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12.03.2020

Deutschen Unternehmen macht Wirtschaftskriminalität zu schaffen

Knapp die Hälfte aller deutschen Unternehmen war in den letzten 24 Monaten Opfer von Wirtschaftskriminalität. Eine Studie von PwC hat herausgefunden, welche Delikte am häufigsten vorkommen.

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers war jedes zweite deutsche Unternehmen (48 %) in den letzten zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffen. Vor allem Straftaten wie Betrug durch Kunden, Cyberkriminalität und Vermögensdelikte beeinträchtigten Unternehmen deutschland- und weltweit auch wirtschaftlich. Die weltweit Befragten berichteten von mehr als 11.500 Fällen von Wirtschaftskriminalität, mit einer Gesamtschadenssumme von 42 Milliarden US-Dollar.

Auch global gibt knapp die Hälfte aller befragten Teilnehmer an, innerhalb der letzten 24 Monate Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden zu sein. Damit bleibt der weltweit hohe Anteil von 2018 (49 %) auch weiterhin fast unverändert bestehen. Durchschnittlich berichten die Unternehmen von sechs Wirtschaftsdelikten innerhalb der letzten zwei Jahre.

Das sind die häufigsten Delikte

Die drei häufigsten Arten von Wirtschaftskriminalität sind sowohl weltweit als auch in Deutschland dieselben: Betrug durch Kunden, Cyberkriminalität und Vermögensdelikte. Gleichzeitig wurden sie auch als diejenigen Straftaten benannt, die einem Unternehmen den empfindlichsten wirtschaftlichen Schaden zufügen können.

Von Bilanzfälschung oder dem Betrug im Einkauf sind deutsche Unternehmen deutlich seltener betroffen, als es weltweit der Fall ist. So gaben weltweit 28 % der Befragten an, Opfer von Bilanzmanipulation geworden zu sein, in Deutschland waren es nur 17 % der Befragten. Deutlich ist auch der Unterschied bei betrügerischen Aktivitäten im Einkauf: Global waren 19 % der befragten Unternehmen betroffen, in Deutschland knapp halb so viele (10 %).

Von denjenigen Unternehmen, die mit Wirtschaftskriminalität konfrontiert waren, gab fast jeder Dritte an, ein anderer Akteur habe ihn der Korruption oder eines anderen Wirtschaftsdelikts beschuldigt. Die Anschuldigungen kamen dabei zu fast gleichen Teilen von Mitbewerbern, Aufsichtsbehörden, Mitarbeitern sowie Kunden.

Am häufigsten sahen sich diese Unternehmen mit dem Korruptionsvorwurf konfrontiert (36 %), gefolgt von Bilanzfälschung (31 %) und Vermögensdelikten (24 %).

Wer sind die Täter?

Auffällig in der weltweiten Betrachtung: Die Täter sind ebenso häufig Mitarbeiter (37 %) wie Externe der betroffenen Unternehmen (39 %). Von Fällen kollusiven Verhaltens, also der betrügerischen Absprache, berichtet jeder Fünfte der weltweit Befragten. Während Geschäftspartner weiterhin ein großes Risiko darstellen, ist ein Anstieg von kriminellen Aktivitäten von Führungskräften zu verzeichnen.

In Deutschland sieht dieses Bild jedoch anders aus: Ein Viertel der Wirtschaftsdelikte wurde von Tätern aus dem eigenen Unternehmen begangen. Dieser Wert liegt deutlich unter dem internationalen Vergleich (37 %). Wesentlich höher fällt hingegen der Anteil der Straftaten aus, die durch einen externen Täter verübt wurden (60 %) – global waren es 39 %.

Wirft man einen Blick auf die internen Täter, so fällt ins Auge, dass zwar Personen aus dem mittleren Management und operative Mitarbeiter weit mehr als die Hälfte der Straftaten begehen. Alarmierend ist jedoch, dass jedes vierte Delikt (26 %) aus dem Kreis der oberen Führungsebene verübt worden ist.

Bei den externen Tätern handelt es sich für die betroffenen Unternehmen oftmals nicht um Unbekannte. In Deutschland wurde über die Hälfte der Wirtschaftsdelikte von Kunden, Verkäufern und Zulieferern verübt (weltweit 45 %). Bemerkenswert ist, dass obwohl weltweit jeder fünfte Befragte angab, dass die schwerwiegendste Straftat von einem Verkäufer beziehungsweise Zulieferer ausging, die Hälfte der Unternehmen aber kein ausgereiftes Risikomanagementprogramm für Geschäftspartner etabliert hat.

Weltweit verzichten sogar 21 % vollständig auf Mechanismen zur Überprüfung und laufenden Kontrolle ihrer Geschäftspartner. In Deutschland fielen die Zahlen noch ernüchternder aus: Drei von zehn Unternehmen verfügen nicht über ausreichende Kontrollmaßnahmen.

Redaktion QZ
qz <AT> hanser.de

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