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22.11.2018

Erste Ergebnisse des neuen Pflege-TÜV in 2020

Heute reichen die Noten für die einzelnen Heime im Schnitt von 1,1 in drei Bundesländern bis 1,4 in zwei Ländern. «Das werden wir ändern», versicherte Spahn. Im Auftrag des Gesetzgebers ließ die Selbstverwaltung unter anderem aus Kassen und Heimbetreibern Wissenschaftler ein 625 Seiten langes Gutachten darüber schreiben, wie der neue Pflege-TÜV aussehen kann.

Die Wissenschaftler schlugen vor, dass sich die Heimprüfungen viel stärker als heute auf den tatsächlichen Zustand der Bewohner konzentrieren sollen. Das finden die Kassen gut, wie ihr Verband deutlich machte.

Statt der heutigen Noten schlagen die Wissenschaftler aber vor, viele Bewertungen einzelner Bereiche in Listen zu veröffentlichen. Das finden die Kassen unübersichtlich. Sie fordern zudem etwas schärfere Maßstäbe bei der Heimbeurteilung als von den Wissenschaftlern vorgesehen.

Qualitätsausschuss entwickelt Beurteilungssystem

Auf Basis des Gutachtens werde ein neues Beurteilungs-System entwickelt, wie Spahn erläuterte. In der Vergangenheit war ein realistischer Pflege-TÜV aus Sicht von Kritikern vor allem daran gescheitert, dass die Heimbetreiber keine schlechten Noten wollten.

Sie sitzen in einem Gremium namens Qualitätsausschuss ebenso wie die Kassen wieder mit am Tisch, wenn nun konkret entschieden werden soll, wie das System künftig aussieht. Bis März solle entschieden werden, erläuterte Kiefer. Im Streitfall werden unparteiische Experten hinzugezogen mit einem Vorsitzenden als Zünglein an der Waage.

Neue Prüfungen im Herbst 2019

Das neue Verfahren soll eine regelmäßige Erfassung aller möglicher Qualitätskriterien etwa zur Mobilität der Bewohner durch die Heime selbst erfassen - sowie die Ergebnisse von Prüfungen durch die Medizinischen Dienste der Kassen. Diese neu konzipierten Prüfungen sollen im Herbst 2019 starten. Kiefer dämpfte die Erwartung, dass es ganz schnell gehe, bis alle Daten erhoben, ausgewertet und transparent dargestellt werden. Zudem könnten solche Prüf- und Bewertungssysteme nie Fälle von Mängel in der Pflege gänzlich vermeiden.

Die gegenwärtigen Prüfungen fließen nicht nur in die Pflegenoten, sondern auch in Qualitätsberichte der Kassen. Hier werden auch Missstände deutlich. Dass die Noten so gut ausfallen, liegt auch daran, dass schlechtere Ergebnisse etwa bei Vorbeugung von Druckgeschwüren durch gute bei Bereichen ausgeglichen werden können, die gar nichts mit der eigentlichen Pflege zu tun haben.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

