bitten, bis dahin habe man die Programme abgeschaltet. Von einer anderen Klinik hieß es, man habe die Tracking-Funktionen nach der Anfrage überprüft und deaktiviert, auch wenn man sich an bestehende Datenschutzgesetze gehalten habe.

DSGVO bislang machtlos?

Die Datenschutzgrundverordnung (DSVGO), die seit Mai 2018 in Kraft ist, soll Nutzer davor schützen, dass persönliche Daten ohne Zustimmung bei Vermarktern landen. Bei einem Verstoß gegen die DSVGO drohen Unternehmen hohe Strafen, in einem spektakulären Fall hat die französische Datenschutz-Behörde gegen Google vergangenes Jahr eine Strafzahlung von 50 Millionen Euro verhängt. Google geht gegen diese Entscheidung juristisch vor.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

NDR

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