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25.10.2019

EFQM-Forum 2019: Highlights aus Helsinki

Rund 350 Besucher aus über 40 Ländern fieberten am 23. Oktober 2019 der Enthüllung des EFQM-Modells entgegen. Neben dem EFQM-Modell 2020 bot das diesjährige EFQM-Forum zahlreiche Impulse rund um das Thema Excellence sowie einen angeregten, internationalen Austausch.

EFQM-CEO Russell Longmuir präsentierte das EFQM-Modell 2020. (Quelle: Redaktion QZ)

Zum Einstieg nahm der Performance-Psychologe Jamil Qureshi die Teilnehmer auf einen wilden Ritt durch das menschliche Unterbewusstsein und verdeutlichte die Bedeutung der richtigen Geisteshaltung: "Wir bekommen das, woran wir denken." Wer sich beispielsweise bei jedem geschäftlichen Wagnis auf die Risiken konzentriert, wird laut Qureshi tendenziell weniger Erfolg erzielen als jemand, der diesen Erfolg bereits im Voraus feiert - in seinem Kopf. Demnach führe eine defensive, verlustorientierte Geisteshaltung in eine Abwärtsspirale, während das vielbeschworene positive Denken zu Höchstleistungen anspornt.

Die Kunst des Scheiterns

Nicht nur bahnbrechende Erfindungen landen im Museum. Im Museum of Failure, vorgestellt von Dr. Samuel West, finden sich Produkte, die trotz - oder gerade wegen - Innovation nach einem kurzen Gastspiel am Markt gescheitert sind. Egal ob ein unglückliches Telefon-Spielkonsole-Hybrid oder eine futuristische Teekanne, die dem Benutzer Dampf entgegen speit - die meisten Exponate im Museum of Failure haben eines gemeinsam: Die Erfinder haben die Rechnung ohne den Anwender gemacht.

Dass ein Fehlschlag kein Todesurteil sein muss, zeigt eine weitere Gemeinsamkeit der Ausstellungsstücke: Die meisten Erfinder-Unternehmen florieren nach wie vor, auch wenn sie bei einem Produkt so richtig daneben gegriffen haben. Sony hat den Betamax-Flop ebenso überlebt wie Pringles das Olestra-Desaster.

Spielerisch zu Höchstleistungen

Wenn es um das Scheitern als natürliches Nebenprodukt von Erfolg geht, können Unternehmer einiges von Spielen lernen, denn bei vielen Spielen gehören Fehler zur Spielmechanik dazu. Dies verdeutlichte ein Vortrag zum Thema Gamification - der Kunst, den inneren Spieltrieb eines jeden Menschen zu nutzen, damit auch "ernste" Aufgaben dank Spaßfaktor leicht und effizient von der Hand gehen. Um es mit den Worten des Referenten Marcus Thornley zu sagen: "Spiele sind ein fantastischer Weg, ein Müssen in ein Wollen zu verwandeln." Und eben auch, um eine gesunde Fehlerkultur zu vermitteln, wie Innovation sie erfordert.

EFQM 2020: Die drei Dimensionen der Excellence

Höhepunkt des diesjährigen EFQM-Forums war die Enthüllung des EFQM-Modells 2020, das im Rahmen von Workshops am Folgetag näher behandelt werden konnte. Auf den ersten Blick wird sichtbar: Es handelt sich um einen regelrechten Relaunch im Vergleich zum Vorgängermodell 2013. Motiviert wurden diese grundlegenden Veränderungen durch Feedback der Anwender, die sich ein Modell wünschten, welches sie für die drängenden Zukunftsthemen wie digitale Transformation und Wandel der Unternehmenskultur fit macht.

Die Logik des neuen EFQM-Modells stellt den Erfolg eines Unternehmens gemäß dem Grundsatz "Why - How - What" auf drei zusammenhängende Säulen mit insgesamt sieben Kriterien:

  • Ausrichtung: Warum existiert die Organisation und warum verfolgt sie genau die Strategie, die sie verfolgt? Hierzu gehören die Kriterien "Ziel, Vision und Strategie" (1) sowie "Organisationskultur und Organisationsführung" (2).
  • Realisierung: Wie will die Organisation diese Strategie konkret umsetzen? Hier wird untersucht, wie gut eine Organisation Interessengruppen einbindet (3), nachhaltigen Nutzen schafft (4) sowie die Leistungsfähigkeit und Transformation vorantreibt (5).
  • Ergebnisse: Was hat die Organisation erreicht und was will sie in Zukunft erreichen? Diese Dimension fragt nach der Wahrnehmung der Interessengruppe (6) sowie nach den strategie- und leistungsbezogenen Ergebnissen (7).

Insgesamt untersucht das neue EFQM-Modell also, wie eine Organisation Zweck, Vision und Strategie verknüpft und dadurch für ihre Zielgruppe Nutzen schafft - der auch in der überarbeiteten Radar-Logik nun ein größeres Gewicht beigemessen wird.

Regina Levenshtein, Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

Literaturhinweis

Moll, A.: Spitzenleistung ohne Excellence? So unterscheidet sich das EFQM-Modell 2020 vom Vorgängermodell 2013. QZ 11/2019, S. 36 - 39

zusätzliche Links

Die Impressionen der QZ-Redaktion vom diesjährigen EFQM-Forum finden Sie auch auf Twitter.

Unternehmensinformation

European Foundation for Quality Management (EFQM)

Avenue des Olympiades 2
BE 1140 BRUSSELS
Tel.: +32 2 775-3511
Fax: +32 2 775-3535

Internet:www.efqm.org
E-Mail: info <AT> efqm.org



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