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23.05.2018

Frauen in Aufsichtsräten sorgen für mehr Ethik und Erfolg

Unternehmen profitieren von weiblicher Mit-Kontrolle: Sobald mindestens eine Frau dem Aufsichts- oder Beirat angehört, spricht das Gremium regelmäßiger über Themen rund um Ethik und Wertschätzung.

Das sind Ergebnisse der Studie "Die Bedeutung von Ethik und Wertschätzungskultur für die Arbeit von Aufsichts- und Beiräten", für die im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert 130 Aufsichts- und Beiräte von Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

„Unsere Studie zeigt, dass Unternehmen schon ab einer Frau im Aufsichtsgremium in einem tendenziell besseren Zustand in puncto Wertschätzungskultur und gelebter ethischer Prinzipien sind als Firmen mit reinen Männergremien“, fasst Dr. Frank Döring, Studienleiter und Partner bei Rochus Mummert, die Ergebnisse zusammen.

Studienleiter Dr. Frank Döring (© Rochus Mummert)

Bessere Geschäfte

Sitzt mindestens eine Frau im Aufsichts- oder Beirat eines Unternehmens, laufen zudem tendenziell auch die Geschäfte besser. Das zeigt der Vergleich zwischen Firmen, die eine höhere Rendite als der Markt erwirtschaften und denen, die hinter ihrem Wettbewerb zurückbleiben. Unter den Betrieben mit geschlechtsgemischten Aufsichts- und Beiräten ist der Anteil der wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen deutlich größer als in der Gruppe der Unternehmen mit reinen Männergremien.

Wertschätzungskultur

Laut Studie wird die Wertschätzungskultur in 56 Prozent der Betriebe „wirklich gelebt“. Die Aussage gilt für 61 Prozent der Unternehmen mit einem Frauenanteil von mindestens 30 Prozent im Aufsichtsgremium und nur für 52 Prozent der Gesellschaften mit einer reinen Männerrunde im Aufsichtsrat.

Vergleichbar ist die Situation beim Thema Ethik: Insgesamt 64 Prozent aller Betriebe setzen ihre diesbezüglichen Standards tatsächlich im Alltag um. In der Gruppe der Unternehmen mit mindestens 30 Prozent Frauen im Kontrollorgan sind es 80 Prozent, bei den Betrieben ohne Kontrolleurinnen nur 58 Prozent. Dabei gilt allerdings: Ein höherer Frauenanteil steigert die positiven Effekte nicht mehr so signifikant wie dies die erste Frau im Gremium vermag.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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