dpa

2 Kommentare
  • 26.11.2018 von Der Pflege-TÜV

    Die Pflegeheime haben bisher mit der 1er Bewertung nicht gemogelt, wie es in Ihrem Kommentar formuliert wurde. Die bisherige 1er Inflation wurde von den Prüfern des MDK vergeben, auf der Grundlage der von den beteiligten Einrichtungen „ausgetüftelten“ Bewertungskriterien. Und das nun wieder etwas im wahrsten Sinne des Wortes ausgetüftelt wird, zeigt die doch große Zeitspanne. Schon das Wort Pflege TÜV beschreibt das Niveau der Herangehensweise. TÜV ist die Abkürzung von „Technischer Überwachungsverein“, der die Betriebssicherheit regelt und nicht eine Dienstleistung bewertet. Da wäre schon Pflegemonitor mit den drei Teilbereichen, stationäre und ambulante Altenpflege sowie Krankenhauspflege treffender.
    Ein Monitoring sollte sich auch nicht auf alle nur möglichen Bewertungskriterien beziehen, sondern in der ersten Bewertungsebene aktuelle Schwerpunkte in den Blickpunkt stellen, die bei Bedarf tiefer heruntergebrochen werden können. Dem Vernehmen nach sollen künftig die Experten des MDK sich ein Bild bei bis zu neun Bewohnern machen, unabhängig von den abgehefteten Unterlagen. Die Zahl Neun bestand bisher auch schon. Und das bei 5 verschiedenen Pflegegraden. Und unabhängig von der Anzahl untergebrachter Heimbewohner, ob 40 oder 270. Da steht nach wie vor die Sinnhaftigkeit.
    Es ist auch problematisch, wenn ausgerechnet die Pflegekassen den Auftrag bekommen haben, ein neues Bewertungssystem zusammen mit den Pflegeheimen zu erarbeiten. Beide haben ein Interesse an einer Kostenminimierung. Und insbesondere die Pflegekassen haben einen Interessenskonflikt. Nach dem Gesetz haben diese mit den Pflegeheimen für einen Wirtschaftszeitraum ein Pflegebudget zu vereinbaren und gleichzeitig genehmigen die Pflegekassen laut Gesetz die von den Pflegeheimen beantragten Pflegesätze. In der Vergangenheit hat das zu immer höheren Zuzahlungen bei den Bewohnern geführt, ohne eine spürbare Verbesserung zu erfahren. Denn nach § 84, Abs. 2 des SGB XI ist das in einem Wirtschaftszeitraum nicht ausgeschöpfte Pflegebudget von den Heimen nicht an die Pflegekassen zurückzugeben, sondern verbleibt bei den Heimen. Das hat letztendlich zu der Personalkostenminimierung geführt und den Pflegeberuf in den Verruf gebracht, so dass sich nun auf die fehlenden Pflegekräfte auch tatsächlich berufen werden kann.
    Daher wird auch im Pflegenavigator der von Frau Baehrens, Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, geforderte Ausweis einer Zahlung von Tariflohn keinen realen Wertmaßstab darstellen, wenn durch eng kalkuliertes Personal weiterhin das Pflegebudget nicht ausgeschöpft wird und als „Gewinn“ beim Heim verbleiben kann. Und ein Bewertungssystem muss nicht allumfassend sein, sondern die zeitgemäßen Schwerpunkte abbilden, die sich auch über die Zeit verändern können. Gegenwärtig ist der Personalmangel der Schwerpunkt. Deshalb ist unverständlich, warum die Pflegedokumentation im künftigen Bewertungssystem keine Rolle mehr spielen soll. Nur weil diese wie zu Kaisers Zeiten in vielen Heimen mit Bleistift und Papier dahingehend geführt wird, dass jede Unterstützung und Hilfeleistung mit einem Namenszeichen in umfangreichen Karteiblättern täglich bestätigt werden und der Wahrheitsgehalt daher zu bezweifeln ist? Diese Bewertungsbögen sind auch noch urheberechtlich geschützt. Die Politik mit ihrem juristisch geprägten Ministerialapparat redet immer von Digitalisierung und Breitbandausbau. Sie schreibt jedoch nicht vor, IT-Systeme zur Pflegedokumentation verbindlich anzuwenden. Selbst der Aushilfskellner meines Italieners benutzt ein Tablet über WLAN zur Steuerung und Abrechnung der Bestellungen. Bei der verbindlichen Anwendung einer einheitlichen Software werden einmalig für jeden Bewohner Stammdaten mit den notwendigen Hilfeleistungen angelegt und mit Zeitwerten im System hinterlegt. Und nur wenn diese aus welchen Gründen auch immer nicht realisiert wurden oder temporär zusätzliche Unterstützungen ausgeführt werden, erfolgt über ein Tablet ein Systemeingabe. Kommen weitere Leistungen auf Dauer hinzu, werden diese wiederum einmalig eingepflegt. Mit dem Ein- und Ausloggen ist auch eine Arbeitszeiterfassung realisiert. Das ermöglicht mit entsprechenden Auswertungsroutinen sofort einen Soll-Ist-Vergleich des Pflegebedarfs und der tatsächlichen Absicherung nicht nur im Durchschnitt, sondern auch zu bestimmten Schwerpunktzeiten des Tages, als Kennziffer zur externen und internen Bewertung für beliebige Auswertungszeiträume. Damit kann auch der Einsatz des ausgereichten Pflegebudgets bewertet und bei mangelnder Ausschöpfung auf den neuen Wirtschaftszeitraum von der Pflegekasse fortgeschrieben werden. So macht es auch keinen Sinn mehr, am Personal zu sparen.
    Da muss es auch nicht zur Schließung eines Heimes kommen, sondern nur noch zu einem verordneten Aufnahme-Stopp, bis sich die Personalsituation hinreichend stabilisiert oder verbessert hat. Wenn diese zwei Bedingungen gesetzlich festgeschrieben werden, wird sich langfristig die Situation spürbar verbessern und auch der Pflegeberuf wieder attraktiver werden. Dann entwickeln sich auch interne, der örtlichen Heimsituation angepasste Qualitätssicherungssysteme, unterstützt durch eine Hotline beim MDK für die Bewohner, wo diese bei Bedarf über aufkommende Unzufriedenheit berichten können und entsprechende Stichprobenüberprüfungen nach den üblichen internen Bewertungskriterien vorgenommen werden. Damit ist das Agieren des Trägers nicht mehr in erster Linie kostengetrieben, sondern leistungsgetrieben und das Heim wird sich als eine echte Dienstleistungseinrichtung entwickeln. Dann ist die tatsächliche Leistung eines Heimes nicht ein Ergebnis des Qualitätsmanagements in Form des Managements von Qualität, sondern das Ergebnis der Qualität des Managements.
    Die Politik darf nicht auf die Selbstbeschränkung der beteiligten Heime und Pflegekassen hoffen, sondern muss klare Regeln setzen, die einzuhalten und nicht zu umgehen sind. Es reicht nicht aus, wenn der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Herr Westerfallhaus, die neuen Vorschläge nur begrüßt und fordert, dass die Daten vollständig sein müssen. Unter dem Blickwinkel der Bürgerorientierung müssen klare Eckpunkte von der Politik festgelegt werden.
    Diese Kennziffern zur Personalsituation des Heimes im Durchschnitt und zu Schwerpunktzeiten eines Tages und die Kenntnis der genauen Aufschlüsselung des Bewohnerentgeltes in pflegebedingtem Preis, Investitionszulagen und Preis für Unterkunft und Verpflegung sind dann wichtige Entscheidungsgrößen für einen externen Interessenten. Da kann er auch entscheiden, ob er ein hohes Bewohnerentgelt zahlen möchte, wenn der pflegebedingte Preis zwar niedrig, jedoch die noch zu zahlende Investitionszulage außergewöhnlich hoch ist im Gegensatz zu einem anderen Pflegeheim, wo hier das Verhältnis gerade umgekehrt ist.


  • 23.11.2018 von Spannungsdreieck Kostenträger

    Eine unterschätzte Ursache hier scheint mir die Interessenslage, dass der Patient oft nicht der wirtschaftliche Entscheider ist. Eine Interessensgemeinschaft zahlt, was einzelne beziehen an Pflege - hier ist die Balance zu finden, ganz gleich ob es um Bewertungssysteme, Kosten oder Leistungen geht.

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