nach oben
Meine Merkliste
Ihre Merklisteneinträge speichern
Wenn Sie weitere Inhalte zu Ihrer Merkliste hinzufügen möchten, melden Sie sich bitte an. Wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben, registrieren Sie sich bitte im Hanser Kundencenter.

» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.
Ihre Merklisten
Wenn Sie Ihre Merklisten bei Ihrem nächsten Besuch wieder verwenden möchten, melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich im Hanser Kundencenter.
» Sie haben schon ein Benutzerkonto? Melden Sie sich bitte hier an.
» Noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich bitte hier.

« Zurück

Ihre Vorteile im Überblick

  • Ein Login für alle Hanser Fachportale
  • Individuelle Startseite und damit schneller Zugriff auf bevorzugte Inhalte
  • Exklusiver Zugriff auf ausgewählte Inhalte
  • Persönliche Merklisten über alle Hanser Fachportale
  • Zentrale Verwaltung Ihrer persönlichen Daten und Newsletter-Abonnements

Jetzt registrieren
Merken Gemerkt
17.12.2018

Einrichten eines Energiemanagementsystems lohnt

Produzierendes Gewerbe und energieintensive Unternehmen können von einem nachweisbaren Energiemanagementsystem profitieren, denn es ist Voraussetzung für einen Antrag auf Vergünstigung nach §§ 40f EEG. Unternehmen, die das Thema Energie bisher nicht systematisch bearbeitet haben, bietet die überarbeitete Norm ISO 50001 einen guten Einstieg.

Die ISO 50001:2018 „Energiemanagementsysteme (EnMS) – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung“ wurde im August 2018 veröffentlicht, die deutsche Fassung liegt seit November 2018 vor.

Auch die revidierte Norm ist in 10 Hauptkapitel gegliedert, die sog. High Level Structure. Sie hat damit den gleichen Aufbau wie die Managementsystem-Normen für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz (ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO 45001:2018). Dies erleichtert das Integrieren in bereits bestehende Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme erheblich.

Was hat sich geändert?

Neben der neuen Struktur gibt es wesentliche Änderungen:

Kontext der Organisation
Der Kontext der Organisation, d.h. relevante interne und externe Themen sowie interessierte Parteien, z.B. Energieversorger, Berater, Prüfer, Vermieter, Beschäftigte muss ermittelt und die Inhalte des EnMS definiert werden. Relevant ist, was die energiebezogene Leistung (ebL) und das EnMS beeinflusst.

Top-Management
Das Top-Management wird stärker gefordert als bisher. Die oberste Leitung muss u.a. sicherstellen, dass die Verantwortlichkeiten und Befugnisse innerhalb eines Energiemanagement-Teams zugewiesen und innerhalb der Organisation bekannt gemacht werden.
Obwohl ein Energiemanagement-Beauftragter nicht mehr explizit gefordert wird, sollte für den reibungslosen Ablauf ein Projektleiter ernannt werden. Er muss über die erforderlichen Ressourcen wie Zeit, Hilfskräfte, EDV, Geld usw. verfügen.

Chancen und Risiken
Chancen und Risiken, die sich u.a. aus der Analyse des Kontexts ergeben, müssen systematisch betrachtet werden. Vor allem rechtliche und andere relevante Verpflichtungen sind zu berücksichtigen, z.B. Genehmigungsauflagen, Mietverträge, Branchenabkommen, energierelevante technische Regeln, Richtlinien, Normen usw. Die Verbesserung der energiebezogenen Leistung gewinnt an Bedeutung: Unternehmen müssen Chancen zu ihrer Verbesserung bestimmen und priorisieren. Und es müssen erforderliche Strukturen geschaffen werden, u.a. um auf der Grundlage zuverlässiger Messungen die Energieeffizienz zu erhöhen.

Energetische Bewertung
Die Anforderungen an die Energiedaten-Erfassung sowie an deren Dokumentation wurden präzisiert. U.a. müssen für jeden „wesentlichen Energieeinsatz“ (significant energy use, SEU) relevante Variablen und die aktuelle ebL bestimmt werden. Auch die Personen, die den SEU durch ihre Tätigkeit beeinflussen, sind zu ermitteln. SEUs können Anlagen, Standorte, Systeme, Prozesse oder Einrichtungen sein.

Begrifflichkeiten und Definitionen wurden präzisiert und harmonisiert – zusammen mit den anderen Normen der 50000er-Reihe. Dies soll die Anwendung erleichtern.

Was ist zu tun?

Die Übergangsphase beträgt 3 Jahre, sie endet am 20. August 2021. Bereits ab 21. Februar 2020 erfolgen Erst-, Überwachungs- sowie Rezertifizierungsaudits nach der neuen Norm. Unternehmen sollten jetzt mit der Umstellung beginnen. Empfehlenswert ist dazu folgende Vorgehensweise:
• Verantwortlichkeiten festlegen und Projektplan erstellen
• Delta identifizieren (GAP-Analyse), z.B. im Rahmen eines moderierten Workshops
• Vorhandene dokumentierte Information ergänzen bzw. neue erstellen
• Internes Audit durchführen
• Maßnahmen umsetzen (Verantwortlichkeiten, Zeitplan)

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

QUMsult

DNV GL Business Assurance [Anzeige]

Kostenloser Download

  • 5 Schritte zu einem nachhaltigen Prozessmanagement

  • Prozessreifegrad Assessments

  • Self-Assessment BPM

Jetzt kostenlos downloaden!